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Vorsteuererstattung aus dem Ausland: Zwei Fristen sind zu beachten

Unternehmer, die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, können sich Vorsteuern, die außerhalb Österreichs angefallen sind, erstatten lassen. Innerhalb der EU-Mitgliedstaaten bis 30. September, in Drittländern bis 30. Juni

Innerhalb der EU ist der 30. September Stichtag für die Vorsteuerrückerstattung, bei Drittstaaten ist er bereits der 30. Juni.
© Monster Ztudio /Shutterstock Innerhalb der EU ist der 30. September Stichtag für die Vorsteuerrückerstattung, bei Drittstaaten ist er bereits der 30. Juni.

Die Vorsteuerrückerstattung in Drittländern ist nur mittels Formular möglich. Eine Unternehmerbescheinigung U70 ist vorzulegen. Die Frist für das Einlangen der Anträge ist der 30. Juni. Für die Erstattung der Vorsteuerbeträge in anderen Mitgliedsstaat innerhalb der Europäischen Union (EU) wurde die Frist für die Einbringung des Erstattungsantrages um drei Monate verlängert. Anträge müssen bis 30. September des Folgejahres gestellt werden. Die Frist selbst ist eine Fallfrist: alle Anträge, die nicht oder nicht vollständig bis zum Ende der Frist im Erstattungsmitgliedsstaat eingelangt sind, werden abgelehnt.


Wo können österreichische Unternehmen um Erstattung der Vorsteuerbeträge in anderen EU-Mitglieds-staaten ansuchen? 
Die Antragstellung erfolgt für die Vorsteuererstattung nicht mehr in jenem Mitgliedsstaat, in dem die Vorsteuer angefallen ist, sondern in jenem, in dem der Unternehmer ansässig ist. Für österreichische Unternehmer bedeutet dies, dass sämtliche Erstattungsanträge in elektronischer Form über Finanzonline eingereicht werden können.

 

Ist für jeden Mitgliedsstaat ein eigener Antrag zu stellen oder ist ein Sammelantrag möglich?
Sammelanträge sind nicht möglich, für jeden Erstattungsmitgliedsstaat ist ein eigener Antrag zu stellen.

 

Müssen wie in der Vergangenheit Unternehmerbescheinigungen beigebracht werden?
Da der Antrag über Finanz Online durch österreichische Unternehmer in Österreich gestellt wird, ist eine Vorlage der Unternehmerbescheinigung-U70 nicht mehr nötig.

 

Sind die Anträge wie in der Vergangenheit in der Landessprache des Erstattungsmitgliedsstaates zu stellen?
Erstattungsanträge österreichischer Unternehmer über Finanzonline werden einheitlich für alle Mitgliedsstaaten in Deutsch gestellt. Die Angaben im Erstattungsantrag wurden vereinheitlicht, um eine effizientere und schnellere Abwicklung der Erstattungsanträge zu ermöglichen.

 

Müssen Originalrechnungen eingereicht werden oder sind gescannte Rechnungen dem Antrag anzuschließen?
Die Übermittlung der jeweiligen Papierrechnungen/Einzeldokumente ist im elektronischen Verfahren nicht mehr erforderlich. Der Erstattungsmitgliedsstaat kann jedoch bei Rechnungen über 1000 Euro bzw. bei Kraftstoffrechnungen über 250 Euro die Vorlage einer Kopie verlangen.

Achtung:
Die Steuerverwaltung Deutschlands verlangt die Übermittlung der Rechnungen mit den oben angeführten Wertgrenzen zwingend. Dies hat in den letzten Jahren zu Ablehnungen vor Erstattungsanträgen geführt. Nunmehr bekommt der Antragsteller per E-Mail die Aufforderung die Belege nachzureichen, wenn diese nicht schon beim Antrag hochgeladen und übermittelt wurden.
Gibt es Mindestbeträge für eine Erstattung?
Ja, der Mindestbetrag für den Jahreswert bzw. den Restwert des Jahres beträgt 50 Euro. Jener für einen unterjährigen Mindestzeitraum von drei Monaten 400 Euro.

 

Wie erfolgt die Bestätigung des Einlangens der Anträge?
Der Antragssteller erhält je Antrag zwei elektronische Bestätigungen des Einlangens seines Antrages. Es wird das Einlangen des Antrages über Finanzonline bestätigt, außerdem wird das Einlangen des Antrages im Erstattungsmitgliedsstaat bestätigt.Eine Überprüfung der Databox nach Einbringen der Anträge ist daher zu empfehlen, da es vorkommen kann, dass zwar das Einlangen im österreichischen System bestätigt wird, die Übermittlung in den Erstattungsmitgliedstaat jedoch nicht erfolgt. Eine zusätzliche schriftliche Bestätigung des Einlangens im Erstattungsmitgliedstaat ist nicht vorgesehen!

 

Gibt es ein beschleunigtes Erstattungsverfahren bzw. sind Fristen für die Abwicklung des Verfahrens vorgesehen?
Die einheitlichen Fristen zur Erledigung des Antrages und zur Vornahme der Erstattung betragen vier Monate, bei Anforderung von zusätzlichen Informationen bis zu acht Monate. Sollte der Erstattungsstaat die Fristen nicht eingehalten haben, so stehen dem Antragssteller Zinsen zu, wenn er seinerseits die für ihn vorgesehenen Fristen eingehalten hat.

 

Wo finde ich weitere Informationen? 
Auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen gibt es einen Leitfaden zum Antrag auf Vorsteuererstattung in einem anderen Mitgliedsstaat.

 

Wie funktioniert die Rückerstattung in Drittländern? 
Die Vorsteuerrückerstattung in Drittländern ist nur mittels Formular möglich. Eine Unternehmerbescheinigung U70 ist vorzulegen. Die Frist für das Einlangen der Anträge ist hier der 30. Juni, wobei das Risiko eines langen Postweges zu Lasten des österreichischen Antragstellers geht. Da in den einzelnen Drittstaaten unterschiedliche Möglichkeiten der Erstattung bestehen, raten wir vor dem Einbringen eines Erstattungsantrags zu einer Kontaktaufnahme mit dem örtlichen AußenwirtschaftsCenter der WKO.

 

Gibt es Ausschlüsse vom Vorsteuerabzug? 
Ja, es bestehen Ausschlüsse, die stark von Land zu Land variieren. Die AußenwirtschaftsCenter der Wirtschaftskammer Österreich stehen hier im Bedarfsfall für Auskünfte zur Verfügung, da sich die Ausschlüsse nach dem jeweilig gültigen Umsatzsteuergesetz des Vergütungsstaates richten.

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