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Überstundenzuschläge: Wie man bei All-In-Verträgen den Steuerfreibetrag errechnet

Bei All-in Vereinbarungen wird vereinbart, dass mit dem Gehalt alle Mehr- und Überstunden abgegolten sind. In diesem Fall gibt es keine Vereinbarung über die Anzahl der zu leistenden Überstunden.

Steuern
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Auch bei All-in-Vereinbarungen können steuerfreie Anteile für Überstunden bis maximal 86 Euro berücksichtigt werden. Dies dann, wenn im Jahresdurchschnitt mindestens 120 Überstunden geleistet wurden und auch keine missbräuchliche Verteilung der Überstunden stattgefunden hat (z.B. die Überstunden wurden nur in der ersten Jahreshälfte geleistet).

Um die steuerfreien Überstunden herausschälen zu können, muss ein Grundlohn bestimmt werden. In diesem Fall nimmt die Finanzverwaltung 20 Überstunden als Durchschnittswert für die Berechnung des Grundlohnes an. Es wird von einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden ausgegangen (unabhängig von einer anderen kollektivvertraglichen Regelung der Wochenarbeitszeit). Das ergibt 173 Stunden pro Monat. Nach zusätzlicher Berücksichtigung von 20 Überstunden und zehn Stunden (50 prozentiger Überstundenzuschlag), ergibt sich ein Überstundenteiler von 203. Aus steuerrechtlicher Sicht müssen bei bestehenden Dienstverhältnissen keine zusätzlichen Aufzeichnungen über die geleisteten Stunden bzw. Mehr- und Überstunden geführt werden, um die Steuerbefreiung in voller Höhe geltend machen zu können. Jedoch müssen Aufzeichnungen aus der Vergangenheit vorliegen, die zeigen, dass die Überstundenzuschläge mindestens den Wert von 86 Euro erreicht haben. Sollte das Arbeitsverhältnis neu beginnen, bzw. sollten erstmals Überstunden erbracht werden, so müssen für mindestens sechs Monate Aufzeichnungen geführt werden. Der Zeitraum ist auszudehnen, wenn es sich bei den geleisteten Überstunden um saisonale Schwankungen handelt. Wird der Gesamtdurchschnitt von 120 Überstunden erreicht, so stehen die steuerfreien Überstundenzuschläge auch in Zeiten von Urlaub und Krankenstand, in denen weniger bzw. keine Überstunden geleistet werden, zu.

 

Beispiele

All-in-Vereinbarung: monatliches Gehalt 4000 Euro, alle geleisteten Überstunden inklusive 50 prozentigem Zuschlag sind mit dem Gehalt abgegolten:

  • Überstundengrundlohn geteilt durch Überstundenteiler: 4000/203=19,70
  • 10 Überstunden: 19,70 x 10 x 50% = 98,50 Euro

Der im All-In-Vertrag enthaltene steuerfreie Überstundenzuschlag beträgt 86 Euro (= Maximum)


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