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Wiener Taxigipfel gibt Richtung für zukünftigen Fahrplan vor

Einheitliche Spielregeln schaffen, an die sich alle halten müssen, und die Qualität der Dienstleistung verbessern - beim Taxigipfel wurde über die Entwicklung der Branche beraten.

Davor Sertic setzt sich für die Taxi-Branche ein.
© Florian Wieser Davor Sertic setzt sich für die Taxi-Branche ein.

Vergangene Woche lud Davor Sertic, Obmann der Sparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer (WK) Wien, Vertreter der Taxibranche an einen Tisch, um zu beraten, wie die unlängst aufgetretenen Spannungen zwischen neuen Marktteilnehmern wie Uber und Taxibetrieben in den Griff zu bekommen sind und wie die Zukunft der Branche aussehen könnte. Rund 25 Branchenvertreter folgten der Einladung. „Es hat sich wieder gezeigt, dass der Leidensdruck in der Branche sehr groß ist, wenn sich neue Marktteilnehmer großeils nicht an Gesetze und Regeln halten. Hier gilt es Ordnung zu schaffen”, sagte Sertic. Über den Sommer sollen Expertengruppen konkrete Maßnahmen erarbeiten. Ein Gesetzesvorschlag, der in Richtung eines Einheitsgewerbes geht und der gleiche Spielregeln für alle enthält, könnte dann im Herbst bereits vorliegen.

Zukunftsfit durch Fünf-Sterne-Service-Qualität

Durch neue rechtliche Rahmenbedingungen sollen dann für alle die gleichen Wettbewerbsvoraussetzungen gelten. Aber auch an der Kundenorientierung, an der Qualität der Autos und am Service der Taxler soll gearbeitet werden. Anregungen dazu gibt die Hotellerie: „Wir wissen, dass einem Fünf-Sterne-Gast der Preis nicht so wichtig ist - wenn dafür Topqualität geboten wird”, sagt Sertic. Darüber hinaus solle es eine gemeinsame App der Taxiunternehmen geben, mit der man - ähnlich wie bei Uber - sehen könne, wo sich das Taxi gerade befindet und was die jeweilige Fahrt kostet, versprach Sertic, der sich nicht unbedingt auf Kampfpreise einlassen, sondern die Tarife transparent machen will.

Beim Taxigipfel waren rund 25 Leute anwesend.
© Florian Wieser Beim Taxigipfel waren rund 25 Leute anwesend.

 Wettbewerbsrechtliche Klage gegen Uber in Vorbereitung

Zur Zeit müssen sich Taxis an vorgeschriebene Tarife halten, während Fahrtenvermittler Uber den Preis frei festsetzt. Mietwagenfirmen wiederum müssen nach jeder Fahrt in die Betriebsstätte zurückfahren, was bei Uber-Fahrten laut Taxivertretern aber nicht stets eingehalten wird. Die WKO überlegt nun, gerichtlich dagegen vorzugehen. (Text von Anita Bock).

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