th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Standortbericht: Wien ist die Welthauptstadt der Plasmaproduktion

Eine Analyse des Standortanwalts in der WK Wien unterstreicht die entscheidende Rolle der Stadt in der weltweiten Plasmaproduktion.

Plasmaproduktion
© Florian Wieser

Mit 58 gespendeten Litern Blutplasma pro 1 000 Einwohner gehören die Österreicherinnen und Österreicher zur absoluten Weltspitze. In Österreich verarbeitetes Blutplasma sichert einen großen Bestandteil der europaweiten Versorgung mit lebensrettenden Arzneispezialitäten.  Österreich ist allerdings nicht nur „Spendenweltmeister“, sondern auch Weltspitze in der Produktion von Plasmatherapeutika. Eine neue Analyse der Wirtschaftskammer Wien zeigt neben dem medizinischen Mehrwert auch den beträchtlichen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsleistung auf.

„Es ist beeindruckend, welche enorme Bedeutung der Standort Wien bei der weltweiten Medikamentenversorgung hat."
Alexander Biach
  • Über 1,1 Milliarden EUR beträgt der Beitrag der Plasmaindustrie zum Bruttoregionalprodukt und sichert damit am Standort Wien allein knapp 9 000 Vollzeit-Arbeitsplätze.
  • Mit hunderten Millionen EUR an Investitionen ist es den hier ansässigen Unternehmen gelungen, Wien zur Welthauptstadt der Plasmaproduktion zu entwickeln.
  • Rund 10% aller weltweit hergestellten Plasmatherapeutika stammen aus der österreichischen Hauptstadt.

Ausschlaggebend für diese weltweite Vorrangstellung ist das traditionsreiche österreichische System der Aufwandsentschädigung für Plasmaspenderinnen und -spender, ohne das viele Patientinnen und Patienten nicht mehr versorgt werden könnten.

Standortanwalt Biach: "Kleine Aufwandsentschädigung entfaltet große Wirkung."

"In der Bevölkerung herrscht eine hohe Blutplasma-Spendebereitschaft, weshalb sich hier auch die großen Pharmaproduzenten angesiedelt haben. Aus Sicht der Volkswirtschaft und der Versorgungssicherheit mit Medikamenten gilt es, das zu bewahren und funktionierende Anreizsysteme für Spender zu schützen. Denn die kleine Aufwandsentschädigung entfaltet, wie unsere Berechnungen zeigen, eine ganz große Wirkung“, sagt Alexander Biach, Standortanwalt in der Wirtschaftskammer Wien.


Sektor für Wirtschaftsstandort Wien enorm wichtig

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke: „Wien kann auf eine hervorragende wissenschaftliche Tradition im Bereich der medizinischen Forschung und Arbeit zurückblicken. Wien ist eine weltweit bekannt Gesundheitsmetropole und bietet Spitzenmedizin, leistbaren Zugang zu Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen für alle, erfolgreiche Forschung und innovative Unternehmen. Vor allem für den Wirtschaftsstandort Wien ist dieser , mit rund 13 Mrd. EUR Umsatz pro Jahr und 37.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, enorm wichtig. Es freut mich sehr, dass nun fundiert dargelegt wird, dass Wien zur Weltspitze in der Produktion von Plasmatherapeutika gehört.“

 Mehr Bewusstsein für die Wichtigkeit der Plasmaspende

Dr. Matthias Gessner, Vorsitzender der IG Plasma über die Wichtigkeit der Plasmaspende in Österreich: „Plasma kann nur von gesunden Spendern und Spenderinnen gewonnen werden. Es kann nicht künstlich hergestellt werden. Um die steigende Nachfrage nach lebenswichtigen Medikamenten sicherzustellen, braucht es mehr Menschen, die sich bewusst darüber sind, welch wichtige Rolle sie für kranke Menschen spielen können und die sich dazu entscheiden, Plasmaspender und -spenderin zu werden. Allein der Bedarf an Immunglobulinen ist weltweit von rund 48 Tonnen im Jahr 2000 auf 197 Tonnen im Jahr 2018 gestiegen. Laut Prognose werden im Jahr 2026 rund 335 Tonnen gebraucht werden. Ich wünsche mir mehr Bewusstsein für die Wichtigkeit der Plasmaspende und der Plasmaspender und - spenderinnen in der Bevölkerung und in der Politik“.




Das könnte Sie auch interessieren

Barbara Havel, Vorstandsvorsitzende der Jungen Wirtschaft Wien, beim Gründertag im Haus der Wiener Wirtschaft.

Großer Andrang beim Wiener Gründertag

Der Gründertag im Haus der Wiener Wirtschaft war ein großer Erfolg: Mehr als 600 Teilnehmer an den größtenteils ausgebuchten Vorträgen und fast 350 Beratungsgespräche. mehr

Was Mitarbeiter wollen

Wieso „Softies“ im Vorteil sind

Im Gerangel um qualifizierte Arbeitskräfte wird es immer wichtiger, sich als guter Arbeitgeber zu positionieren. Aber was macht einen guten Arbeitgeber eigentlich aus? Ausgezeichnete Betriebe erzählen, worauf es ankommt. mehr

Lehre

Sattes Plus bei Lehranfängern in Wiener Betrieben

Zahl der betrieblichen Lehrlinge im 1. Lehrjahr im Jahresabstand um knapp zehn Prozent gestiegen - Aufwind besonders im Tourismus - WK Wien fordert Lehrlingsstipendium für Erwachsene, die eine Lehre beginnen mehr