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Tag der Arbeitgeber in Wien: Fachkräftemangel spitzt sich zu

Es geht nur miteinander: 49.000 Wiener Unternehmer beschäftigen 614.000 Arbeitnehmer. Zu den vielen Herausforderungen der Arbeitgeber gehört auch die Suche nach Fachkräften

Walter Ruck
© ian ehm
„Die Wiener Betriebe haben die gute Konjunktur genutzt und viele neue Jobs geschaffen“, resümiert Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck. Die Zahlen sprechen für sich: In der gewerblichen Wirtschaft Wiens beschäftigen derzeit rund 49.000 Arbeitgeberbetriebe 614.000 Arbeitnehmer, rund 12.400 mehr als Anfang 2018. Passend dazu wird morgen Dienstag von der Wiener Wirtschaftskammer der „Tag der Arbeitgeber“ begangen. Ganz nach dem Motto: Was wäre der Tag der Arbeit ohne Arbeitgeber?
„Die Wiener Arbeitgeber stehen jeden Tag vor großen Herausforderungen. Immerhin übernimmt man mit jedem neuen Mitarbeiter viel Verantwortung – für die Sicherung des Gehalts, für die Zukunft eines Menschen und natürlich auch für den eigenen Betrieb. Außerdem: die Wiener Arbeitgeber stemmen pro Jahr 6,3 Milliarden Euro an Lohnnebenkosten und finanzieren 13,8 Millionen Urlaubstage"
Walter Ruck

Fachkräfte ausbilden

Dass die Unternehmen noch mehr gut ausgebildete Arbeitnehmer brauchen ist kein Geheimnis. Etwa im Gewerbe und Handwerk. „Die Ausbildung junger Menschen zu Fachkräften ist Herzstück unserer Arbeit“, sagt Maria Smodics-Neumann, Abgeordnete zum Nationalrat und Wiener Obfrau der Sparte Handwerk und Gewerbe, zu der die meisten Arbeitgeberbetriebe gehören. In einer aktuellen Umfrage gaben 38 Prozent der befragten Unternehmen Fachkräftemangel als Herausforderung für das Jahr 2019 an, zwölf Prozent sehen auch einen Mangel an Lehrlingen. Befragt wurden 213 Wiener Betriebe mit 3.669 Beschäftigten.

Nicht nur im Handwerk und Gewerbe wird nach Fachkräften gesucht, auch die Industrie, der Handel, der Tourismus und IT-Betriebe klagen über fehlende Arbeitnehmer. „Österreichweit fehlen 10.000 IT-Fachkräfte, das trifft natürlich vor allem die mehr als 12.000 Wiener IT-Unternehmen“, so Martin Heimlicher, Wiener Obmann der Sparte Information und Consulting. In der Industrie konnten vergangenes Jahr mehr als 600 Lehrstellen nicht besetzt werden. „Für die Industrie sind angehende Fachkräfte mit einer soliden Schulbildung eine wichtige Basis für die Zukunft“, erklärt der Wiener Industrie-Obmann Stefan Ehrlich-Adám. Derzeit sind in ganz Wien rund 2.500 Lehrstellen frei.

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