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Thermische Aktivierung macht Gebäude zu Energiespeichern

Massive Bauteile, die Energie aus erneuerbaren Quellen speichern und so das Gebäude heizen oder kühlen: Ein innovatives Konzept, um Gebäudeemissionen zu senken.

Ein Wiener Vorzeigeprojekt für thermische Bauteilaktivierung: Das MGG22 in der Donaustadt. Mittels Wärmepumpe werden die Betondecken geheizt oder gekühlt und temperieren so die Innenräume.
© KBF, Zement + Beton/Mayr Ein Wiener Vorzeigeprojekt für thermische Bauteilaktivierung: Das MGG22 in der Donaustadt. Mittels Wärmepumpe werden die Betondecken geheizt oder gekühlt und temperieren so die Innenräume.

Die CO2-Emissionen im Gebäudesektor sind auf Rekordniveau, berichtete ein UNO-Report im Dezember 2020. Demnach entfallen bereits 38 Prozent des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes auf diesen Bereich. Der Sektor habe sich zuletzt sogar von den Pariser Klimazielen weg entwickelt, hieß es in dem Bericht.

Der Bau wird auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil sein und dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen
Mario Watz, Innungsmeister des Wiener Baugewerbes

Grund genug, um Konzepte zu forcieren, die den Energieverbrauch beim Betrieb von Gebäuden reduzieren. Eines davon ist die sogenannte thermische Bauteilaktivierung: Dabei wird die Gebäudehülle genutzt, um die Temperatur im Inneren zu regulieren. Schon bei der Errichtung werden Rohrleitungen in massiven Betonbauteilen verlegt, durch die dann warmes Wasser zum Heizen bzw. kaltes Wasser zum Kühlen fließt. Die Bauteile speichern die Temperatur. Wird die dafür notwendige Energie aus erneuerbaren Quellen wie Erdwärme gewonnen, können thermisch aktivierte Bauteile einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau eines erneuerbaren Energiesystems leisten.

Wiener Vorzeigeprojekt

Ein Wiener Vorzeigeprojekt dazu ist das 2019 fertiggestellte Wohnquartier MGG22 in der Donaustadt mit rund 160 Wohneinheiten. Dort wird über die thermisch aktivierten Betondecken geheizt und gekühlt, und zwar mittels Wärmepumpen, die mit Erd-Tiefensonden gekoppelt sind. Die Wärmepumpe bringt die entzogene Erdwärme zum Heizen auf eine höhere Temperatur, beim Kühlen wird der Innenluft die Wärme entzogen und ins Erdreich eingebracht. Der Strom für den Wärmepumpenbetrieb stammt aus Windkraftanlagen. .Als „modernes, energieeffizientes Raumkonditionierungssystem“ bezeichnet Roman Weigl, Obmann der Wiener Fachgruppe Ingenieurbüros, das Konzept der thermischen Bauteilaktivierung. Die Technologie sei vor allem für Großobjekte mit gleichem Nutzungsraster geeignet).  Auch die Bauwirtschaft ist bei der Umsetzung innovativer Energiekonzepte ein essenzieller Player, betont Mario Watz, Innungsmeister des Wiener Baugewerbes: „Der Bau war und ist ein wesentlicher volkswirtschaftlicher Bestandteil, um für Beschäftigung und Wertschöpfung zu sorgen. Und der Bau wird auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil sein und dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen. Die Umsetzung neuer Technologien wie die der Bauteilaktivierung zeigt die Innovationskraft und Flexibilität der Wiener Baumeister.”

Tipp!
Der Bund fördert Planungsleistungen im Zusammenhang mit thermischer Bauteilaktivierung. Einreichen können Bauträger, die Wohnbauten errichten (mind. fünf Wohneinheiten) oder innovative Sanierungen umsetzen.  





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