th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Stationär geschlossen, online geöffnet

Die umsatzstärkste Zeit des Jahres beginnt mit geschlossenen Geschäften und geschlossener Gastronomie. Kunden, die auf regionalen Einkauf Wert legen, können sich trotzdem bei den Betrieben ihres Vertrauens versorgen. Denn sie sind nach wie vor für sie da - digital und persönlich.

Taste, Computertaste, Symbol, Pictogramm, Einkauf, Online, Shopping, e-shopping, Handel, Onlinehandel, Handel, einkaufen, shoppen, Warenkorb, Verkauf,
© (C) Chris Lamphear/Getty Images

Digitalisierung allgemein und der Online-Verkauf im Speziellen sind kein Phänomen der Corona-Pandemie. Sie hat die Entwicklung allerdings massiv beschleunigt. Schon bevor uns das Virus in die eigenen vier Wände gezwungen hat, war klar, dass Omnichannel-Lösungen - also die Verknüpfung von stationärem und digitalem Verkauf - die Lösung für die Zukunft sein müssen. Betriebe, die bereits digital aufgestellt waren oder im Zuge des ersten Lockdown den Weg in die virtuelle Welt angetreten haben, können jetzt trotz geschlossener Geschäfte auf Umsätze hoffen - wenngleich sie die guten Verkaufszahlen des Vorjahres nicht erreichen werden.

Präsentieren, beraten, liefern

Gerade die technische Umsetzung von Webshops, virtuellen Rundgängen im Geschäft, die Beratung oder die logistischen Lösungen für Lieferung oder Abholung sind Herausforderungen, die gemeistert werden müssen. Dazu kommt noch, die Sichtbarkeit  zu erhöhen und den Kunden zu zeigen, dass man für sie da ist. Sechs Wiener Betriebe haben stellvertretend für viele andere gezeigt, wie ihre Lösungen aussehen erzählen, wie sie sich über Wasser halten.

Plattformen nützen, Flagge zeigen

Mittlerweile existieren viele Initiativen - regional und überregional -, die jene Betriebe, die online erreichbar sind, zusammenfassen und besser auffindbar machen. So kann man  mit wenigen Klicks im Firmen A-Z der Wirtschaftskammer (WK) das Zertifikat  „Onlineshop/Lieferservice” eintragen und sich so für die Suchmaschine „Regional Einkaufen” freischalten lassen. Weitere Plattformen mit Online-Shops und Nahversorgern stellen die Wiener Einkaufsstraßen auf ihrer Hompage gesammelt bereit.Wer seinen Kunden vor Ort zeigen will, dass er erreichbar ist, kann sich das von der WK Wien zur Verfügung gestellte Plakat herunterladen und einfach in die Auslage hängen.


 

Peter Hirnschall, Inhaber „Spiele Peter”: „Beraten über Video und WhatsApp”
© P. Hirnschall Peter Hirnschall, Inhaber „Spiele Peter”: „Beraten über Video und WhatsApp”

Für Spielwarenhändler Peter Hirnschall kommt der Lockdown zur umsatzstärksten Zeit im Jahr. Um für seine Kunden auch in dieser Zeit erreichbar zu sein, greift der Betreiber zweier Fachgeschäfte in der Währinger Straße und in Klosterneuburg auf moderne Kommunikationsmittel zurück: Seit dem Vorjahr bietet er auf seiner Homepage einen virtuellen Rundgang durch seine Geschäfte an. Die Kunden können sich so einen Überblick über das Sortiment verschaffen - Hirnschall ist auf hochwertige Spielwaren abseits vom Mainstream spezialisiert, 60 Prozent seiner Waren sind Holzspielzeug. Er verkauft außerdem telefonisch - mithilfe von WhatsApp und Videotelefonie: „Ich gehe mit dem Handy durchs Geschäft, kann dabei dem Anrufer alles genau zeigen und ihn beraten. Das ist schon im ersten Lockdown gut angenommen worden”, sagt er. Ein großes Plakat im Schaufenster informiert Spaziergänger über diese Möglichkeit des Einkaufs in Lockdown-Zeiten. Ein Ersatz für die Sperre sei das zwar nicht, aber: „Besser als nichts”, so Hirnschall. 

