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Sie fragen, wir antworten

Tausende Wiener Unternehmer lassen sich von den Experten der Wirtschaftskammer Wien beraten. Ein aktueller Auszug aus ihren Fragen.

Fragen/Antworten
© wkw

Steuerrecht

  • Wie sieht es steuerlich aus, wenn ein Unternehmer auch Einkünfte aus unselbstständiger Tätigkeit hat?
    Vor allem zu Beginn der unternehmerischen Tätigkeit haben viele neue Unternehmer auch Einkünfte aus unselbstständiger Arbeit. Eine Einkommenstreuer-Erklärungspflicht besteht dann, wenn das gesamte Jahreseinkommen, in dem auch lohnsteuerpflichtige Einkünfte enthalten sind, mehr als 12.000 Euro beträgt und die nicht lohnsteuerpflichtigen Einkünfte den Betrag von  730 Euro  übersteigen. Werden nur Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielt, so besteht bei einem Einnahmen-Ausgaben-Rechner die Erklärungspflicht bereits, wenn das Einkommen  11.000 Euro überschreitet. Darüber hinaus hat das Finanzamt jederzeit die Möglichkeit die Abgabe einer Steuererklärung zu verlangen.

  • Welche Steuersätze kommen zum Tragen?
    Für einen Unternehmer im Nebenberuf gilt, dass er ab der Veranlagung 2016 je nach Höhe des Einkommens aus der unselbstständigen Tätigkeit mit einem Grenzsteuersatz von 25 Prozent bei einem Gesamteinkommen
    • von 11.000 bis 18.000 Euro,
    • von 35 Prozent bei einem Gesamteinkommen von 18.000 bis 31.000 Euro,
    • von 42 Prozent bei einem Gesamteinkommen von 31.000 bis 60.000 Euro,
    • von 48 Prozent bei einem Gesamteinkommen von 60.000 bis 90.000 Euro
    • sowie mit einem Grenzsteuersatz von 50 Prozent bei einem Gesamteinkommen über 90.000 Euro rechnen muss.

Vergaberecht

  • Wann kann ich einen Auftrag direkt vergeben und wann ist eine Ausschreibung nötig?
    Liefer-, Bau- und Dienstleistungsaufträge dürfen bis zu einem geschätzten Auftragswert von 100.000 Euro (ohne Umsatzsteuer) direkt vergeben werden. D.h. der ausgewählte Unternehmer wird ohne vorherige Durchführung eines formalen Vergabeverfahrens beauftragt. Die bei der Durchführung einer Direktvergabe eingeholten Angebote oder unverbindlichen Preisauskünfte müssen dokumentiert werden. Eine Direktvergabe mit vorheriger Bekanntmachung ist bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von 130.000 Euro und bei Bauaufträgen bis zu einem geschätzten Auftragswert von 500.000 Euro möglich. Liegt der Wert der zu vergebenden Aufträge über diesen Schwellenwerten, dann muss eine Ausschreibung gemacht und die entsprechenden Richtlinien beachtet werden.

Arbeitsrecht

  • Welche Rechte hat der Betriebsrat bei der Auflösung von Arbeitsverhältnissen?
    Der Betriebsrat hat das Recht, bei der Auflösung von Arbeitsverhältnissen eingebunden zu werden. Auf welche Weise er eingebunden werden muss, hängt davon ab, ob das Arbeitsverhältnis durch Arbeitgeberkündigung, einvernehmliche Auflösung oder Entlassung aufgelöst wird. Vor der Kündigung eines Arbeitnehmers muss der Betriebsrat verständigt werden. Der Betriebsinhaber muss vor jeder beabsichtigten Kündigung eines Arbeitnehmers den Betriebsrat von der Kündigungsabsicht verständigen. Der Betriebsinhaber hat auf Verlangen des Betriebsrates mit diesem innerhalb der Frist zur Stellungnahme (eine Woche) über die beabsichtigte Kündigung zu beraten. Will sich ein Arbeitnehmer mit dem Betriebsrat vor der Vereinbarung einer einvernehmlichen Auflösung des Arbeitsverhältnisses nachweislich beraten, so kann innerhalb von zwei Arbeitstagen nach diesem Verlangen eine einvernehmliche Lösung rechtswirksam nicht vereinbart werden. Der Betriebsinhaber hat den Betriebsrat von jeder erfolgten Entlassung eines Arbeitnehmers unverzüglich zu verständigen und innerhalb von drei Arbeitstagen nach der Verständigung auf Verlangen des Betriebsrates mit diesem die Entlassung zu beraten.

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