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Unternehmer ergreifen in der Krise die Initiative

Regionale Versorgung steht jetzt für viele an erster Stelle. Betriebe reagieren und gehen mit ihrem Sortiment online, sorgen für Zustellungen, bieten Gutscheine für das Leben nach der Krise an oder stellen neue Dienstleistungen bereit. Online-Plattformen vermitteln, wo man was findet.

Die Wiener Märkte haben weiterhin für den täglichen Einkauf geöffnet und beliefern ihre Kunden jetzt auch verstärkt. Ein Service, der vor allem für jene Wiener wichtig ist, die zur Corona-Risikogruppe zählen.
© Florian Wieser Die Wiener Märkte haben weiterhin für den täglichen Einkauf geöffnet und beliefern ihre Kunden jetzt auch verstärkt. Ein Service, der vor allem für jene Wiener wichtig ist, die zur Corona-Risikogruppe zählen.

Es war ein Schock, als die Maßnahmen der Regierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus auf einen Schlag das Leben veränderten. Die langfristigen Auswirkungen sind noch nicht abzusehen. Kurzfristig haben sich jedoch schon viele regionale Initiativen gebildet, die darauf abzielen, Unternehmen und Konsumenten in dieser Situation zu unterstützen.

„Regional einkaufen ist jetzt lebenswichtig.”
Rainer Trefelik, Handelsobmann

Viele Betriebe bieten, soweit möglich, online ihre Produkte und Dienstleistungen für Konsumenten an. Viele Initiativen sind aber auch im Business-to-Business-Bereich angesiedelt, wo Unternehmer einander Unterstützung auf ganz vielen Ebenen anbieten, teilweise sogar kostenlos. „Alle helfen zusammen, damit die Versorgung erhalten bleibt. Für unsere Wirtschaft, für die vielen kleinen und Kleinstbetriebe ist es jetzt überlebenswichtig, dass alle regional einkaufen”, so Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel der Wirtschaftskammer Wien. „Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten, damit nach der Aufhebung der jetzigen Beschränkungen alle Geschäfte wieder aufsperren können. Damit die Nahversorger nicht verschwinden”, so Trefelik weiter. Er setzt sich derzeit dafür ein, dass Betriebe - vor allem aus dem Handel und der Gastronomie - ihr Profil im Firmen A-Z der WK Wien ergänzen, wenn sie online ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten können (ehr als 400 Betriebe haben dies schon getan und können dort von Konsumenten gefunden werden.

Situation birgt auch große Chance

Ob auf Bezirksebene, Wien-weit oder österreichweit - es gibt es noch viele andere Plattformen. Sie matchen ebenfalls regionales Angebot und Nachfrage online. Mit dabei sind auch Jobvermittlung oder Beratungen zwischen Betrieben. Viele IT-Dienstleister helfen, wenn es um Telearbeit geht, Experten beraten, wie man die Krise finanziell und persönlich leichter durchsteht. Ein Beispiel ist Hietzing, wo sich gleich in den ersten Tagen der Krise Kleinbetriebe in zwei Grätzelinitiativen zusammengefunden haben (siehe links unten). „Ich finde es großartig, dass die Unternehmer so initiativ sind”, sagt Anita Stadlmann, WK Wien-Bezirksobfrau in Hietzing. Die Situation berge auch die große Chance, darauf aufmerksam zu machen, was die lokalen Betriebe bieten und neue Kunden zu künftigen Stammkunden zu machen.

Jede Aktion, die das regionale Einkaufen fördert ist willkommen

Im 11. Bezirk hat WK Wien-Bezirksobmann Joe Witke mit Bezirksvorsteher Paul Stadler die Aktion „Simmeringer unterstützen Simmeringer” gestartet. Gesucht sind Unternehmer aus dem Bezirk, die in der jetzigen Situation Waren oder Dienstleistungen liefern können, die anderen helfen. „Wir Simmeringer leben nach dem Motto: Einer für alle, alle für einen”, sagt Witke.”. „Jede Aktion, die das regionale Einkaufen fördert ist willkommen. Die Waren sind da und warten auf Kunden. Es ist wichtiger denn je, dass die Konsumenten nach der Ausgangssperre wieder in die Geschäfte kommen. Halten wir zusammen, es geht um viel”, sagt Trefelik abschließend.

