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Standort jetzt stärken

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer

Walter Ruck
© ian ehm

Während in Österreich die Wirtschaftsleistung spürbar unter dem Niveau des Vorjahres liegt, beschließt der österreichische Nationalrat ein Rauchverbot in der Gastronomie, einen Papamonat, einen Bonus für Freiwilligenarbeit, ein Plastiksackerl-Verbot und vieles mehr. Und was ist mit der Steuerreform? Was ist mit der zugesagten und für den Wirtschaftsstandort wichtigen Entlastung der Betriebe? Und mit der Absenkung der Steuer- und Abgabenquote in Richtung 40 Prozent?

Wir brauchen die Entlastung der Kleinunternehmer, die als erste Etappe der Steuerreform für 2020 geplant war

Wir brauchen die Senkung der Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer, die als Folgeetappe angekündigt und geplant war. Und wir brauchen eine Entlastung bei den Lohnnebenkosten - gerade in einer Phase, wo die Konjunktur nicht auf vollen Touren läuft und es wichtig ist, die Beschäftigungsquote hoch zu halten.
Walter Ruck

Österreich ist ein Hochsteuerland, das sich durch die Steuerlast viele Chancen nimmt. Wirtschaften muss sich lohnen - Leistung muss sich lohnen. Wie das Steuersystem gestaltet ist, spielt dafür die zentrale Rolle.

Steuerreform umsetzen

Noch ist es nicht zu spät, noch vor der Wahl wenigsten einige der notwendigen Steuerbeschlüsse zu fassen. Zumindest die erste Etappe der Steuerreform - die Entlastung der Kleinunternehmer -, die bereits in Begutachtung war. Sie brächte die von uns vorgeschlagene pauschale Gewinnermittlung, die Anhebung der Kleinunternehmergrenze auf 35.000 Euro Umsatz pro Jahr und die Anhebung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) auf zunächst 800 und dann 1000 Euro. Das bedeutet eine Entlastung um fast 100 Millionen Euro pro Jahr allein in Wien. Das gilt es jetzt umzusetzen.



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