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Vielfalt der Märkte erhalten

Seit 1. Juli gilt in Wien ein Nebenrechteverbot für neue Markthändler. Eine unfaire Entscheidung zum Nachteil der Märktevielfalt, kritisiert Margarete Gumprecht, Obfrau des Wiener Lebensmittelhandels.

© wkw

Ein schneller Imbiss oder Mittagessen beim Lebensmittel-Marktstandler, ein Kaffee mit dem Geschäftspartner beim Lieblingsstand auf dem Markt - all das ist seit 1. Juli nicht mehr möglich. Denn bei der Neuanmeldung von Gemüse- und anderen Lebensmittelständen wird ab diesem Datum die Verabreichung von Speisen einfacher Art untersagt werden. „Eine absolute Fehlentscheidung, die ich nicht nachvollziehen kann. Gerade die Vielfalt macht den Charakter der Wiener Märkte aus, für Einwohner und für Touristen”, ärgert sich Margarete Gumprecht, Obfrau des Wiener Lebensmittelhandels der Wirtschaftskammer Wien. Konsumenten erwarten sich eben diese Vielfalt mit dem einzigartigen Einkaufserlebnis, ist Gumprecht überzeugt.

„Jeder sollte seine Leberkäs-Semmel auch dort essen können, wo sie gekauft wurde.”
Margarete Gumprecht, Obfrau des Wiener Lebensmittelhandels

Bislang gab es in der Wiener Marktordnung drei Genehmigungsverfahren für Marktstände - Gastronomie, Handel und Dienstleistung. Im Sinne der Ausgewogenheit darf jedoch höchstens ein Drittel der Marktfläche für die Verabreichung von Speisen und für den Ausschank von Getränken vorgesehen sein. 

Nebenrecht ist in der Gewerbeordnung verankert

Händler bekamen bislang die Genehmigung für das Betreiben eines kleinen Gastro-Standes mit bis zu acht Sitzplätzen als so genanntes Nebenrecht zugestanden. „Es kann nicht sein, dass Lebensmittelhändler jetzt dafür büßen müssen, dass die Stadt es jahrelang verabsäumt hat, die Vergabe der Marktstände nach Branchenausgewogenheit zu organisieren. Auf dem Rücken der neuen Antragsteller soll die Marktordnung nun offenbar wieder rigoroser durchgesetzt werden”, sagt Gumprecht. Sie fordert, dass neue Markthändler dieses Gastro-Nebenrecht, das ihnen laut Gewerbeordnung zusteht, auch bewilligt bekommen. „Einfach gesagt: Jeder, der sich eine warme Leberkäs-Semmel bei einem Lebensmittelstand am Markt kauft, sollte sie dort auch essen dürfen”, erklärt Gumprecht.  

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