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Vienna Business School nimmt die Zukunft der HAK in Angriff

Der Standort Augarten plant eine Pilotklasse, die alle wichtigsten Prinzipien der neuen Wirtschaftswelt vereint.Die digi+ Business Class ermöglicht HAK-SchülerInnen eine Ausbildung, die ihnen die Türen zur Zukunft der Unternehmenswelt weit öffnet. Ein Interview mit dem Entwickler der Spezialklasse, MMag. Manfred Lutz.

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© Gerry Frank

Bildung steht im 21. Jahrhundert mehr denn je vor der Herausforderung, up-to-date zu bleiben. Oder soll man sagen: up-to-data? Kaum eine Entwicklung schreitet so schnell voran wie jene der digitalen Welt. SchülerInnen müssen auf Verhältnisse vorbereitet werden, die sich innerhalb ihrer Ausbildungszeit mehrmals verändern und durch weltumspannende Ereignisse wie die Pandemie entscheidend beeinflusst werden.

Die Vienna Business School begreift Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit als Eckpfeiler ihrer Bildungsphilosophie. Die sechs Standorte werden ermutigt, dabei individuelle Wege zu gehen. Auch an der Vienna Business School Augarten unter der Direktion von Mag. Alois Pack wird ständig daran gearbeitet, diese Philosophie im Schulalltag greifbar zu machen. Hier wurde etwa die „plastikflaschenfreie Schule“ mit gebrandeten Trinkflaschen implementiert, die künftig von allen VBS-Standorten übernommen wird. Ab dem Schuljahr 2022/23 bietet die digi+ Business Class, eine Spezialklasse der HAK an der VBS Augarten, die Möglichkeit der zielorientierten Vorbereitung auf eine digital getriebene und zusehends vom Nachhaltigkeitsgedanken getragene Wirtschaftswelt.

Entwickelt wurde diese Spezialklasse in den vergangenen zwei Jahren vom Pädagogen MMag. Manfred Lutz, der selber an der Vienna Business School Augarten unterrichtet. Ein Gespräch über die Anforderungen an die Berufseinsteiger von morgen – und was Schule dafür leisten kann.

Warum braucht es eine neue Spezialklasse für HAK-SchülerInnen?

MMag. Manfred Lutz: Digitale Konzepte sind bereits im Schulsystem und in vielen Klassen entwickelt und verankert, wurden aber in meinen Augen nicht zu Ende gedacht. Die reine Verwendung eines Laptops bedeutet keine volle Digitalisierung, auch dringt diese nicht in alle Fächer durch. Hier soll durch das neue Konzept ein umfassender Einsatz der Hardware sowie der entsprechenden Software-Lösungen im gesamten Unterricht erfolgen.

Wie soll man sich den Schulalltag in der digi+ Business Class vorstellen?

Man sieht den Ansatz im Großen wie im Kleinen. Die SchülerInnen arbeiten mit einer modernen digitalen Ausstattung mit Stift-Endgeräten – und bereits ab der ersten Klasse vollkommen papierlos. Dieses Konzept vereint sich nahtlos mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit, der natürlich eine große Rolle spielt.

Wie äußert sich das in der Praxis?

Es beginnt damit, dass die Klasse mit Ökostrom versorgt wird und alle Reisen mit der Bahn unternimmt. Alle SchülerInnen werden außerdem zu Peers für mehr ökologisches Bewusstsein an der Schule ausgebildet. Die Gestaltung der Nachhaltigkeitstage der Schule und die Mitarbeit bei ökologischen Schulzertifizierungen gehört ebenso zur digi+ Business Class wie Pflichtpraktika und Diplomarbeiten mit Fokus auf Ökologie und Nachhaltigkeit.

Und im Unterricht selbst?

Da gibt es die Spezialisierungsmöglichkeit im Ausbildungsschwerpunkt „Ökologisch orientierte Unternehmensführung“ ab dem dritten Jahrgang sowie ein spezielles Portfolio an Unverbindlichen Übungen – von Sozialem Engagement zu Öko- und Social-Media-Marketing. So werden die Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen nach der Schulausbildung multipliziert.

Ein Aspekt, der die Wirtschaft immer mehr prägt, ist die Internationalität. Wie geht man damit in der digi+ Business Class um?

Den internationalen Charakter der Ausbildung stärken englischsprachige Unterrichtssequenzen in ausgewählten Fächern ab dem zweiten Jahrgang nach dem CLIL-Prinzip (CLIL = Content and Language Integrated Learning). In einem dreiwöchigen, englischsprachigen Work-Placement können die Schüler*innen dann praktische Erfahrung in international orientierten Unternehmen sammeln.

Klingt nach einem dichten Programm...

… bei dem aber auch Spaß und Kreativität nicht zu kurz kommen. Letztere ist oft genug der Schlüssel zum Erfolg. Klassenaktivitäten umfassen deshalb auch Selbstversorger- und meeresbiologische Tage und eine Österreich-Aktivwoche, bei der an fünf Tagen vier Orte in drei Bundesländern besucht werden – inklusive zwei Betriebsbesichtigungen und das Erklimmen eines Berggipfels. Und schließlich sollen Partnerschaften mit innovativen Wiener Betrieben den Schüler*innen der digi+ Business Class im Rahmen von Praktika erste Erfahrungen in digitalisierten, nachhaltigen Unternehmen ermöglichen.

Welche Arbeitgeber profitieren besonders von HAK-AbsolventInnen mit einer derartigen Spezialisierung?

Die einfache Antwort lautet: Alle. Weil die Inhalte dieser Ausbildung über kurz oder lang in fast allen Branchen Anwendung finden – oder sogar finden müssen. Aber um ein konkretes Beispiel zu nennen: Das sind etwa börsennotierte Unternehmen, die regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte vorlegen und den AktionärInnen Rechenschaft über ihr Engagement in der Nachhaltigkeit ablegen müssen.

Und international?

Da gibt es eine große Bandbreite: internationale Unternehmen, große Marken, Banken, Versicherungen, die Konsumgüterindustrie, aber auch Startups und Unternehmen auf dem Sprung in die Internationalität oder Börsennotierung, die Allrounder brauchen. Nicht zu vergessen: technik-lastige Branchen und Handelsbetriebe, die nachhaltige Lieferketten aufbauen wollen. Man denke nur an den aktuellen EU-Plan zur ,sustainable corporate governance‘, also einer Richtlinie für nachhaltige Lieferketten.

Ein sehr umfassendes und integriertes Angebot …

das es meines Wissens in dieser Form erstmals in Wien gibt.

Wer ist Ihre Zielgruppe für diese Klasse?

SchülerInnen, für die Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Internationalität keine Fremdwörter sind, und die auch in diesen Bereichen ihre berufliche Zukunft sehen.

Über die Vienna Business School und den Fonds der Wiener Kaufmannschaft

Unter der Dachmarke Vienna Business School betreibt der Fonds der Wiener Kaufmannschaft sechs Schulstandorte, davon fünf in Wien und einen in Niederösterreich. Damit ist er der zweitgrößte private Schulbetreiber Österreichs. Das Ausbildungsangebot der Vienna Business School reicht von Handelsakademien über Handelsschulen bis hin zu Aufbaulehrgängen. Die Kaderschmiede der Wirtschaft gibt jungen Nachwuchstalenten eine exzellente Basis für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Darüber hinaus bietet der Fonds der Wiener Kaufmannschaft mit der „Park Residenz Döbling“ Seniorenwohnen auf höchstem Niveau an. 

Manfred Lutz
© Manfred Lutz, VBS Augarten MMag.Manfred Lutz, Entwickler der digi+ Business Class

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