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So wird Wien Metropole der Gesundheitswirtschaft

Wirtschaftskammer Wien, Stadt Wien, Industriellenvereinigung Wien, Ärztekammer Wien und der Hauptverband der Sozialversicherungsträger wollen die Wiener Gesundheitswirtschaft stärken - und starteten dafür eine neue Plattform der Zusammenarbeit.

Thomas Szekeres (Präsident der Ärztekammer für Wien), Peter Hanke (Wirtschafts- und Finanzstadtrat), Walter Ruck (Präsident der WK Wien), Alexander Biach (Vorsitzender des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger), Johannes Höhrhan (Geschäftsführer der
© Florian Wieser Thomas Szekeres (Präsident der Ärztekammer für Wien), Peter Hanke (Wirtschafts- und Finanzstadtrat), Walter Ruck (Präsident der WK Wien), Alexander Biach (Vorsitzender des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger), Johannes Höhrhan (Geschäftsführer der

Die Wiener Gesundheitswirtschaft ist ein Milliarden-Business. Mehr als 500 Unternehmen sind hier aktiv. Sie beschäftigen rund 23.000 Mitarbeiter und erwirtschaften zwölf Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Und da geht noch mehr, meint Wirtschaftskammer Wien-Präsident Walter Ruck, der gemeinsam mit der Stadt Wien, der Wiener Ärztekammer, der Wiener Industriellenvereinigung und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger eine neue Plattform ins Leben gerufen hat, um die Wiener Gesundheitswirtschaft weiter zu stärken und ungenutzte Potenziale zu heben. „Gemeinsam wollen wir Wien zur Metropole der Gesundheitswirtschaft machen”, sagt Ruck. Dieser Wirtschaftssektor sei vielfältig wie kaum ein anderer. Mit dem Schulterschluss der fünf Institutionen wolle man diesen Bereich nun gemeinsam unterstützen.

„Dieser Wirtschaftssektor ist vielfältig wie kaum ein anderer. Umso wichtiger ist es, sowohl das große Ganze zu sehen, als auch die Gesundheitswirtschaft in den einzelnen Bereichen zu unterstützen.”
Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Als eine der ersten Maßnahmen gingen vor zehn Tagen die Life Science Investment Days über die Bühne. Bei dieser internationalen Konferenz war die WK Wien als maßgeblicher Partner mit an Bord. Dabei wurden Start-ups mit internationalen Investoren vernetzt, um die Suche nach Kapitalgebern zu erleichtern. In den vergangenen fünf Jahren wurden in Wien 113 Start-ups im Gesundheitsbereich gegründet. Dieses Innovationspotenzial möchte Ruck bestmöglich nutzen.

Stadt will „Stärkefeld” ausbauen

Auch die Stadt Wien, will in den kommenden Jahren verstärkt auf die Gesundheitswirtschaft fokussieren, wie Wirtschafts- und Finanzstadtrat Peter Hanke sagt: „Life Sciences und Medizinische Dienste bilden ebenso wie Grundlagenforschung und Spitzenmedizin in Wien ein klares Stärkefeld der Wirtschaft und Wissenschaft.

„Einer der sechs Bereiche, auf die Wien strategisch im nächsten Jahrzehnt fokussieren wird, ist die Gesundheitswirtschaft.”
Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales der Stadt Wien:

Am Ausbau dieses Stärkefelds werden wir in den nächsten Jahren mit konkreten Leitprojekten arbeiten, etwa der Einrichtung einer eigenen Zulassungsstelle für Medizinprodukte, um Innovationen schneller voranzutreiben.”

IV erprobt Technologien

Johannes Höhrhan, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Wien , zeigt sich erfreut, dass die Gesundheitswirtschaft mittlerweile als ganz wesentlicher Bestandteil der Wiener Wirtschaft wahrgenommen werde. „Gerade in diesem Bereich ist es für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort entscheidend, dass Industrie und Wissenschaft eng zusammenarbeiten”, so Höhrhan.

„Gerade in diesem Bereich ist es für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort entscheidend, dass Industrie und Wissenschaft eng zusammenarbeiten.”
Johannes Höhrhan, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Wien

Die IV Wien habe bereits an mehreren Projekten mitgewirkt, in denen der Einsatz von Technologien in der Pflege erfolgreich erprobt wurde.

