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Umfrage unter Wiener IT-Spezialisten zeigt Schwachstellen in EPU und KMU auf

IT-Security im Mittelstand: Sicherheit scheitert meist am Menschen, nicht an der Technik

Puaschitz
© Weinwurm

In einer Mitgliederumfrage erhob die Wiener Fachgruppe UBIT die Risiken und Herausforderungen der IT-Security im österreichischen Mittelstand. 114 Wiener IT-DienstleisterInnen nahmen daran teil und gaben Auskunft über die häufigsten Probleme ihrer KundInnen. Die Ergebnisse zeigen auf, dass viele Problemfälle einfach zu vermeiden wären, da häufig simple Anwenderfehler die Ursache sind. „Bereits mit einfachen Maßnahmen könnten sich EPU und KMU viele Sorgen und Ärger ersparen. Mangelndes Bewusstsein und Verständnis im Umgang mit IT-Systemen erhöhen jedoch unnötigerweise das Risiko von IT-Problemen“, so Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe UBIT.

Mangel an elementarem IT-Verständnis

Das menschliche Fehlverhalten als Ursache für Datenverlust oder Systemausfälle wird von den IT-Spezialisten mit 87,4 Prozent deutlich als eines der häufigsten Stolpersteine der IT von EPU und KMU genannt. Mehr als die Hälfte der ExpertInnen sehen Anwenderfehler sogar als die häufigste Problemquelle. Mit 68,1 Prozent folgen Viren und Schadsoftware als Fehlerursache, wobei sich auch dieses Problem oftmals auf den falschen Umgang der NutzerInnen zurückführen lässt. Ein weiterer Blick zeigt auf, dass veraltete, nicht aktualisierte Software (40,4 Prozent), ungesicherte Daten bzw. fehlende Back-ups (39,3 Prozent) und die generell unsachgemäße Bedienung der Systeme von ungeschulten AnwenderInnen (36,6 Prozent) zu den häufigsten Ursachen zählen. „Daten zu sichern und die Software auf dem aktuellen Stand zu halten sind elementare Maßnahmen für eine sichere IT. Das als Anwender nicht zu machen ist ungefähr so, wie wenn man einen Motor nicht mit Öl schmiert. Ein Schaden ist dann nur eine Frage der Zeit“, verbildlicht der IT-Berufsgruppensprecher Michael Schober. Aus diesem Grund bieten IT-DienstleisterInnen auch verstärkt Beratungen und Schulungen an, damit Unternehmen diese Sicherheitslücke schließen können. Das Problem hierbei ist jedoch, dass sich die meisten UnternehmerInnen (78,7 Prozent) erst nach Eintritt eines Problemfalls an ExpertInnen wenden. Daher rät die Fachgruppe UBIT Wien Unternehmen auch, sich schon vorab um eine sichere IT zu kümmern. 

Im Sinne einer langfristigen Lösung setzt sich die Wiener Fachgruppe auch verstärkt dafür ein, dass IT-Themen im allgemeinen Lehrplan einen größeren Stellenwert bekommen. Dazu sieht Puaschitz auch die Politik gefordert: „Wir müssen sowohl die Ausbildung von Fachkräften forcieren, aber auch das allgemeine Bildungsniveau in Bezug auf die IT heben, damit die Gesellschaft mit der Digitalisierung Schritt halten kann. Besseres Verständnis führt auch dazu, dass die Anwender sicherer im Umgang mit digitalen Systemen sind.“

Finanzieller Schaden als häufigste Auswirkung

Fehlendes Bewusstsein führe aktuell dazu, dass sich bei den UnternehmerInnen ein trügerisches Gefühl der Sicherheit verbreitet. „Vor allem kleinere Unternehmen wähnen sich oft fälschlicherweise in Sicherheit. Ganz nach dem Motto ‚Was soll mir schon passieren?‘. Das führt dazu, dass viele Unternehmen wenig bis kaum finanzielle Mittel für die IT ausgeben“, weiß der Fachgruppen-Obmann. Dass Probleme im Bereich der IT nicht nur lästig sind, sondern ernstzunehmende Risiken darstellen, zeigen die Folgen. Umsatzverluste sowie entgangene Gewinne durch Hinderung an der unternehmerischen Tätigkeit (79,4 Prozent) und anfallende Kosten durch die Anschaffung neuer Hard- und Software (52,6 Prozent) zählen zu den häufigsten Auswirkungen und stellen unmittelbare finanzielle Schäden für das Unternehmen dar. Auch einen Imageverlust bei KundInnen und LieferantInnen (59,9 Prozent) ziehen IT-Probleme häufig mit sich, was auf längere Sicht ebenfalls den Unternehmenserfolg bedrohen kann. „Bei der IT zu sparen ist somit eindeutig die falsche Strategie. Außerdem muss eine sichere IT auch nicht teuer sein. Es gibt mittlerweile schon maßgeschneiderte Lösungen auch für kleine Budgets. Wie die Umfrage zeigt, ist jedoch der Umgang entscheidend. Es wäre daher ratsam, schon vor Problemen und Schadensfällen professionelle Unterstützung ins Boot zu holen. Vorsicht ist wie immer besser und auch günstiger als Nachsicht“, fasst Schober zusammen.

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