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Standortanwalt ist ein Jahr im Amt

Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es in Österreich gesetzlich verankerte Standortanwälte. Zeit für eine erste Jahresbilanz.

Standortanwalt
© APA/Hörmandinger

Sie sind nun seit einem Jahr Wiener Standortanwalt. Warum braucht es in Wien überhaupt einen Standortanwalt?

Biach: Nicht nur Wien braucht einen Standortanwalt, alle Bundesländer brauchen Standortanwälte! Es freut mich deshalb sehr, dass sich unsere Idee und Vision des Standortanwaltes nach dem Start vor einem Jahr bereits so etabliert hat. Wir haben auf allen Ebenen mehr Verständnis für wichtige Infrastrukturprojekte geschaffen. Und wir sind in Wien in sehr gutem Einvernehmen mit Politik und Wirtschaft. Bei der Idee zum Standortanwalt war das Ziel, dass in Genehmigungsverfahren zu Infrastrukturprojekten nicht mehr nur ausschließlich Umweltinteressen, sondern auch jene des Wirtschafts- und Arbeitsmarktstandorts gehört und ins Kalkül gezogen werden. Das sorgt für mehr Ausgewogenheit bei der Entscheidungsfindung.

Welche Ziele verfolgen Sie als Standortanwalt?

Biach: Das ist recht einfach: Ich bin Fürsprecher und Unterstützer von infrastrukturellen Vorhaben, die der Allgemeinheit dienen. Wir wollen der breiten Öffentlichkeit, den Menschen zeigen, was es bringt, wenn neue Verkehrsinfrastruktur, Glasfasernetze oder Energieversorgung gebaut wird - nämlich Jobs und Wertschöpfung.

Wenn Sie zurückblicken, was haben Sie als Standortanwalt im letzten Jahr erreicht?

Biach: Durch eine Vereinbarung mit der Stadt Wien konnten wir die bundesgesetzlich geregelten Aufgaben des Standortanwaltes gleich zu Beginn um landesspezifische Projekte erweitern. Das war ein großer Wurf. Denn wir können jetzt die volkswirtschaftlichen Effekte von regionalen Projekten wie dem Brückeninstandhaltungsprogramm, der Revitalisierung von Einkaufsstraßen oder dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs berechnen. Im Herbst 2019 bekamen wir für unsere erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit zum Standortanwalt sogar einen PR-Staatspreis. Im November publizierten wir den ersten Bericht zu den positiven Auswirkungen der City-Projekte wie in der Rotenturmstraße. Im Februar folgte der Standortanwalt-Bericht zu den Wiener Brücken und den notwendigen Investitionsmaßnahmen.

…und dann kam Corona…

Biach: Ja. Und der Lockdown mit all seinen wirtschaftlichen Auswirkungen. Das war eine noch nie dagewesene Zäsur. Aber wir haben schnell reagiert. Die Wirtschaftskammer Wien hat gleich einen Krisenstab eingerichtet. Gemeinsam mit Bund und Stadt Wien haben wir maßgebliche Unterstützung und Leistungen für die Unternehmer auf Schiene gebracht und abgewickelt. Und wir haben eine Analyse in Form einer Publikation herausgebracht. Wie hart Corona die Wiener Wirtschaft im nationalen und internationalen Kontext getroffen hat.

Mit welchem Fazit?

Biach: Die Auswirkungen sind weitreichend, viele Unternehmen kämpfen, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Gerade der dramatische Einbruch im Städtetourismus hat Wien hart getroffen. Aber: Die Apokalypse muss warten. Es geht weiter, es wird besser, es gibt Licht am Ende des Tunnels. Ich bin zuversichtlich. Klar ist, dass wir in den Standort investieren müssen. Das ist das beste Konjunkturprogramm für die Zukunft.

Was ist Ihre Empfehlung, was braucht es, um die Wirtschaft zu stärken?

Biach: Bei allen anstehenden Herausforderungen haben wir jetzt auch eine große Chance. Die öffentliche Hand wird in den nächsten Jahren viele Milliarden Euro als Konjunkturstütze investieren. Ich plädiere dafür, dass ein gewichtiger Anteil in neue, moderne, effiziente und klimafreundliche Infrastrukturprojekte fließt. Denn diese Projekte wirken mehrfach: Sie schaffen tausende Jobs und Wertschöpfung beim Bau und dann im Betrieb. Die Investitionen lösen gleichzeitig Rückflüsse an Steuern und Abgaben aus und finanzieren sich teilweise so von selbst. Und sie machen den Standort attraktiver, lebenswerter und leistungsstärker. Das kann dann zum entscheidenden Vorteil im internationalen Standortwettbewerb werden.

 

Der Wiener Standortanwalt hat bislang drei Berichte publiziert. Darin wurden die volkswirtschaftlichen Effekte zu Baumaßnahmen im innerstädtischen Bereich, den 1700 Wiener Brücken und der Rettung der Austrian Airlines behandelt

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