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WK-Janisch an Stadt Wien: Zusätzliche Förderung für 24-Stunden-Betreuung entlastet das Budget!

Pflegeregress: Angesichts der Mehrkosten von 111 Mio. Euro sollte Wien dringend einen Blick ins Burgenland werfen

Pflegerin und Patientin im Rollstuhl
© Fotolia

"Was zu befürchten war, liegt jetzt in Form schmerzhafter Zahlen auf dem Tisch", so Harald G. Janisch, Obmann der Fachgruppe "Personenberatung und Personenbetreuung" in der Wirtschaftskammer Wien, zur heutigen Ankündigung der Stadt Wien, dass die Abschaffung des Pflegeregresses 2018 Mehrkosten in der Höhe von 111 Mio. Euro verursachen wird. Der größte Teil dieser zusätzlichen Ausgaben, nämlich rund 74 Mio. Euro, wird von der höheren Nachfrage nach Pflegeheimplätzen verursacht, die in Wien um mittlerweile 33 Prozent angestiegen ist. "Pflegeheimplätze sind wesentlich teurer als alle anderen Formen der Pflege und Betreuung", so Janisch weiter.

"Wir sollten die prognostizierten Kostensteigerungen daher nicht einfach hinnehmen, sondern Alternativen ins Auge fassen. Dabei würde ich Bürgermeister Häupl und seinem designierten Nachfolger Michael Ludwig dringend empfehlen, sich ein Beispiel an ihrem burgenländischen Amtskollegen Hans Niessl zu nehmen, der mit Anfang des Jahres eine zusätzliche Förderung für die 24-Stunden-Betreuung in den eigenen vier Wänden eingeführt hat. Kurzfristig sind damit zwar zusätzliche Ausgaben verbunden, im Endeffekt kann die öffentliche Hand aber viel Geld sparen."
Harald G. Janisch, Obmann der Fachgruppe "Personenberatung und Personenbetreuung

Das belegen Berechnungen des Niederösterreichischen Landesrechnungshofes. Demnach erspart sich das Land Niederösterreich trotz guter Förderung der Betreuung in den eigenen vier Wänden bis zu 1.500 Euro pro Betroffenem und Monat gegenüber den Kosten für einen Pflegeheimplatz.

Pflegeausgaben an den Bedürfnissen der Bürger ausrichten

"Und vor allem wissen wir aus vielen Befragungen", so Janisch, "dass Menschen, die die Herausforderungen des Alltags nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen können, am liebsten zu Hause wohnen bleiben – wenn es finanziell machbar ist. Eine bessere Förderung der Betreuung in den eigenen vier Wänden würde daher nicht nur das stark unter Druck stehende Wiener Budget entlasten, sondern auch den Bedürfnissen der Betreuungs- und Pflegebedürftigen entsprechen."

 

Über die Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung

Die Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung der Wirtschaftskammer Wien vertritt unter anderem mehr als 11.000 selbständige Personenbetreuerinnen und -betreuer sowie rund 200 Vermittlungsagenturen. In den vergangenen Jahren hat die Fachgruppe größte Anstrengungen unternommen, um eine konsequente Steigerung der Qualität in der selbständigen 24-Stunden-Betreuung zu ermöglichen. Unter anderem wurden für Vermittlungsagenturen strenge Standes- und Ausübungsregeln eingeführt, und es wurde eine PersonenbetreuerInnen-Akademie gegründet. Derzeit wird in Kooperation mit dem Sozialministerium an einem Gütesiegel für Vermittlungsagenturen gearbeitet.


 

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