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Thermische Aktivierung macht Gebäude zu Energiespeichern

Kommentar von Roman Weigl, Obmann der Fachgruppe Ingenieurbüros Wien

Roman Weigl
© Daniel Schaler

„Die TBA (technische Bauteilaktivierung) stellt ein modernes, energieeffizientes Raumkonditionierungssystem dar. Es eignet sich hervorragend für großflächige und großvolumige Bauobjekte wie Büro- und Verwaltungsgebäude, Bildungsanstalten und Gebäude mit ähnlicher Nutzungsstruktur. Hierbei werden in die Betondecken Kunststoffrohrschlangen eingelegt. Sowohl Sommer wie auch Winter wird durch diese Schlangen Wasser geleitet, sodass sich eine gleichmäßige Oberflächentemperatur an der gesamten Decke und den Böden einstellt. Im Wesentlichen kann damit eine komfortable Kühlung im Sommer erzielt werden, ohne dass Zugluft oder lästige Geräusche in den Räumen entsteht. Je nach der Wahl der Vorlauftemperatur kann auch im Winter mit diesem System die Beheizung erfolgen. Grundbedingung ist dabei eine energiebewusste Gesamtkonzeption des Objektes. Eine reine Erfüllung der OIB-Richtlinien ist für ein derartiges Konzept nicht ausreichend. Die Bauphysik und die Haustechnikplanung werden dabei besonders gefordert und bereits zu Beginn der Gebäudekonzeption sind die Fachplaner eng in den Planungsprozess mit einzubinden.

Nutzer muss von Anfang mit eingeweiht sein

Bei allem Komfort, der durch die bestmögliche Nutzung der Strahlungsflächen gegeben ist, arbeitet das System sehr träge und kann auf Änderungen in der Anforderung nur langsam reagieren. Darüber hinaus sollte der Nutzer von Anfang mit eingeweiht sein. Wenn Regelungsvorgänge für Temperaturänderungen eingeleitet werden, dann muss jedem klar sein, dass eine einzelne Regelgruppe nur zwischen heizen und nicht heizen, bzw. im Sommer zwischen kühlen und nicht kühlen vorgenommen werden kann. Andernfalls schnellen die Energiekosten erheblich hoch und die Zufriedenheit der Nutzer in Bezug auf die jeweiligen Raumkonditionen sinkt drastisch. Ebenso muss darauf geachtet werden, dass die konstruktive Raumeinteilung dem Raster folgt, der für einzelne Regelgruppen vorgesehen ist. Andernfalls könnte es vorkommen, dass Räume in denen nicht gekühlt werden soll, jedoch der Nachbarraum die Kühlung anfordert, diese mit betrieben werden und die Temperatur dann unangenehm absinkt.

Ingenieurbüros von Anfang einbinden

Abgesehen von diesen Effekten, auf die eben in der Planung bereits zu Beginn Rücksicht genommen werden muss, bietet das Konzept höchstmöglichen Komfort und das bei Raumtemperaturen von 26 bis 28°C, welche durch den Strahlungseffekt (operative Temperatur) tiefer empfunden wird. Mit Hilfe eines derartigen Systems kann über lange Zeit möglicherweise auch generell auf eine mechanische Kälteerzeugung zur sommerlichen Entwärmung (Kühlung) verzichtet werden. Dies gilt insbesondere, wenn auch Tiefensonden mit bedacht werden. Eine interessante Aufgabenstellung für Ingenieurbüros, die von Anfang an mit eingebunden sein sollten, um den Erfolg für das Objekt abzusichern.“

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