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Stadt Wien und Wirtschaftskammer präsentieren Konzept für lebendige Stadtzentren

Maßnahmen zur Stärkung und Etablierung von Zentren, klare Regelungen für Einkaufszentren

Standtkonzept
© Florian Wieser

Das Lebensmittelgeschäft oder die Schusterwerkstätte ums Eck,  die Arztpraxis in Gehdistanz, eine Bücherei im Wohnumfeld – von belebten Grätzlzentren in einer Stadt der kurzen Wege profitieren Wienerinnen und Wiener in allen Bezirken. Nicht nur die Innenstadt und die Mariahilfer Straße sind beliebt, auch Quartierszentren wie die Favoritenstraße, die Landstraße oder die Meidlinger Hauptstraße machen die vielfältige Wiener Zentrenlandschaft aus. Um diese Vielfalt zu erhalten und weiter auszubauen, hat die Stadt Wien gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien, den Bezirken und lokalen AkteurInnen das Fachkonzept „Mittelpunkte des städtischen Lebens - Polyzentrales Wien“ erarbeitet.  Ausgehend von den Strategien des Stadtentwicklungsplans STEP 2025 werden darin Handlungsfelder und Maßnahmen für die Stärkung bestehender sowie für die Entwicklung neuer Stadtzentren in Stadtentwicklungsgebieten formuliert.

„Bezirkszentren müssen noch attraktiver für Bewohner, Wien-Besucher und Unternehmer werden. Das steigert die Wohn-, und Lebensqualität der Anrainer und kurbelt gleichzeitig die Wirtschaft an. Dafür wollen wir mit einem starken Partner Sorge tragen. Denn wenn Stadt und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten, profitieren alle Beteiligten. Das wird ein weiteres Mal mit dem nun vorliegenden Konzept zur Stärkung der Grätzlzentren gezeigt.“
Walter Ruck

Vizebürgermeisterin Birgit Hebein: „Wien soll eine Viertelstunden-Stadt werden. Egal, ob in der Landstraße, in Brigittenau oder Liesing – Ziel ist, dass alle in Wien innerhalb von einer Viertelstunde mit den Öffis, mit dem Rad oder zu Fuß ein belebtes Zentrum mit einem vielfältigen Angebot von Nahversorgung über Freizeit und Gesundheit bis Kultur erreichen können. Die Grundlage dafür haben wir mit dem Fachkonzept Polyzentrales Wien geschaffen.“

Starke Zentren als Beitrag zu einer klimafreundlichen Stadt

Ein gutes städtisches Zentrum kennzeichnen vor allem ein hochwertiger öffentlicher Raum, gute Erreichbarkeit mit Öffis, per Rad oder zu Fuß, Angebotsvielfalt, eine attraktive Erdgeschoßzone, identitätsstiftende Merkmale und nicht zuletzt Wohnbevölkerung. Diese Qualitäten gilt es zu stärken und zu fördern. Großflächige, nicht in die bewohnte Stadtstruktur eingebundene Einkaufszentren ohne Durchmischung erfüllen diese Qualitäten nicht, sondern widersprechen der Entwicklung attraktiver Angebote in zentralen Lagen und sind eine Belastung für Umwelt und Gesundheit. Klimaschutz und Klimawandel, neue Trends im Kaufverhalten, der Strukturwandel im Einzelhandel, aber auch die „Renaissance des Grätzels“ und das steigende Bedürfnis von Menschen nach mehr Regionalität und Nachbarschaft sind dabei Herausforderungen, denen sich Politik, Verwaltung und Interessensvertretungen mit dem Fachkonzept stellen.

Drei Themenschwerpunkte stehen im Mittelpunkt des Fachkonzepts

  • Die Weiterentwicklung und Standortverbesserung bestehender Zentren
    Durch Maßnahmen wie z. B. Attraktivierung des öffentlichen Raums, eine verbesserte Verschränkung von Arbeit und Wohnen um Leerstand zu minimieren, eine fokussierte Wirtschaftsförderung, die Schaffung zusätzlicher Mobilitätsangebote sowie die Forcierung öffentlicher und privater Initativen sollen bestehende Qualitäten gefördert und neue geschaffen werden. Auch durch die Entwicklung eines breiten Mix an kommerziellen und nicht-kommerziellen Angeboten, die Nutzung der Potenziale städtischer Einrichtungen und die Etablierung von Umsetzungspartnerschaften (z. B. mit Bezirken, Gebietsbetreuungen, lokalen Initiativen) kann die vielfältige und bunte Zentrenlandschaft erhalten und gestärkt werden. 
  • Die Entwicklung und Etablierung neuer Zentren
    Durch die Stadterweiterung können an ausgewählten Standorten neue, vollwertige Zentren entstehen. Davon profitieren auch BewohnerInnen im direkten Umfeld, die regionale Wirtschaft und Wien im gesamten, da die Zielsetzung einer „Stadt der kurzen Wege“ unterstützt wird. Neue Entwicklungen sind also vielfach eine Chance,  weniger dicht besiedelte Gebiete in ihrem Versorgungsgrad qualitativ und quantitativ zu verbessern. Räumliche Festlegungen von neuen Zentren und städtebauliche (Gestaltungs)vorgaben spielen hier ebenso eine Rolle wie die Entwicklung neuer Organisationsmodelle für die Erdgeschoßzone bzw. Aktivierung von (Zwischen)Nutzungen. Nicht zuletzt ist ein partnerschaftliches und strukturiertes Zusammenspiel öffentlicher und privater Maßnahmen ein entscheidender Erfolgsfaktor. 
  • Die Steuerung und Regulierung des großflächigen Einzelhandels
    Durch eine stärkere Steuerung des großflächigen Einzelhandels soll sichergestellt werden, dass die Wienerinnen und Wiener ihre Alltagswege und Besorgungen in Zentren erledigen können, die mit dem Öffentlichen Verkehr, zu Fuß oder mit dem Rad gut erreichbar sind. Einkaufszentren können in Zukunft nur dort entstehen, wo eine gute Anbindung an den ÖV und eine räumliche Nähe zu Zentren gegeben ist.  Dazu dienen u.a. Festlegungen über Ausschlusszonen, die Herabsetzung des Schwellenwerts von 2.500m2 auf 1.600 m2 und die Festlegung einer Ausschlusszone für Einkaufszentren ebenso wie z.B. Vorgaben von Mehrgeschoßigkeit, die Festlegung von EKZ-Typen und Regelungen für Parkplätze an der Oberfläche.


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