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Logistik 2030+: Pilotprojekt startet

KONE startet Tests mit Mikro-Hubs. Lastenfahrräder und E-Scooter sorgen für unkompliziertere und nachhaltigere Lieferung

(v.l.n.r.): Petru Huurinainen (KONE Geschäftsführer), Momcilo Kostic (KONE Techniker), Erwin Trinkl-Sebald (KONE Logistik), Jürgen Schrampf (ECONSULT), Davor Sertic (WKW)
© Kone/Econsult/StefanieJ.Steindl (v.l.n.r.): Petru Huurinainen (KONE Geschäftsführer), Momcilo Kostic (KONE Techniker), Erwin Trinkl-Sebald (KONE Logistik), Jürgen Schrampf (ECONSULT), Davor Sertic (WKW)

Das Projekt LOGSTEP der Firma Kone in Kooperation mit ECONSULT zielt darauf ab, Lieferwege zu verkürzen und umweltfreundlicher zu machen. In einer ersten Phase werden innerstädtische Mikro-Hubs als Warenlager, Altstoffsammelzentren und Pick-Up-Points für dringend benötigte Ersatzteile. Das Projekt wird im Rahmen der Initiative „Logistik 2030+“ der Länder Wien und Niederösterreich und der jeweiligen Wirtschaftskammern umgesetzt. Innovative Logistik-Lösungen sind für wachsende Großstädte enorm wichtig. Mangelnde Halte- und Parkflächen, Zufahrtsbeschränkungen in vielem Metropolen und der Beitrag zur Nachhaltigkeit waren ausschlaggebend, dass die Firma KONE das Projekt LOGSTEP ins Leben gerufen hat. Mittels zentralen Mini-Hubs werden Fahrten wegen einzelnen Ersatzteilen bald der Geschichte angehören. Lastenfahrräder und E-Scooter sollen die letzten Meter vom Mikro-Hub zum Einsatzort zurücklegen und so einen Beitrag zu besserer Luft in urbanen Gegenden beitragen.

Pilotprojekte wie LOGSTEP sind enorm wichtig, denn sie kommen direkt von den Unternehmen und zeigen neue Wege auf
Davor Sertic

Rechtzeitig nach Lösungsansätzen zu suchen

Petru Huurinainen, Geschäftsführer der KONE AG unterstreicht die strategische Perspektive aus Unternehmenssicht: „Wir reagieren mit diesem Projekt auf Herausforderungen, die sich schon heute bei der Arbeit im innerstädtischen Raum abzeichnen. Als Unternehmen sehen wir es in unserer Verantwortung, rechtzeitig nach Lösungsansätzen zu suchen, um die Service-Qualität für unsere KundInnen zu verbessern und dabei gleichzeitig CO₂-Emissionen zu reduzieren“.

Blick hinter die Kulissen

Das Projekt bedeutet für KONE eine deutliche Veränderung in der Prozesskette wie Jürgen Schrampf vom Projektpartner ECONSULT weiß: „Die Belieferung der quer über Wien verteilten Pick-Up-Points ist teils mit E-Lastenfahrrädern vorgesehen, damit wird die letzte Meile der Lieferung emissionsfrei gestaltet. Um das zu erreichen, ist der Blick hinter die Kulissen spannend, denn beinahe alle Bestellabläufe und Prozesse in der Lieferkette müssen neu durchdacht und organisiert werden.“

Neue Ideen und Ansätze

Im Test soll, wo möglich, auf den Einsatz von Kraftfahrzeugen komplett verzichtet werden. Der Test soll außerdem Aufschluss darüber geben, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, damit dies auch längerfristig möglich ist. Klar ist, dass die Erprobung in der Praxis enorm wichtig ist. „Neue Ideen und Ansätze in der Praxis rasch zu erproben und umzusetzen, ist sehr wichtig. Mit unserem Aktionsplan Nachhaltige Logistik 2030+ haben wir eine konkrete Umsetzungsagenda, und Pilotprojekte wie LOGSTEP sind dabei enorm wichtig, denn sie kommen direkt von den Unternehmen und zeigen neue Wege auf“, zeigt sich der Spartenobmann für Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Wien, Davor Sertic, erfreut. Der Start des weitgehenderen Pilotpbetriebs ist für Sommer 2021 geplant. Bis dahin, wird der ein oder andere Aufzug schon dank eines Fahrrad wieder fahren.

 

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