  • Drehscheiben für Angebote

Die Liste der Betriebe, die ihre Dienste online anbieten und sich auf Plattformen zusammenfinden, wird stündlich länger. Hier ein kleiner Auszug:

  • Wiener Märkte: Märkte als Grätzel-Lieferanten
    Auch die Wiener Marktstandler haben in Windeseile auf die geänderten Bedingungen reagiert und bieten nun Lieferservice an - auf einigen Märkten sogar gebündelt für alle Markthändler, die weiterhin offen halten. Am Karmelitermarkt hat Martin Steffel, Chef von Feinkost Höttinger, die Warenzusammenstellung und -Auslieferung übernommen. „Wir haben einen Nahversorgungsauftrag und viele Kunden, die auf uns vertrauen”, sagt Steffel zu seinen Beweggründen. Er engagiere sich auch, um die anderen Unternehmer auf dem Markt zu motivieren. Etwas zu tun sei besser als den Kopf in den Sand zu stecken. „Es geht um Hilfe vom Grätzel für das Grätzel”, sagt Markus Hanzl, Obmann des Wiener Gremiums des Markthandels. Wichtig sei nun, dass die Wiener Bevölkerung dieses Angebot nutzt. „So können Arbeitsplätze erhalten bleiben, die Wien zu dem machen, was es ist: bunt, freundlich und vielseitig.”
  • Hietzing: Unternehmer halten zusammen
    Den Grätzelgedanken stärken, zeigen, was Kleinbetriebe leisten und ihnen über diese schwierige Zeit zu helfen - das will Unternehmer Lorenz Goldnagl mit der von ihm initiierten Website „Hilfe.Hietzing.at”. Dort sind Hietzinger Betriebe aufgelistet , die in Corona-Zeiten Kunden beliefern - von Gastrobetrieben über Händler und Buchläden bis zu E-Learning-Anbietern und Beratern. Kleinbetriebe sollen dadurch sichtbarer werden, sagt Goldnagl. Zusammenhalten heißt es auch bei „Das Kisterl”, einem Hietzinger Nahversorger, der jetzt auch anderen Betrieben aus dem Bezirk die kostenlose Möglichkeit gibt, ihre Produkte über seinen Webshop zu verkaufen. Die WK Wien übernimmt in der Anfangsphase Zustell- und Versandkosten. Beide Initiativen freuen sich über weitere Unternehmen aus dem 13. Bezirk.
  • Wiener Einkaufsstraßen: Liste der Anbieter online finden 
    Das Einkaufsstraßen-Management der Wirtschaftskammer Wien setzt sich für den Erhalt der Angebotsvielfalt in den Wiener Einkaufsstraßen und die Unterstützung der lokalen Nahversorger ein. Aktuell ist das wichtiger denn je, denn für viele Kleinbetriebe sind mit den Corona-bedingten Geschäftsschließungen die Umsätze komplett weggebrochen - es geht vielerorts um die Existenz. In vielen Bezirken bilden sich daher Initiativen, um den lokalen Betriebe zu helfen. Eine Übersicht bietet die Website des Einkaufsstraßen-Managements, wo etwa die Unternehmer der Wollzeile (Wien 1), die Nahversorger im Bezirk Neubau (Wien 7), die Einkaufsstraße Obkirchergasse (Wien 19) und einige weitere, Wien-weite oder sogar österreichweite Websites, die Online-Shops und Nahversorger schon mit dabei sind. Die Liste wird laufend erweitert. Generell wird auf der Einkaufsstraßen-Website an die Solidarität der Wiener appelliert und um Unterstützung für die regionalen Betriebe geworben. 

Firmen A-Z: Als Online-Betrieb registrieren

Wer aktuell Waren und Dienstleistungen - unter anderem auch in Form von Gutscheinen - anbietet und zustellt, kann sein Unternehmen auf der Homepage der Wirtschaftskammer Wien in wenigen Schritten für die Suchmaschine freischalten. Vor allem regionale Händler und Gastronomiebetriebe können davon profitieren.

  • Anmelden unter „Mein WKO”
  • Daten bearbeiten beim „Firmen A-Z Profil”: Auszeichnungen & Zertifikate, Kontaktinfos, Produkte & Leistungen sowie Branchenkataloge. (Wenn das „Firmen A-Z Profil” fehlt, ist das „Administrator werden” zur Nutzung der WKO-Onlineangebote erforderlich.)
  • Weiters kann man sein Logo und Titelbild hochladen, um die Seite individuell zu gestalten.
  • Auf der Website wko.at können Konsumenten und Betriebe dann in Produktkategorien suchen und nach Bezirken filtern. Die Aktion wird Schritt für Schritt auf ganz Österreich ausgeweitet.

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