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Mehr Steuerfairness ab 1. Juli

22 Euro-Grenze für Pakete aus Drittstaaten fällt kommenden Monat – WKW-Präsident Walter Ruck: Längst fälliger Schritt, weitere Maßnahmen müssen folgen

Walter Ruck
© Florian Wieser

Mit 1. Juli fallen auch Warenpakete aus Drittstaaten, deren Wert unter 22 Euro liegt, unter die Einfuhrumsatzsteuer. „Ich bin sehr froh, dass die 22-Euro-Grenze endlich gestrichen wird. Das ist ein längst fälliger Schritt in Richtung mehr Steuerfairness. Internationale Online-Riesen haben diese Grenze bisher sehr kreativ ausgereizt – zum Nachteil unserer heimischen Händler und des Staates. Deshalb haben wir uns auch intensiv für eine gerechtere Regelung eingesetzt“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.

„Die Corona-Krise hat den Trend zum Online-Handel weiter beschleunigt. Umso wichtiger ist es, dass alle Marktteilnehmer unter den gleichen Rahmenbedingungen ihren Geschäften nachgehen können. Deshalb ist es notwendig, hier weitere Maßnahmen zu setzen
Walter Ruck

Bisher wurden Warenpakete aus Drittstaaten auffallend häufig mit einem Wert unter 22 Euro deklariert. Dem österreichischen Fiskus entgehen so jährlich geschätzte 150 Millionen Euro an Steuereinnahmen. Ab 1. Juli ist nun auch die Einfuhr dieser Pakete voll zu versteuern. Das betrifft mindestens zehn Millionen Pakete pro Jahr.

Für Chancengleichheit zu sorgen

"Solange kleine, lokale Betriebe die volle Steuerlast tragen und internationale Online-Konzerne, die bei uns tätig sind, ihre Erträge nicht auch in Österreich versteuern, gibt es keinen fairen Wettbewerb. Hier für Chancengleichheit zu sorgen, ist eine der großen Aufgaben für die Politik“, sagt Ruck.

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