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Simmering: Besser als sein Ruf

Vom quirligen Leben der Simmering Hauptstraße bis zu großen Industriegebieten, von Gemüse-Glashäusern bis zum trendigen Gasometer: Was Simmering zu bieten hat, kann sich sehen lassen.

Simmering
© Lipskiy/Shutterstock

Marie-Louise Prinz verbringt schon ihr ganzes Leben in Simmering. Hier ist sie geboren, zur Schule gegangen, hat ihr Unternehmen gegründet - und seit kurzem ist sie die Bezirksobfrau der Wirtschaftskammer Wien in Simmering. „Als Kind habe ich hier beim Bäcker ein Kipferl bekommen, heute besuche ich die Betriebe als Bezirksobfrau und gebe mein unternehmerisches Wissen und meine Erfahrung weiter”, erzählt Prinz. Simmering sei ein sehr großer Bezirk, sagt sie, mit vielen spannenden Grätzeln. „Früher war Simmering eher ein Arbeiterbezirk, mittlerweile ist er zum Familienbezirk mit vielen jungen Leuten geworden.” Man ist rasch im Stadtzentrum, aber auch gleich am Land oder über den Flughafen in der weiten Welt, sagt Prinz. Wirtschaftlich betrachtet ist Simmering alles andere als eine kleine Nummer. Neben alteingesessenen Familienbetrieben prägen Geschäfte und Dienstleister von Unternehmern aus aller Welt das Stadtbild. Etwa auf der Simmeringer Hauptstraße, der einzigen Einkaufsstraße des Bezirks. Öffentlich gut angebunden, sorgt ein vielfältiges Shopping-Angebot auf zwei Kilometer Länge für lebendiges Treiben, wenngleich die Kaufkraft der Bezirksbewohner unter dem Wiener Schnitt liegt. Sorgen machen den Passanten und Unternehmern allerdings manche Scooter-Fahrer. WKO im Bezirk hat daher im Vorjahr ein Projekt gestartet, um die Situation zu verbessern - die ersten Erfolge sind bereits sichtbar. Gut shoppen und trendige Events besuchen kann man übrigens auch in der 2001 errichten Gasometer-City.

Viel los in den Betriebsgebieten

Gefragt ist Simmering auch als Betriebs- und Industriestandort - und zwar in vielen Teilen des Bezirks. Das größte, geschlossene Betriebsgebiet des Bezirks ist die Simmeringer Haide: Sieerstreckt sich auf 290 Hektar Fläche und beheimatet 245 Unternehmen. Noch viel Platz für Betriebe gibt es ganz im Süden des Bezirks, im 76 Hektar großen Betriebsgebiet Alicegasse. Sehr bedeutend ist auch das Betriebsgebiet Leber-straße, wo sich beispielsweise das traditionsreiche Siemens-Werk befindet, in dessen Modernisierung gerade zwölf Millionen Euro investiert werden. Rund 1200 Mitarbeiter beschäftigt der über 180 Jahre alte Fertigungsstandort derzeit, pro Jahr werden hier etwa 450 Schienenfahrzeuge hergestellt - von U-Bahn-Zügen für Wien über Nachreisezüge für die ÖBB bis hin zu Zügen für große internationale Kunden. Im Betriebsgebiet Grillgasse wiederum betreiben die ÖBB ein großes Werk, in dem Züge instandgehalten werden. Auch Österreichs größter Verschubbahnhof befindet sich in Simmering. Und einen Hafen hat der Bezirk ebenfalls - den Hafen Albern, der gerade für 22 Millionen Euro ein neues, imposantes Hafentor bekommt. Verbesserungsbedarf orten viele Unternehmen in den Betriebsgebieten mit der Internetanbindung: Schnelles und stabiles Internet ist hier oft Mangelware. Hinzu kommt das neue Parkpickerl, das Mitarbeitern den Weg zum Arbeitsplatz nun deutlich erschwert. Öffentliche Alternativen sind hier nicht ideal. Um die Anliegen der 528 Betriebe in den Simmeringer Betriebsgebieten kümmert sich Vienna Business District, das gemeinsame Gebietsmanagement von Wirtschaftskammer Wien, Wirtschaftsagentur Wien und Stadt Wien. Es berät Betriebe vor Ort, vernetzt sie und begleitet sie bei der Umsetzung gemeinsamer Projekte, etwa beim Bau von Photovoltaikanlagen auf Betriebsdächern. Marion Klinger-Hanzlovsky leitet den District Ost. Sie weiß, wo den Betrieben der Schuh drückt und wohin die Reise geht: „Konzepte für nachhaltiges Mobilitätsmanagement werden zunehmend wichtiger, etwa Fahrgemeinschaften, Shuttlebus-Lösungen, die Integration von Car- Sharing oder Förderung von Bus-, Bahn- und Fahrradnutzung. Dabei unterstützen wir.” Bekannt ist Simmering auch für den Wiener Zentralfriedhof - Österreichs größtem Friedhof mit rund 330.000 Gräbern, darunter zahlreiche Ehrengräber von Prominenten. Viele Wiener besuchen ihn regelmäßig und nützen ihn als Naherholungsgebiet, wo es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Auch bei vielen Touristen ist ein Besuch am Zentralfriedhof fix am Programm - Wiens Fremdenführer bieten dazu Rundgänge mit vielen Hintergründen. Und noch etwas wird es bald am Zentralfriedhof geben: Ein 1,4 Megawatt starkes Solarkraftwerk, das Wien Energie gerade in einem grabfreien Bereich des Friedhofs errichtet.

Hochburg des Gemüseanbaus

Unweit des Zentralfriedhofs eröffnet sich ein Meer an Glashäusern für den Gemüseanbau. Wer im Supermarkt eine österreichische Gurke kauft, hat sehr wahrscheinlich eine aus Simmering im Einkaufswagen. Insgesamt ist Simmering die Heimat von rund 3800 Unternehmen. In der Erdgeschoßzone dominieren Lebensmittelhändler, Bekleidungshändler und Gastronomie, abseits davon findet man im Bezirk besonders häufig IT-Dienstleister, Taxi-Unternehmen und Kleintransporteure. In Simmering wohnen heute 105.000 Menschen, die mit durchschnittlich 39 Jahren vergleichsweise jung

Simmering
© Quelle: Stadt Wien-Statistik

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