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Eipeldauer: Unserer Branche Gehör verschaffen

An Gesetzen und Önormen im Sinne der Branche mitzuwirken, sieht Wiens Innungsmeister Herbert Eipeldauer als die wichtigste Aufgabe der Interessenvertretung. Auch die Sicherung der Ausbildungsqualität ist ihm ein wichtiges Anliegen.

Eipeldauer
© H. Eipeldauer

Auch wenn ihre Expertise für Pflanzen Landschaftsgärtner, Friedhofsgärtner und Floristen verbindet - jede Branche habe ihre eigenen Herausforderungen und Anliegen, sagt Herbert Eipeldauer, Innungsmeister der Wiener Gärtner und Floristen. Insgesamt vertritt er - gemeinsam mit den Berufszweigobleuten Lorenz Pridt (Floristen) und Thomas Hirschbeck (Friedhofsgärtner) - mehr als 1000 Betriebe.

„Der Landschaftsgärtner hat ein gutes Image.”
Herbert Eipeldauer, Innungsmeister

Die Branche der Landschaftsgärtner ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen - „sowohl die Zahl der Betriebe als auch ihr Markt”, sagt Eipeldauer. Der Beruf genieße ein gutes Image, nicht nur Private greifen heute gern auf die Expertise der Landschaftsgärtner zurück. Auch bei Wohnanlagen steige der Qualitätsanspruch an die Grünräume, so der Innungsmeister. „Attraktive Grünanlagen dienen heute oft sogar als Verkaufsargument für Wohnungen.”

Neues Gütesiegel für Friedhofsgärtner

Schwieriger ist die Situation bei den Floristen und den Friedhofsgärtnern. Den Floristen setzt branchenfremde Konkurrenz mit Dumpingpreisen zu. Die Friedhofsgärtner kämpfen mit einem bestenfalls stagnierenden Markt. Zudem sind sie mit der Gewerberechtsreform 2017 zum freien Gewerbe geworden. Arrivierte Fachbetriebe haben laut Eipeldauer nun zusehends das Problem, sich abzuheben. Mit dem Gütesiegel „Fachbetrieb Friedhofsgärtner”, das seit kurzem an Unternehmen mit nachgewiesener Fachqualifikation verliehen wird, will die Branche gegensteuern. Qualität ist auch das Leitthema der Innung in der Ausbildung. Es gibt ein breites Aus- und Fortbildungsprogramm für alle Berufszweige und alljährlich Wettbewerbe für Jungfloristen, die der Berufsgruppe viel Aufmerksamkeit bringen. Weit gediehen ist auch die Arbeit an der neuen dualen Akademie. Maturanten sollen dort in verkürzter Lehrzeit zu Floristen und Landschaftsgärtnern ausgebildet werden. Betriebe würden ältere Lehrlinge schätzen, sagt Eipeldauer und hofft auf viel Interesse auch bei der Jugend.

Umsetzbarkeit für Kleinbetriebe

Als wichtigste Aufgabe der Interessenvertretung sieht es der Innungsmeister aber, der Branche bei der Gestaltung neuer Gesetze, Vorschriften und Önormen Gehör zu verschaffen. Es gehe darum, „beizeiten Auswirkungen auf die Branche einzuschätzen und mögliche negative Folgen abzuwenden”, sagt er. Besonders die Umsetzbarkeit für Kleinbetriebe liegt ihm am Herzen. Ab Dezember braucht beispielsweise jede Pflanze auf ihrem gesamten Handelsweg vom Erzeuger bis zum letzten Inverkehrbringer einen Pflanzenpass, der ihre Herkunft und Gesundheit bescheinigt - grundsätzlich gut, sagt Eipeldauer. Aber für Kleinbetriebe, die nicht regelmäßig oder in überschaubaren Mengen Pflanzen an andere lokale Erzeuger abgeben, bringe das einen enormen bürokratischen Aufwand. Der Innungsmeister will daher für diese Unternehmer noch Ausnahmen erwirken. Auch die Anerkennung der Meisterprüfungen für Floristen und Landschaftsgärtner als einer der Stufe 6 des Nationalen Qualifikationsrahmens gleichwertigen Ausbildung ist der Innung ein Anliegen. Jede Innung müsse das für ihr eigenes Handwerk selbst beantragen. Ein umfangreiches Leistungsbild sei dafür zu erstellen, eventuell auch die Ausbildung zu adaptieren, sagt Eipeldauer. „für die Zukunft unserer Branchen ist das sehr wichtig.”

 

Branchenfakten

Die Landesinnung Wien der Gärtner und Floristen setzt sich aus den drei Berufszweigen Landschaftsgärtner (290 Betriebe), Friedhofsgärtner (100 Betriebe) und Floristen sowie Kleinhändler mit Schnittblumen (325 Betriebe) zusammen. Dazu kommen 325 Gartenpfleger- und andere Betriebe mit eingeschränktem Gewerbeumfang. Landschaftsgärtner und Florist sind Handwerke, der Friedhofsgärtner ist seit Herbst 2017 ein freies Gewerbe.


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