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Sittler: Wir sind unabhängige Marktberater für Hard- und Software

Handel und Dienstleistung lassen sich in seiner Branche kaum mehr trennen, sagt Peter Sittler, Obmann des Wiener Computerhandels. Die Fachgeschäfte sind vor allem im B2B-Sektor stark, wo individuelle Lösungen gefragt sind.

Peter Sittler
© Foto Weinwurm/www.fotoweinwurm.at

In kaum einer anderen Branche gehen Handel und Dienstleistung so sehr Hand in Hand wie im Computerhandel - zumindest wenn es um das B2B-Geschäft geht, sagt Peter Sittler. Als Obmann des Wiener Handels mit Computern und Bürosystemen ist er Sprecher von gut 1800 Unternehmen. „Mindestens zwei Drittel davon bieten gleichzeitig auch IT-Dienstleistungen an”, so Sittler.

Vom reinen Handel könne ein Fachgeschäft heute kaum leben - von den großen Filialisten abgesehen, die den gesamten Elektro- und Elektronikbereich abdecken und sich hauptsächlich an Konsumenten richten. Die kleineren Fachbetriebe sind dagegen oft auf den B2B-Bereich spezialisiert. Dort ist es mit Produkten „von der Stange” meist nicht getan. Hier gehe es, so Sittler, um individuelle Betreuung und maßgeschneiderte Lösungen für die Anforderungen der Kunden.  „Wir agieren da als unabhängige Marktberater für Hard- und Software.” 

„Die Lehrausbildung zum EDV-Kaufmann muss bekannter werden.”
Peter Sittler, Gremialobmann

Diese Entwicklung bedinge, dass die Grenzen zwischen Händlern und Dienstleistern immer unschärfer werden und beide Gruppen stärker zusammenwachsen. Das wird sich noch verstärken, ist der Branchensprecher sicher. Die Industrie bringe ungeheure Dynamik in die Branche. Für die Betriebe laute die Herausforderung, immer up to date zu sein und mit den technischen Entwicklungen mitzugehen, so Sittler. Das Gremium als Interessenvertretung will sich in den kommenden Jahren intensiv mit der Branchenzukunft beschäftigen. Braucht man noch Kundenfrequenz, wie verändert sich die Arbeitswelt, wohin entwickelt sich die Cloud-Infrastruktur und ihre Nutzung und womit kann die Branche künftig Geld verdienen? Alles Fragen, die zentrale Bedeutung haben, so Sittler. Aus den Erkenntnissen dazu würden sich auch die Services ableiten, mit denen die Interessenvertretung ihre Mitglieder künftig unterstützt.

Speichermedien-Vergütung ist bürokratischer Aufwand

Seine Mitglieder besser zu erreichen und über die Leistungen ihrer Interessenvertretung zu informieren, ist ein weiteres wichtiges Ziel Sittlers für die nächsten Jahre. Außerdem will der Gremialobmann den Lehrberuf EDV-Kaufmann stärker pushen. Diesen gibt es bereits seit Jahren, die Zahl der Ausbildungsbetriebe und Lehrlinge ist jedoch ausbaufähig. Einst auf Wiener Initiative entstanden, ist er laut Sittler optimal für seine Branche. „Er ist die Verschmelzung von IT-Wissen und Handelskompetenz, aber zu wenig bekannt.” Der Bedarf an diesen Fachkräften werde steigen, ist er sicher. Der Beruf müsse daher „stärker in die Köpfe der Jugendlichen und der Unternehmer hinein”, so Sittler. 2018 ist es gelungen, eine neue Regelung zur Speichermedienvergütung zu finden. Sittlers Vorgänger im Gremium, Georg Schennet, war maßgeblich an der Ausarbeitung dieser Lösung beteiligt. Sie habe zwar für Klarheit bei den Betrieben gesorgt, Sittler ist sie dennoch ein Dorn im Auge, denn die Berechnung und Abführung der Abgabe obliegt den Händlern. „Die Händler müssen von diesem Aufwand entlastet werden. Hier braucht es neue und breit aufgesetzte Lösungen”, betont er.


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