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Von der NoVA bis zum Dienstwagen: Sie fragen, wir antworten

Tausende Wiener Unternehmer lassen sich von den Experten der Wirtschaftskammer Wien beraten. Ein Auszug der aktuellen Fragen.

Die wichtigsten Infos zu Ihren Fragen: Was gilt es bei Dienstfahrten zu beachten, wer zahlt die NoVA und wie sollte man die Privatnutzung von Dienstfahrzeugen durch den Arbeitnehmer am besten regeln?
© ddisq/Shutterstock Die wichtigsten Infos zu Ihren Fragen: Was gilt es bei Dienstfahrten zu beachten, wer zahlt die NoVA und wie sollte man die Privatnutzung von Dienstfahrzeugen durch den Arbeitnehmer am besten regeln?

Steuerrecht

  • Welche Fahrzeuge unterliegen der NoVA-Pflicht?
    Der NoVA-(Normverbrauchsabgaben-)Pflicht unterliegen Krafträder und Pkw sowie andere hauptsächlich zur Personenbeförderung gebaute Kraftfahrzeuge, nicht jedoch Lkw. Von der NoVA-Pflicht grundsätzlich umfasst sind auch Vorführkraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuge zur kurzfristigen Vermietung. Für diese kann jedoch eine Steuerbefreiung im Wege der Vergütung unter Nachweis des begünstigten Verwendungszweckes in Anspruch genommen werden.
  • Wer muss die NoVA abführen? Wen trifft die Steuerlast wirtschaftlich?
    Grundsätzlich berechnet der Fahrzeughändler die NoVA und führt diese auch ans Finanzamt ab. Wirtschaftlich trifft die Steuerlast aber durch Überwälzung den Empfänger der Lieferung. Bei Eigenimporten liegen diese Pflichten bei demjenigen, auf den das Fahrzeug erstmalig in Österreich zugelassen wird bzw. im Fall des innergemeinschaftlichen Erwerbes beim Erwerber.
  • Kann man einen Dienstwagen steuerlich abschreiben?
    Ja. Das Gesetz legt aber eine Nutzungsdauer von mindestens acht Jahren fest. Für Lkw oder Busse ist die aufgrund der betrieblichen Verwendung voraussichtliche Nutzungsdauer maßgeblich, üblicherweise fünf Jahre. Bei gebrauchten Pkw oder Kombis kommt die Differenzmethode zur Anwendung. Dabei wird von der Mindestnutzungsdauer von acht Jahren der Zeitraum der Nutzung durch den Vorbesitzer abgezogen. Ergibt sich durch die Differenzmethode aber eine Nutzungsdauer, die kürzer ist als die tatsächlich zu erwartende, ist diese „echte” Nutzungsdauer anzusetzen. Anschaffungskosten werden bis zu einer Angemessenheitsgrenze von 40.000 Euro als betrieblich veranlasst anerkannt. Bei teureren Kfz sind sowohl die Anschaffungskosten über der Grenze als auch die vom Wert abhängigen laufenden Kosten (z.B. Versicherung) als Privataufwand steuerlich nicht abzugsfähig. Die Angemessenheitsgrenze gilt auch für Gebrauchtfahrzeuge.

Verkehrsservice

  • Was ist bei Dienstfahrten ins Ausland zu beachten?
    Wenn im Zulassungsschein des Firmenfahrzeuges der Name der Firma aufscheint und dieser nicht mit dem Namen des Lenkers im Führerschein übereinstimmt, kommt es vor allem in den östlichen Nachbarländern immer wieder zu Problemen, da die Zollbeamten bzw. die Polizei das rechtmäßige Lenken des Fahrzeuges anzweifeln. Anfragen der ausländischen Behörden, ob das Fahrzeug als gestohlen gemeldet ist, können für den Fahrer oft lästige Verzögerungen mit sich bringen. In Polen gibt es sogar eine Verpflichtung, eine Vollmacht mitzuführen, wenn der Lenker eines im Ausland zugelassenen Fahrzeugs nicht der Halter ist.
  • Wie kann ich diese Probleme vermeiden?
    Von der Wirtschaftskammer wurde ein Vollmachtsformular in unterschiedlichen Landessprachen erarbeitet, das mit firmenmäßiger Zeichnung bestätigt, dass das Firmenfahrzeug rechtmäßig vom eingetragenen Lenker benützt wird. Das Formular steht auf wko.at unter dem Suchbegriff „Dienstfahrten ins Ausland” zum Download bereit.

Arbeitsrecht

  • Was sollte man als Arbeitgeber bei Privatnutzung von Dienstfahrzeugen durch den Arbeitnehmer beachten?
    Der Umfang der Privatnutzung des Firmenfahrzeuges ist zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber zu vereinbaren. In einer schriftlichen Vereinbarung sollten unter anderem auch folgende Punkte detailliert geregelt werden:
    • Widerruf der Privatnutzung
    • Wartung und Kostentragung
    • Sachbezug
    • Meldepflichten und Verhaltensregeln (z.B. bei Unfällen oder Entzug des Führerscheins)
    • Haftung für Schäden

 

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