Die „Stoffprinzessin” Sara Martinsson: „Unsere Kunden halten uns die Treue”
© Florian Wieser Die „Stoffprinzessin” Sara Martinsson: „Unsere Kunden halten uns die Treue”

Sara Martinsson kann man als Expertin in der Online-Welt bezeichnen. „Schon bevor wir ein stationäres Geschäft für unsere „Stoffprinzessin“ im 2. Bezirk eröffnet haben, hatten wir bereits zwei Jahre Erfahrung mit dem Online-Vertrieb”, erzählt die Unternehmerin. Ihr kleines, aber feines Geschäft ist auf Bekleidungsstoffe, insbesondere Wirk- und Strickware spezialisiert - und bleibt jetzt natürlich erst einmal geschlossen. „Wir verkaufen jetzt schon 50 Prozent online und 50 Prozent im Geschäft. Ehrlich gesagt, die Schließung jetzt schmerzt weniger als der Wegfall der ganzen Events wie Messeveranstaltungen oder Netzwerktreffen wie Nähevents in der letzten Zeit.” Vor dem zweiten Lockdown kamen noch sehr viele Stammkunden ins  Geschäft, um sich mit Stoffen einzudecken. „Die Online-Bestellungen laufen noch etwas spärlicher an, aber das wird schon wieder besser.” Als wichtige Unterstützung empfindet Martinsson den Umsatzersatz. „Das wird uns helfen, aber wir freuen uns natürlich sehr, wenn wir das Geschäft wieder öffnen dürfen.”

Hannibal-Inhaber Kurt Spet: „Es wird eng, aber wir bleiben optimistisch”
© Hannibal Wien Hannibal-Inhaber Kurt Spet: „Es wird eng, aber wir bleiben optimistisch”

Schönreden brauche man den Lockdown des Handels jetzt im November nicht, betont Kurt Spet, es sei ein heftiger  Einbruch. „Immerhin erwirtschaften wir fast 70 Prozent des Jahresumsatzes vor Weihnachten”. Der Inhaber der sieben „Hannibal”-Läden in Wien - Convenience Stores mit Besonderheiten, darunter Interieur-Produkte für Heim und Garten, Deko, aber auch besondere Food-Produkte wie handgeschöpfte Schokoladen, Antipasti oder Olivenöl - hat sich nach dem ersten Lockdown vermehrt auf den Online-Vertrieb fokussiert. „Ich habe mich mit meinem Geschäftspartner Max Holsteiner entschieden, unseren Kunden auch Online-Shopping sowie attraktive Newsletter anzubieten. Alles natürlich in einem ansprechenden Layout. Das kommt uns jetzt zugute.” Der Umsatzersatz sei gut, wird die Situation jedoch nicht abfedern können. „Ich hoffe, dass wir vor Weihnachten unter klaren Regeln nochmals öffnen dürfen. Falls nicht, sehe ich ziemliche Wolken am Horizont. Trotzdem versuchen wir, optimistisch zu bleiben.”

Strandcafé-Leiter Thomas Wiedemann: „Machen wir das Beste daraus”
© Eva Wiedemann Strandcafé-Leiter Thomas Wiedemann: „Machen wir das Beste daraus”

Die Idee für das Abhol- und Lieferservice „Ripperl to go” im Strandcafé an der Alten Donau kam ursprünglich von Stammgästen: „Unsere Gäste haben schon in den Sommermonaten nachgefragt, ob wir etwas machen, falls die Gastronomie wieder zusperren muss”, erzählt der operative Leiter des Strandcafés, Thomas Wiedemann. Gesagt, getan - seit kurzem bietet das Wiener Traditionsunternehmen seine Köstlichkeiten - darunter die berühmten Ripperln, das Wiener Kalbsschnitzel oder die Strandcafé Honigtorte - zum Mitnehmen an. Einen kostenlosen Lieferservice gibt es für Bestellungen innerhalb des 22. Bezirks - bei großen Vorbestellungen wird auch außerhalb der Donaustadt geliefert. „Es freut uns wirklich sehr, dass es so gut angenommen wird”, zieht Wiedemann bereits nach dem ersten Wochenende Bilanz. „Es ist eine besondere Zeit. Machen wir das Beste draus”, betont er optimistisch. „Das sind wir vor allem unseren Mitarbeitern und auch unseren Lieferanten, denen wir schon über viele Jahre die Treue halten, schuldig.”

