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Sie fragen, wir antworten

Tausende Wiener Unternehmer lassen sich von den Experten der Wirtschaftskammer Wien beraten. Ein aktueller Auszug aus ihren Fragen.

Fragen/Antworten
© wkw

Arbeitsrecht

  • Was versteht man unter der Ruhezeitverkürzung im Hotel- und Gastgewerbe?
    Im Gast-, Schank- und Beherbergungsgewerbe kann für vollzeit- und teilzeitbeschäftigte Arbeiter und Angestellte in Küche und Service bei geteilten Diensten die tägliche Ruhezeit auf mindestens acht Stunden verkürzt werden. Ein geteilter Dienst liegt vor, wenn die Tagesarbeitszeit eine Unterbrechung von mindestens drei Stunden vorsieht. Verkürzungen der täglichen Ruhezeit sind durch die Verlängerung einer täglichen Ruhezeit auszugleichen, und zwar in Jahresbetrieben innerhalb von vier Wochen, in Saisonbetrieben möglichst innerhalb der Saison, spätestens jedoch im Anschluss an die Saison.

  • Was ist, wenn kein Ausgleich der Ruhezeitverkürzung stattgefunden hat und das Dienstverhältnis beendet wird?
    Scheidet ein Arbeitnehmer während der Saison aus, bevor die verkürzten täglichen Ruhezeiten ausgeglichen werden können, hat er Anspruch auf Abgeltung der verkürzten Ruhezeiten. Diese Abgeltung wird berechnet, indem der Stundensatz des Arbeitnehmers zuzüglich der Zuschläge, auf die er während der in der verkürzten Ruhezeit geleisteten Arbeit Anspruch hatte, herangezogen wird. Ebenso ist in Ganzjahresbetrieben vorzugehen, 

Steuerrecht

  • Was muss ich beachten, wenn ich einen Pkw oder Kombi für meinen Betrieb anschaffe?
    Anschaffungskosten von Pkw und Kombi sind nur bis zu einer bestimmten Obergrenze steuerlich absetzbar. Diese Angemessenheitsgrenze beträgt 40.000 Euro. Unter den maßgeblichen Anschaffungskosten versteht man den Kaufpreis inkl. Umsatzsteuer und Normverbrauchsabgabe, des Weiteren die Kosten für Sonderausstattungen, die Teil des angeschafften Fahrzeugs sind, wie beispielsweise Allradantrieb, Alufelgen, Antiblockiersystem etc. Zu den Anschaffungskosten gehören auch Nebenkosten wie z.B. Überstellungskosten oder Gebühren für Einzelzulassungen. Für Gebrauchtwagen, die bei der Anschaffung maximal fünf Jahre alt sind, ist der Neupreis inkl. Sonderausstattungen zum Zeitpunkt der Erstzulassung heranzuziehen. Ist das Fahrzeug älter, ist von den tatsächlichen Anschaffungskosten auszugehen. Die Absetzbarkeit gilt auch bei geleasten Fahrzeugen. Die Kürzung wird dann statt von der „Absetzung für Abnutzung” von den Leasingraten durchgeführt.

Wirtschaftsrecht

  • Was ist ein Befähigungsnachweis und wer muss ihn haben?
    Darunter ist der Nachweis zu verstehen, dass der Gewerbetreibende alle fachlichen und kaufmännisch-rechtlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen besitzt, um ein reglementiertes Gewerbe selbständig ausüben zu können. Er muss anlässlich der Anmeldung eines Gewerbes bzw. der Bestellung als gewerberechtlicher Geschäftsführer als besondere Voraussetzung nachgewiesen werden. Für freie Gewerbe und für Gewerbe, die - mit Ausnahme einiger Gewerbe (z.B. Baumeister) - in Form eines Industriebetriebs ausgeübt werden, braucht man keinen Nachweis. Export in Nicht-EU-Länder

  • Wann ist eine Warenlieferungen in ein Drittland frei von österreichischer Umsatzsteuer?
    Der Verkauf von Waren in das Drittlandsgebiet (EU-Ausland) führt zu einer steuerfreien Ausfuhrlieferung, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt werden: Der Unternehmer befördert oder versendet den Gegenstand selbst (im Versendungsfall ist ein ausländischer Abnehmer nicht erforderlich). Das Umsatzgeschäft wird mit einem ausländischen Abnehmer abgeschlossen, der den Gegenstand befördert oder versendet (Abholfall). Darüber hinaus hat der Unternehmer die Steuerfreiheit buchmäßig nachzuweisen sowie einen Ausfuhrnachweis zu erbringen.


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