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Sie fragen, wir antworten: Welche Fotos darf ich für Werbung einsetzen?

Tausende Wiener Unternehmer lassen sich von den Experten der Wirtschaftskammer Wien beraten. Ein Auszug der aktuellen Fragen.

Urheberrecht
© Jacob Lund/Shutterstock

Urheberrecht

  • Wenn ich Bilder gekauft habe (Stockimages) - muss ich trotzdem den Urheber angeben?
    Wenn Sie die Bilder „gekauft” und somit in einem bestimmten Umfang Rechte daran erworben haben, ist der Urheber als solcher anzugeben. Das österreichische Recht räumt dem Urheber u.a. Urheberpersönlichkeitsrechte ein. Dazu gehört auch das Recht des Urhebers als solcher genannt zu werden (Recht auf Namensnennung). Jedoch kann der Urheber auf dieses Recht verzichten. Plattformen stellen Fotografien zur freien Nutzung zur Verfügung. Da es immer auf die Nutzungsbedingungen der jeweiligen Anbieter ankommt, ist es - um herauszufinden ob und wie weit Nutzungsrechte eingeräumt werden - ratsam, sich die Nutzungsbedingungen in den AGB durchzulesen. Sie müssten bei jeder Fotografie nachforschen, ob der Urheber (bzw. der Rechteinhaber) rechtswirksam Nutzungsrechte an der Fotografie eingeräumt hat.

  • Wie muss ich mit Fotos umgehen, die ein beauftragter Fotograf gemacht hat?
    Bei Fotografien besteht ein Schutz für den Fotografen. Fotos dürfen nur veröffentlicht werden, wenn der Urheber seine Zustimmung gegeben hat - am besten schriftlich. Durch Vertrag kann das Urheberrecht (in Österreich) selbst grundsätzlich nicht übertragen werden, es kann jedoch vererbt werden. Die Verwendungsrechte müssen immer für den konkreten Zweck erteilt werden - etwa die Veröffentlichung auf der Website. Auch für die Bearbeitung der Fotos ist die Erlaubnis des Urhebers einzuholen.
    Fotos müssen immer unter Angabe der vom Urheber gewünschten Urheberbezeichnung (Copyright) veröffentlicht werden - auch dann, wenn er die Nutzungsrechte abgetreten hat.

  • Was ist mit den Personen, die auf einem Bild zu sehen sind?
    Die Inhalte von Fotografien können urheberrechtlich bedeutsam sein, nämlich im Hinblick auf Personen und Sachen, die auf einer Fotografie abgebildet sind. Eine Fotografie darf nämlich nicht berechtigte Interessen von Abgebildeten verletzen - z.B. Einsatz einer Portrait-Fotografie zu Werbezwecken, ohne die Zustimmung dieser Person eingeholt zu haben. Selbst wenn die abgebildete Person schon verstorben ist, können noch immer berechtigte Interessen naher Angehöriger verletzt werden. Im Einzelfall kann aber auch bereits das Fotografieren einer Person in der Öffentlichkeit zugänglichen Bereichen und ohne Verbreitungsabsicht einen unzulässigen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen darstellen. Im Zweifel ist eine Einwilligung der abgebildeten Personen sinnvoll. Achtung: Auf der Fotografie können aber auch andere Werke abgebildet werden, dies stellt eine Vervielfältigung dieser anderen Werke dar und wäre daher nur mit der Zustimmung der Rechteinhaber zulässig.


    Als Ansprechpartner für weitere Fragen finden Sie Ihre Wiener Berufsfotografen auf der Homepage der Landesinnung Wien

Arbeitsrecht

  • Kann ich einmalig eine Zustimmungserklärung der Mitarbeiter einholen, die für alle zukünftigen Veröffentlichungen von Fotos gilt, oder muss ich fallbezogen eine Zustimmung einholen?
    Ist eine solche Zustimmung bereits im Dienstvertrag enthalten, ist eine weitere Erklärung nicht mehr notwendig. Fehlt eine generelle Zustimmungserklärung im Dienstvertrag, muss für jeden Anlassfall eine Zustimmungserklärung des Mitarbeiters eingeholt werden. (z.B. Fotos bei der Firmenveranstaltung, die in Internet, Intranet und Mitarbeiterzeitung veröffentlicht werden). Betrifft die Veröffentlichung aber Fotos, die auch in den persönlichen Bereich des Arbeitnehmers gehen (z.B.: Fotos von Firmenfeiern) oder für Werbezwecke verwendet werden, müssen fallbezogene Einwilligungen eingeholt werden, auch wenn eine generelle Zustimmung zur Veröffentlichung im Dienstvertrag enthalten ist. Unzulässig ist eine Bildaufnahme von Mitarbeitern zum Zweck der Kontrolle von Arbeitnehmern.
     
  • Muss man diese Fotos auf Verlangen des ehemaligen Dienstnehmers entfernen?
    Verlangt der Mitarbeiter explizit die Löschung, ist diesem Löschbegehren nachzukommen. Bei Gruppen-Fotos etc. wird man als Dienstgeber besser mit einem berechtigten Interesse argumentieren können. Das ist von Fall zu Fall zu prüfen und kann im Ergebnis entsprechend abweichen.

  • Bildtext
    Fotos gelten als geistige Leistung, die dem Urheberrecht unterliegt. Unternehmen, die in Werbe-broschüren, Kundenzeitungen oder online Fotos veröffentlichen, sollten sich daher mit dem Urheberrechtsgesetz vertraut machen.

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