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Tischler starten Duale Akademie

Mit dem Ausbildungskonzept für Maturanten wollen die Tischler Fachkräfte mit Potential für die Zukunft ausbilden.

„Studium war mir zu theoretisch.” Salome Adam macht bei Tischlermeister Andreas Felzmann ihre Ausbildung zum Duak-Professional.
© wkw/Spitaler „Studium war mir zu theoretisch.” Salome Adam macht bei Tischlermeister Andreas Felzmann ihre Ausbildung zum Duak-Professional.

Eine Affinität zum Gestalterischen hatte Salome Adam schon immer. Deshalb entschloss sie sich nach der Matura auch zu einem Architekturstudium. „Das war mir aber viel zu theoretisch”, sagt die 23-Jährige. Sie entsann sich ihrer Leidenschaft fürs Handwerk im Allgemeinen und zum Tischlern im Speziellen. Ein Praktikum in der Tischlerei Felzmann überzeugte sie vollends. „Das hat mir richtig Spaß gemacht. Man sieht am Ende des Tages das Resultat seiner Arbeit”, so Adam. Seit Oktober wird sie nun von Andreas Felzmann und seinen drei Mitarbeitern zur Tischlerin ausgebildet - im Rahmen der neuen Dualen Akademie (Duak), die die Wiener Tischlerinnung gemeinsam mit der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Wien initiiert und diesen Herbst in Kooperation mit der Berufsschule für Tischler gestartet hat. Das Konzept ist eine Art Lehre plus - eine kompakte, zweijährige Berufsausbildung, die auf Maturanten zugeschnitten ist und im Vergleich zur normalen Lehre auch Zukunftskompetenzen, Auslandserfahrung und eine Projektarbeit umfasst.

Die Tischler brauchen qualifiziertes Personal, denn unser Handwerk ist komplex geworden.”
Helmut Klar

Der Tischlerberuf habe ein gutes Image und sei für Maturanten schon immer interessant gewesen, und Maturanten als Nachwuchskräfte in den Tischlereien beliebt. Mit dem neuen Ausbildungskonzept könne man diese Zielgruppe nun spezifisch ansprechen, so Helmut Klar, stellvertretender Innungsmeister Innungsmeister und „Mastermind” in der Branchenvertretung für die Umsetzung der Tischler- Duak.

Nachwuchskräfte mit Weitblick, Kreativität und Unternehmergeist herabilden

„Maturanten kommen meist mit einem anderen Spirit”, weiß Tischlermeister Andreas Felzmann aus eigener Erfahrung. Er sieht in der Duak eine geeignete Möglichkeit, Nachwuchskräfte mit Weitblick, Kreativität und Unternehmergeist heranzubilden. „Gestaltung und Design ist in unserem Beruf wesentlich, und es ist gut, dass sich die Duak-Trainees schon in der Ausbildung damit auseinandersetzen müssen”, so Felzmann. Auch dass sie in der Berufsschule in einer eigenen Klasse zusammengefasst sind, sieht er wie Klar als großen Vorteil. Die Wiener Tischler-Duak startete mit neun Trainees, weitere werden laufend aufgenommen. Betriebe mit offenen Ausbildungsplätzen sind auf der Homepage gelistet (siehe unten). Als erste Wiener Branche starteten übrigens die Gartengestalter vor zwei Jahren ihre Duak. Dort werden die ersten Trainees in Kürze fertig.

Duale Akademie
© wkw


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