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So wird die Lehre in Österreich attraktiver

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer

Walter Ruck
© ian ehm

Der Fachkräftemangel spitzt sich zu. Immer mehr Betriebe klagen, offene Stellen nicht mehr besetzen zu können. Ein Schlüsselthema beim Kampf gegen den Fachkräftemangel ist die Lehre. Gegenüber früheren Zeiten gibt es allerdings viel weniger Jugendliche, die eine Lehre machen wollen, und auch den Lehrbetrieben wird es nicht immer leicht gemacht.

Wir haben daher neun konkrete Vorschläge entwickelt, wie die Lehre sowohl für Jugendliche als auch für Unternehmen attraktiver gestaltet werden kann, um für mehr Fachkräftenachwuchs zu sorgen.
Walter Ruck

Wirtschaft als Pflichtfach ab der fünften Schulstufe

Konkret geht es um mehr Mittel für Lehrlings- und Fachkräftemobilität, um die weitere Modernisierung der Lehrberufe, um Stipendien für erwachsene Lehrlinge und die Überführung der Berufsschule ins 21. Jahrhundert. Das macht die Lehre für Jugendliche und für Erwachsene attraktiver. Es braucht aber auch ein neues Denken bei der Förderung der Ausbildungsbetriebe, eine Refundierung der Kommunalsteuer und die Möglichkeit, Lehrverhältnisse bei Bedarf leichter auflösen zu können. Nicht zuletzt muss auch bei der schulischen Grundbildung nachgeschärft werden - etwa durch Wirtschaft als Pflichtfach ab der fünften Schulstufe und einer Bildungspflicht, die die Schulpflicht ablöst. All das hilft Betrieben, sich auf die aufwändige fachliche Ausbildung zu konzentrieren und dabei finanziell nicht auf der Strecke zu bleiben.

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