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Sollen wir die Innenstadt-Geschäfte gleich ganz zusperren?

3 Demos in nur 3 Tagen gefährden Arbeitsplätze und wirtschaftliche Existenzen. Wiener Handelschef fordert verfassungskonforme Einrichtung von Demozonen.

leeres Geschäft
© Dave White

Auf die Ankündigung mehrerer Demonstrationen in der Wiener Innenstadt und damit verbundener Sperren und Behinderungen reagiert Handelschef Rainer Trefelik mit Kopfschütteln.

"Ich habe größten Respekt davor, dass engagierte Bürger öffentlich für ihre Anliegen eintreten. Aber es gibt nicht nur die Versammlungsfreiheit, sondern auch ein Recht auf Erwerbsfreiheit. Wenn Unternehmen ständig unerreichbar sind, kaufen Kunden aber woanders ein. Die Folge: Es stehen Arbeitsplätze und wirtschaftliche Existenzen auf dem Spiel."
Rainer Trefelik

Allein im vergangenen Jahr haben in Wien an nahezu einem Drittel aller verkaufsoffenen Tage Demonstrationen mit umfangreichen Sperren des Rings, der Mariahilfer Straße und verschiedener Zufahrten stattgefunden. "Als Vertreter des Wiener Handels kann und werde ich mich damit nicht abfinden. Es braucht Lösungen, die nicht nur die Versammlungsfreiheit, sondern auch die berechtigten Sorgen und Nöte der Unternehmen berücksichtigen, wie etwa eine verfassungskonforme Umsetzung unseres Vorschlages, an gut sichtbaren Orten Demozonen einzurichten."

Konzentration auf wenige Hotspots stoppen

Trefelik appelliert dabei auch an die Veranstalter: "Sorgen wir gemeinsam dafür, dass Demos nicht zu Lasten von Jobs gehen! Wir schlagen zum Beispiel den Schwarzenbergplatz als alternativen Ort für Kundgebungen vor. Dort gibt es hohe Aufmerksamkeit und zugleich eine wesentliche geringere Verkehrsbelastung. Wir bieten gerne Unterstützung in Form von Veranstaltungstechnik etc. für alle an, die dieses Angebot freiwillig nutzen."


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