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So faszinierend kann Logistik sein

Die Ausbildung von Lehrlingen ist bei Großhändler Haberkorn ein wichtiger Teil der Unternehmensphilosophie.

© wkw Noch Betriebslogistik-Lehrlinge, bald aufstrebende Fachkräfte: Philipp Schnaur (l.) und Stephan Lechner möchten auch nach ihrer Lehrabschlussprüfung beim technischen Großhändler Haberkorn bleiben und hier Karriere machen.

Arbeitsschutz, technische Produkte und Werkzeuge für Industrie und Bau: 200.000 verschiedene Artikel hat der Vorarlberger Großhändler Haberkorn im Sortiment und ist damit Österreichs größter technischer Händler. 1600 Mitarbeiter sind an mehr als 30 Standorten in Österreich und Europa beschäftigt. Auch in Sachen Arbeitsplatzqualität ist das Unternehmen top: Im soeben veröffentlichten „Greatplace to work”-Ranking belegte Haberkorn Platz drei bei den Großbetrieben. Am Unternehmensstandort Wien Erdberg arbeiten 170 Mitarbeiter, darunter zwölf Lehrlinge. „Lehrlingsausbildung ist ein wichtiger Erfolgsbaustein für uns. Etliche unserer Führungskräfte haben hier als Lehrlinge begonnen”, sagt Personalchefin Doris Faltner.

Ziel: Führungsaufgaben übernehmen

Später Führungsaufgaben zu übernehmen ist auch das Ziel von Stephan Lechner und Philipp Schnaur. Beide lernen bei Haberkorn den Beruf des Betriebslogistik-Kaufmanns. „Mich hat Logistik schon in der Schule fasziniert, deshalb wollte ich dazu auch eine Ausbildung machen”, sagt Lechner. Die Lehrstelle fand er ganz klassisch - „ich hab’ mich bei Haberkorn beworben, wurde eingeladen, es hat gepasst”, erzählt er. Als Betriebslogistiker lernt er, den Weg der Waren vom Produzenten bis zum Kunden zu managen. „Ich mag, dass man dabei auch körperlich anpacken muss”, sagt Lechner.

„Schon wenn ich neue Lehrlinge einstelle, sind Motivation und Interesse für Beruf und Branche das Entscheidende.“
Doris Faltner, Personalchefin Haberkorn

Weil ihn auch Organisation und Verwaltungsarbeit interessieren, macht er gleichzeitig die Lehre zum Bürokaufmann. Herausfordernd sei diese Doppelausbildung schon, gibt er zu. Die Berufsschule deckt nämlich jedes Schuljahr nur einen Beruf ab, für den anderen muss er selbstständig lernen. Zudem verlängert sich die Lehrzeit um ein Jahr.

Ich muss bei den Jugendlichen Feuer in den Augen sehen

Philipp Schnaur war von Technik schon immer fasziniert, die HTL war ihm aber „zu trocken”. Die Lehrstelle bei Haberkorn fand er über den Tipp einer Bekannten. Nach einem Schnuppertag war ihm klar: Das ist es. „Mir gefällt, dass man hier wirklich alle Bereiche des Unternehmens kennenlernt”, sagt er. Auch die Kundenbetreuung im Wiener Haberkorn-Abholmarkt zählt dazu. Im Vorjahr hat Schnaur - derzeit im dritten Lehrjahr - begonnen, neben der Lehre auch die Matura zu machen. Vier große Lernmodule muss er absolvieren - Zeit, die er gern investiert, weil er mit der Matura seine künftigen Karrierechancen verbessert. Bei Haberkorn wird das besondere Engagement der beiden mit großem Wohlwollen registriert und unterstützt. Schon wenn sie neue Lehrlinge einstelle, seien Motivation und Interesse für Beruf und Branche das Entscheidende, sagt Faltner. „Ich muss bei den Jugendlichen Feuer in den Augen sehen.”

Haberkorn

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