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Umsatzsteuer-Senkung für Tourismus, Bücher und Kulturbetriebe

Weil manche Branchen durch die Corona-Krise härter getroffen wurden als andere, hat die Bundesregierung als zusätzliche Hilfsmaßnahme die befristete Senkung der Umsatzsteuer für Gastronomie, Hotellerie und zahlreiche Kunst- und Kulturbetriebe initiiert. Hier die Details.

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© Erik Isakson/Blend Images/Corbis

Um Betriebe in einigen besonders hart getroffenen Branchen zusätzlich zu unterstützen, hat der Nationalrat eine partielle Herabsetzung der Mehrwertsteuer auf fünf Prozent beschlossen. Sie gilt für die Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, die Kultur sowie für den Bereich Publikationen - und zwar für Umsätze im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020. 

Fünf Prozent Umsatzsteuer auf Speisen und Getränke

In der Gastronomie ermäßigt sich der Steuersatz auf die Verabreichung von Speisen und den Ausschank von alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken auf fünf Prozent, wenn sie ihrer Art nach eine Gewerbeberechtigung für das Gastgewerbe erforderlich machen. Auch die Abholung und Zustellung von warmen Speisen und Salaten sowie von offenen Getränken, die normalerweise vor Ort konsumiert werden, fallen unter die Ermäßigung.

Ebenso kommt der fünfprozentige Steuersatz zur Anwendung, wenn die Verabreichung von Speisen oder der Ausschank von Getränken für den Genuss an Ort und Stelle von einer anderen Gewerbeberechtigung mitumfasst wird, wie z.B. der Gastgewerbebereich von Bäckereien, Fleischereien oder Konditoreien. Werden Speisen bzw. Getränke verkauft, die nicht zum sofortigen Verzehr an Ort und Stelle bestimmt sind (z.B. Semmeln, Fleisch oder eine Torte zum Mitnehmen), so ist der fünfprozentige Steuersatz nicht anwendbar

Steuersenkung auch für Übernachtungen und Bücher

Auch für Übernachtungen in Hotels, in anderen Beherbergungsbetrieben und auf Campingplätzen beträgt die Umsatzsteuer im zweiten Halbjahr 2020 fünf Prozent. Weiters wurde im Publikations- und Kulturbereich die Umsatzsteuer in vielen Fällen auf fünf Prozent gesenkt. Dies gilt etwa für gedruckte und digitale Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, Kino-, Theater- und Zirkusvorstellungen, Umsätze aus der Tätigkeit als Künstler sowie die Einfuhr bestimmter Kunstgegenstände. Alle Details dazu sowie Antworten zu häufig gestellte Fragen gibt es auf der Homepage des Finanzministeriums unter www.bmf.gv.at -> Themen „Steuern” -> Für Unternehmen -> Umsatzsteuer -> Informationen.


Ebenfalls zeitlich befristet ist die erhöhte Abzugsfähigkeit von Bewirtungskosten. Ausgaben anlässlich der Bewirtung von Geschäftsfreunden, die der Werbung dient, konnten bisher zu 50 Prozent als Betriebsausgabe abgezogen werden. Für Bewirtungen im Zeitraum 1.7.2020 bis 31.12.2020 sind nun 75 Prozent der Bewirtungskosten abzugsfähig.
Ohne Befristung angehoben wurde hingegen die Höchstgrenze für steuerfreie Essensgutscheine, die Betriebe an Mitarbeiter ausgeben. Gutscheine für Mahlzeiten bleiben nunmehr bis zu einem Wert von acht Euro pro Arbeitstag und Mitarbeiter steuerfrei, wenn die Gutscheine nur am Arbeitsplatz oder in einer Gaststätte zur dortigen Konsumation eingelöst werden können. Bis 30.6.2020 sind diese Gutscheine bis 4,40 Euro pro Arbeitstag und Mitarbeiter steuerfrei. Gutscheine, die auch zur Bezahlung von Lebensmitteln verwendet werden können, sind nun bis zu einem Betrag von zwei Euro pro Arbeitstag und Mitarbeiter steuerfrei (bis 30.6.2020: 1,10 Euro).
Gänzlich abgeschafft wurde zudem die Schaumweinsteuer. Seit 1.7.2020 ist die vielkritisierte „Sektsteuer” Geschichte.

Auf einen Blick

  • Für Speisen und Getränke in der Gastronomie sind im zweiten Halbjahr 2020 nur mehr fünf Prozent Umsatzsteuer zu zahlen statt zehn bzw. 20 Prozent.
  • Auch für Übernachtungen, Bücher, Zeitungen, Kinovorstellungen und vieles mehr gibt es befristet nur fünf Prozent Umsatzsteuer
  • Geschäftsessen sind befristet zu 75 Prozent absetzbar, für Mitarbeiter-Essensgutscheine gibt es dauerhaft eine höhere Grenze.

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