th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Die richtigen Angaben auf Geschäftspapieren

Unternehmer müssen auf ihren Geschäftspapieren bestimmte Angaben machen. Welche genau, hängt von der Rechtsform des Unternehmens, von der Art des Geschäftspapiers und von der Form der Übermittlung ab.

© wkw

Unternehmen sind dazu verpflichtet, auf Geschäftspapieren, wie etwa Geschäftsbriefen und E-Mails, bestimmte Angaben über das Unternehmen zu machen. Welche das sind, wird in unterschiedlichen Gesetzen festgelegt, wie etwa dem Unternehmensgesetzbuch oder auch der Gewerbeordnung. Hier ein Überblick über die wichtigsten Angaben, die Unternehmen machen müssen.

Von Firmenname und Rechtsform bis Firmenbuchnummer

Alle im Firmenbuch eingetragenen Unternehmen müssen unabhängig von ihrer Rechtsform auf ihren Geschäftsbriefen, Bestellscheinen und E-Mails, die an einen bestimmten Empfänger gerichtet sind, sowie auf  Webseiten folgende Angaben machen:

  • den Firmenname,
  • die Rechtsform,
  • den Sitz gemäß Firmenbuch,
  • die Firmenbuchnummer und
  • das Firmenbuchgericht.
  • Befindet sich das Unternehmen in Liquidation, so ist auch dieser Hinweis aufzunehmen

Bei Offenen Gesellschaften (OG) sowie Kommanditgesellschaften (KG), bei denen kein unbeschränkt haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist, also insbesondere bei der GmbH & Co KG, sind diese Angaben nicht nur über die KG, sondern auch über den unbeschränkt haftenden Gesellschafter, also die GmbH, zu machen. Einzelunternehmer haben auch ihren Namen anzugeben, wenn dieser sich von der Firma unterscheidet. Genossenschaften haben auch die Art ihrer Haftung anzugeben. Dies ist deswegen erforderlich, weil aufgrund der neuen Firmenbildungsvorschriften in der Firma der Genossenschaft selbst ein Hinweis auf die Haftung nicht mehr zu erfolgen hat. Bei Kapitalgesellschaften muss immer dann, wenn Angaben über das Kapital gemacht werden, das Grund-beziehungsweise Stammkapital inklusive dem Gesamtbetrag der allfällig noch ausstehenden Einlagen angegeben werden. Bei inländischen Zweigniederlassungen eines Unternehmens mit ausländischer Hauptniederlassung oder ausländischem Sitz sind die vorhin genannten Angaben jedenfalls hinsichtlich der Hauptniederlassung zu machen. Darüber hinaus sind aber auch der Firmenname, die Firmenbuchnummer sowie das Firmenbuchgericht der Zweigniederlassung anzuführen.

Geschäftsbriefe, Bestellscheine, Lieferscheine und Rechnungen

Die Angaben sind auf einer Vielzahl von Geschäftspapieren und Bestellscheinen bzw. auch online zu machen: Unter Geschäftsbriefen und Bestellscheinen versteht man nur solche Mitteilungen, die an einen bestimmten Empfänger gerichtet sind. Zeitungsanzeigen oder Postwurfsendungen, die an einen unbestimmten Personenkreis gerichtet sind („an einen Haushalt”) zählen zum Beispiel nicht dazu. Sehr wohl betroffen sind aber an bestimmte Empfänger gerichtete Anbote, Lieferscheine, Rechnungen, Preislisten etc. Ebenso sind auch Geschäfts-E-Mails und die Website von der Regelung erfasst.

Vorsicht mit Abkürzungen

Nach der Gewerbeordnung müssen nicht im Firmenbuch eingetragene Unternehmer zur äußeren Bezeichnung ihrer Betriebsstätte sowie auf den Geschäftsurkunden und auf einer Website ihren Namen verwenden. Auf den Geschäftsurkunden sowie auf der Website ist überdies auch der Standort der Gewerbeberechtigung anzuführen. In der Werbung dürfen Abkürzungen dieses Namens oder andere Bezeichnungen verwendet werden (Geschäftsbezeichnungen), dürfen aber nicht in die Irre führen. Auch diese Abkürzungen oder Geschäftsbezeichnungen müssen zur Kennzeichnung des Unternehmens geeignet sein und Unterscheidungskraft besitzen. Im Firmenbuch eingetragene Unternehmer sowie Gesellschaften müssen zur äußeren Bezeichnung ihrer Betriebsstätte den im Firmenbuch eingetragenen Firmenwort laut verwenden.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Servicenews
Newsportal Der richtige Weg zur elektronischen Archivierung von Rechnungen

Der richtige Weg zur elektronischen Archivierung von Rechnungen

Die elektronische Archivierung von Rechnungen bringt Vorteile, wie Platz- und Kosteneinsparungen mit sich.  Werden allerdings elektronisch abgespeicherte Eingangsrechnungen falsch archiviert, kann der Vorsteuerabzug aberkannt werden. mehr

  • Servicenews
Newsportal Zielgenau in die nächste Ladezone

Zielgenau in die nächste Ladezone

In Wien gibt es rund 2600 Ladezonen. Dort können Unternehmen bei Liefer- und Ladetätgkeiten mit ihren Fahrzeugen halten. Die Ladezonen-App der Wirtschaftkammer zeigt, wo die nächste Ladezon ist. mehr

  • Servicenews
Newsportal Vorsorgen, damit sich Strafen nicht auch noch vervielfachen

Vorsorgen, damit sich Strafen nicht auch noch vervielfachen

Weil in einem Gastronomiebetrieb die Arbeitsaufzeichnungen fehlten, wurden den drei Geschäftsführern insgesamt 69 Strafdelikte vorgeworfen. Dank Beratung durch Experten der Wirtschaftskammer Wien konnte überhöhte Strafausmaß abgewendet werden. mehr