Ärztekammer setzt auf Digitalisierung

Für Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer Wien, steht bei der Diskussion über die Zukunft des Gesundheitswesens die Digitalisierung im Mittelpunkt: „Sie ist im ärztlichen Alltag längst angekommen, wird aber künftig eine noch größere Rolle spielen”, so Szekeres.

„Die Digitalisierung ist im ärztlichen Alltag längst angekommen, wird aber künftig eine noch größere Rolle spielen.”
Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer Wien

Sie eröffne unzählige Möglichkeiten für Forschung und Wirtschaft, sich in das Thema Gesundheit einzubringen. „Nicht nur Patienten und Ärzte profitieren davon, sondern auch Unternehmen, die in den Gesundheitsbereich investieren, damit Erfolg haben und dadurch Arbeitsplätze sichern und neue schaffen”, sagt Szekeres. Dadurch erhalte der Wirtschafts- und Forschungsstandort Wien einen kräftigen Schub und könne sich am internationalen Forschungs- und Innovationsparkett besser positionieren.

Kostensenkung durch Innovation

„Im Hauptverband der Sozialversicherungsträger haben wir vor kurzem ein Pilotprojekt gestartet, um innovative Lösungen für die digitalen Herausforderungen zu finden, die den Patienten den Weg durch das Gesundheitssystem erleichtern”, berichtet Alexander Biach, Vorsitzender des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger. Mit digitalen Lösungen könne man das Angebot für Patienten zukunftsorientiert verbessern und gleichzeitig Kosten reduzieren. „Es ist wichtig, mit ganz konkreten Maßnahmen zu zeigen, wie wichtige Institutionen Impulse setzten können, um Wien zum Spitzenstandort der Gesundheitswirtschaft zu machen”, sagt Biach.

„Es ist wichtig, mit ganz konkreten Maßnahmen zu zeigen, wie wichtige Institutionen Impulse setzten können, um Wien zum Spitzenstandort der Gesundheitswirtschaft zu machen.”
Alexander Biach, Vorsitzender des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger

Die fünf Institutionen planen nun eine Health Innovation Challenge, bei der Start-ups und KMU digitale Verbesserungen für den Gesundheitsbereich entwickeln. Dadurch sollen kreative Ideen für den Sozial- und Gesundheitsbereich gefunden und vorangetrieben werden. In Expertenrunden wird 2020 zu zentralen Themen der Gesundheitswirtschaft (siehe Kasten links) die Umsetzung von gezielten Einzelmaßnahmen festgelegt.

 

Schwerpunktthemen

  • Patientenversorgung
    Hier geht es darum, mit welchen innovativen Maßnahmen pflegebedürftige Menschen möglichst lange zu Hause versorgt werden können und wie man mit digitalen Anwendungen die Schnittstelle zwischen Patient und Ver-sorgungseinheit ermöglicht werden kann.

  • Digitale Services und Verwaltung
    Hier wird untersucht, wie man von innovativen Anwendungen zu Leistungen der Sozialversicherung kommt, die sich positiv auswirken, wie man Patienten zielgruppengenau erreicht und Akzeptanz für digitale Gesundheitsservices und -anwendungen erzeugt.

  • Gesundheitsforschung
    Um medizinische Innovationen von der Forschung in die Anwendung zu bringen, braucht es strukturelle Rahmenbedingungen. Diese sind zu erarbeiten. Außerdem gilt es Maßnahmen zu entwickeln, um den medizinischen Forschungsstandort Wien für klinische Forschung, Ansiedlungen, internationale Fachkräfte und Forscher attraktiv zu halten.

  • Infrastruktur
    Hierbei geht es um die Primärversorgungsinfrastruktur der Zukunft und die infrastrukturellen Rahmenbedingungen, die es Ärzten und Pflegepersonal ermöglichen, die Zeit mit Patienten qualitativ wertvoller zu verbringen.

  • Förderungen
    Es gibt viele Förderungen - doch wie kann Förderung anders aussehen? Ziel ist, Innovationen verstärkt zu fördern - auch wenn öffentliche Mittel gekürzt werden.
Gesunheit
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