Cajoy-Gründerin Theresa Inama: „Viele Kunden nutzendas Online-Angebot”
© Inge Prader Cajoy-Gründerin Theresa Inama: „Viele Kunden nutzendas Online-Angebot”

Dass der Start ihres eigenen Geschäfts so verlaufen würde, hätte sich Theresa Inama nicht gedacht. 2013 hat sie das Schmucklabel „Cajoy” gegründet und seither viele Vertriebspartner mit ihren Accessoires beliefert. Im März, kurz vor dem ersten Lockdown, hat sie ihr eigenes Geschäft in der Innenstadt eröffnet. „Das war natürlich ein schwieriger Startzeitpunkt. Durch Covid-19 ist alles anders gekommen”, schildert die Cajoy-Geschäftsführerin, die ihr Unternehmen mithilfe des Onlineshops nun bereits durch den zweiten Lockdown rettet: „Uns war es wichtig, online präsent zu sein - über einen Online-Shop, aber auch über Social-Media”, erzählt sie. „Das kommt uns nun zugute. Viele unserer Kunden nutzen dieses Angebot jetzt und wir können über diverse Kanäle direkt mit ihnen kommunizieren, schnell auf Fragen und Anliegen eingehen - und das trotz Lockdown”, erklärt sie, hofft aber stark, dass der Handel am 7. Dezember wieder öffnen darf. „Wir hoffen es wirklich sehr und haben uns gut mit sehr hohen Sicherheitsmaßnahmen darauf vorbereitet.” 

Christian Seidler, GF Sefra Farben„Online können wir auch Private bedienen”
© wkw/Spitaler Christian Seidler, GF Sefra Farben„Online können wir auch Private bedienen”

Schon seit fünf Jahren betreibt die Firma Sefra Farben und Tapeten, ein traditionsreicher Familienbetrieb, einen Online-Shop. In Normalzeiten wird Farbe nicht so gerne online gekauft, erzählt Geschäftsführer Christian Seidler, „was uns eigentlich wundert, wenn man den Komfort  bedenkt, dass wir die relativ schwere Ware direkt vor die Haustür liefern.” Andererseits sei kompetente Beratung in ihrem Metier sehr wichtig, „und das nehmen die Kunden gern persönlich in Anspruch”. Jetzt, während des Lockdown, ist der Webshop aber ein sehr gutes Instrument, um neben Gewerbebetrieben auch Privatkunden bedienen zu können. „In vielen Fällen erfolgt vorab jedoch noch eine telefonische Beratung, die bei unserer Sortimentbreite für den Kunden sicher sehr sinnvoll ist”, so Seidler. Eine eigene Werbekampagne für den Lockdown-Service mit Online-Bestellung und Lieferung an die Haustür gibt es nicht. „Die Kunden erreichen uns über Facebook und unsere Sefra-Homepage - also über das klassische ‚Googeln’”, so der Unternehmer.  

 


 

Das könnte Sie auch interessieren

Alles gurgelt

Bereits 10 Millionen Tests bei „Alles gurgelt!“ absolviert

Wirtschaftskammer und Stadt Wien: Grundpfeiler der Wiener Pandemiebekämpfung – zuletzt bis zu 147.000 PCR-Analysen pro Tag – Lifebrain und Partner garantieren rasche Auswertung mehr

Alles gurgelt!"-Test und ÖBB-Mitarbeiter vor Nightjet

Alles gurgelt! in den Nightjets nach Wien

Bordpersonal verteilt PCR-Gurgeltestkits an Reisende. Abgabe der Proben in über 620 REWE-Standorten in Wien möglich. mehr

Wie man die Finanzen laufend im Blick behält, warum vorausschauende Finanzplanung so wichtig ist - das alles und mehr thematisieren die Online-Talks der Serie „Mut zum Geld”.

Was Betriebe brauchen, um finanziell fit zu bleiben

Die Sicherung der Liquidität, Investment, Vorsorge und generell der Umgang mit Geld sind zentrale Themen einer Seminarreihe von„Frau in der Wirtschaft”. mehr