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So schafft man die Basis, um auch 2021 noch am Markt zu sein

Zigtausende Wiener Betriebe wurden durch die Corona-Pandemie von einem Tag auf den anderen in eine existenzielle Krise gedrängt. Die Politik hat rasch reagiert und versucht seitdem, mit staatlichen Hilfsprogrammen den Unternehmen zur Seite zu stehen. Doch nicht alle Betriebe kennen die vielen Möglichkeiten, die ihnen zur Verfügung stehen.

Hilfspaket
© Jacob Lund/Shutterstock

In ihrem täglichen Newsletter, auf laufend aktualisierten Info-Seiten auf wko.at und news.wko.at, auf Facebook und natürlich auch hier in der WIENER WIRTSCHAFT informiert die Wirtschaftskammer Wien die Wiener Unternehmen daher seit Ausbruch der Krise im Dauereinsatz. Denn Ziel ist, dass möglichst viele Wiener Betriebe auch noch in den kommenden Jahren am Markt aktiv sind und zu neuen Höhenflügen kommen.

Was Unternehmen jetzt dafür tun können, lesen Sie hier im Überblick.

Liquidität kurzfristig sichern

  1. Stundungen bei Finanzamt und Sozialversicherungen nutzen.
    Fast 200.000 Anträge auf Steuerstundungen haben die Finanzämter von Unternehmen österreichweit bereits bekommen und fast alle auch genehmigt. Steuern erst später zahlen zu müssen, hilft gerade in den ersten Monaten der Krise. Möglich ist das derzeit für die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer und für Säumniszahlungen.
    Was viele nicht wissen
    : Auch bei den Sozialversicherungen kann man stunden, und zwar die Dienstgeberbeiträge für Mitarbeiter und die Beiträge der Selbstständigen. Die Anträge sind schnell gestellt und werden rasch bearbeitet.
  2. Personalaufwand (vorübergehend) reduzieren
    Mehr als 200.000 Betriebe haben bereits das neue Kurzarbeitsmodell beantragt und reduzieren damit ihre Personalkosten, ohne Mitarbeiter kündigen zu müssen. Dies ist dann sinnvoll, wenn es eine gute Aussicht auf Umsätze in den kommenden Monaten gibt. Weil die Wirtschaft nun wieder schrittweise hochgefahren wird, ist dies in praktisch allen Branchen der Fall. Jeder Betrieb sollte aber realistisch planen und in seinem Personalmanagement berücksichtigen, ab wann wieder Umsätze in früher gewohnter Höhe möglich sind. Mitunter muss der Personalstand daher vorübergehend angepasst werden.
  3. Betriebskosten (vorübergehend) reduzieren.
    Hier gibt es viele kleine Möglichkeiten: So reduziert bzw. erlässt die Stadt Wien rückwirkend ab 1. März die Gebrauchsabgabe für Schanigärten, Würstelstände, Portalvorbauten und einiges mehr. Bei vielen Energieanbietern sind für die laufenden Strom-, Gas oder Wärmekosten Stundungen oder Herabsetzungen möglich. Je nach Mietvertrag kann man auch die Miete etwa für ein Geschäftslokal reduzieren oder mitunter später bezahlen. Auch mit Telekom-Anbietern kann es Lösungen geben. Für alles gilt: Nehmen Sie Kontakt auf, suchen Sie das Gespräch, stellen Sie Anträge.

Überleben langfristig sichern und neu durchstarten

  1. Staatliche Zuschüsse für den Betrieb und sich selbst nutzen.
    Für Selbstständige gibt es mit dem Härtefall-Fonds ein Instrument, um persönliche Krisen abzuwenden. Dieser Zuschuss des Staates richtet sich an den Unternehmer, nicht an das Unternehmen. Er soll ermöglichen, dass der Unternehmer als Person trotz plötzlichen Gewinneinbruchs seines Unternehmens seine dringendsten, privaten Rechnungen bezahlen kann, etwa die Wohnungsmiete. Dieser Zuschuss ist kein Ersatz für den Umsatzentgang des Unternehmens. Er wird maximal drei Monate lang ausbezahlt, die Abwicklung erfolgt über die Wirtschaftskammer. Größtenteils abgegolten werden auch die Fixkosten in Betrieben, die durch die Corona-Krise mehr als 40 Prozent Umsatzeinbruch verzeichnen. Dazu gibt es den Fixkostenzuschuss des Corona-Hilfs-Fonds. Diesen wickelt die Austria Wirtschaftsservice (aws) ab. Das Geld bekommt man erst nach Ende des Wirtschaftsjahres, denn Umsatzeinbußen und Kosten muss ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer bestätigen. Als Fixkosten zählen u.a. Mieten, Versicherungen, aber auch der Wertverlust saisonaler Waren.
  2. Überbrückungsfinanzierungen mit staatlicher Stütze abschließen.
    Der Staat wird nicht alle Umsatzverluste ausgleichen, die die Unternehmen im Zuge der Corona-Krise direkt oder indirekt erfahren mussten. Einen Teil müssen die Unternehmen selbst verkraften. Daher besichert der Staat den Betrieben Kredite, wenn sie diese brauchen, um ihre Liquidität langfristig abzusichern. Diese staatlichen Besicherungen ermöglichen es der jeweiligen Hausbank, Kredite an das Unternehmen auch dann zu vergeben, wenn dieses - wegen Corona - selbst nicht über ausreichende Sicherheiten verfügt. Besicherungen gibt es von mehreren öffentlichen Förderstellen: Austria Wirtschaftsservice (aws), Österreichische Kontrollbank (ÖKB / Exportfinanzierungen), Österreichische Tourismusbank (ÖHT) und exklusiv für Wiener Betriebe auch von der Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank (WKBG). Meist dauert es nur wenige Tage, bis man mit der Besicherungsbestätigung in der Hand den Kredit von der Hausbank genehmigt bekommt. Bester Ansprechpartner für passende Garantien ist die eigene Hausbank.
  3. Strategien für die Zeit danach entwickeln.
    In den vergangenen Wochen standen akute Krisenentscheidungen im Vordergrund, doch jetzt kommen die meisten Unternehmen in die Phase, wo sie sich über die Zeit nach der Krise Gedanken machen sollten. Zentrale Fragen dabei sind: Wo steht mein Unternehmen derzeit, wo der Mitbewerb? Was hat sich durch Corona positiv verändert? Welche neuen Möglichkeiten haben sich aufgetan oder könnten sich bald ergeben? Welche Ziele will ich erreichen und was brauche ich dafür? Ist die Ausrichtung meiner Dienstleistungen und Produkte noch zukunftsfähig? Experten raten: Die Verschriftlichung der Pläne hilft, konkret zu werden - und danach zu handeln.

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