th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Sie fragen, wir antworten

Tausende Wiener Unternehmer lassen sich von den Experten der Wirtschaftskammer Wien beraten. Ein aktueller Auszug aus ihren Fragen.

Fragen/Antworten
© wkw/pippan

Arbeitsrecht

  • Was versteht man unter dem Begriff Ruhezeitverkürzung im Hotel- und Gastgewerbe?
    Seit dem 1. September 2018 kann für das Gast-, Schank- und Beherbergungsgewerbe für vollzeit- und teilzeitbeschäftigte Arbeiter und Angestellte in Küche und Service bei geteilten Diensten die tägliche Ruhezeit auf mindestens acht Stunden verkürzt werden. Ein geteilter Dienst liegt vor, wenn die Tagesarbeitszeit eine Unterbrechung von mindestens drei Stunden vorsieht. Verkürzungen der täglichen Ruhezeit sind durch die Verlängerung einer täglichen Ruhezeit auszugleichen, und zwar ,
    • in Jahresbetrieben innerhalb von vier Wochen,
    • in Saisonbetrieben möglichst innerhalb der Saison, spätestens jedoch im Anschluss an die Saison.

  • Wie ist der Ausgleich der Ruhezeitverkürzung vorzunehmen?
    Das Arbeitszeitgesetz sieht vor, dass Verkürzungen der täglichen Ruhezeit durch die Verlängerung einer (anderen) täglichen Ruhezeit auszugleichen sind. Es sieht hingegen nicht vor, dass Verkürzungen der täglichen Ruhezeit durch die Verlängerung einer wöchentlichen Ruhezeit auszugleichen sind. Das bedeutet: Eine Verkürzung der Ruhezeit wird ausgeglichen, indem eine tägliche Ruhezeit von elf Stunden verlängert wird. Eine Verkürzung der Ruhezeit wird nicht ausgeglichen, wenn eine wöchentliche Ruhezeit von 36 Stunden verlängert wird. Der Arbeitgeber hat in den Arbeitszeitaufzeichnungen die Inanspruchnahme der Ruhezeitverkürzung sowie den Beginn und das Ende der Saison zu vermerken. Der Arbeitgeber ist außerdem verpflichtet, die Arbeitszeitaufzeichnungen selber zu führen und darf sie nicht an den Arbeitnehmer delegieren.

Steuerrecht

  • Was sind Sonderausgaben?
    Das sind private Aufwendungen von  Steuerpflichtigen. Sie stellen weder Betriebsausgaben, Werbungskosten noch außergewöhnliche Belastungen dar. Sie  können zur Minderung der Steuerbemessungsgrundlage und somit zu einer Reduzierung der Einkommen(Lohn)steuerbelastung beitragen. Als Sonderausgaben können nur Ausgaben geltend gemacht werden, zu denen der Steuerpflichtige selbst verpflichtet ist. Die Bezahlung durch den Steuerpflichtigen ist nachzuweisen. Beispiele wären: Kirchenbeitrag, freiwillige personenbezogenen Versicherungsprämien und -beiträge oder Spenden.   Seit 2018 werden Spenden und Kirchenbeitrag nur mehr auf Grund einer elektronischen Datenübermittlung berücksichtigt, man muss sie nicht mehr selbst in der Steuererklärungeintragen. 

Wirtschaftsrecht

  • Was ist der Unterschied zwischen Besitz und Eigentum?
    Umgangssprachlich werden die Begriffe Besitz und Eigentum oft als Synonyme verwendet. Rechtlich gibt es aber seit der Antike einen großen Unterschied zwischen diesen Begriffen. Der Besitz bezeichnet die tatsächliche Herrschaft über eine Sache, sagt aber nichts über die Rechtmäßigkeit dieser Herrschaft aus. Das Eigentum hingegen bezeichnet das Recht der Verfügungsgewalt über eine Sache. Der Eigentümer kann von jedem anderen die Herausgabe seines Eigentums verlangen. Beispiele aus der Praxis: ein vermietetes Fahrzeug ist zwar im Besitz des Mieters, bleibt aber im Eigentum des Vermieters; ein Dieb wird Besitzer der gestohlenen Sache, der Bestohlene bleibt aber Eigentümer der Beute. In der Verhandlung muss man nur den letzten ruhigen Besitz und die erfolgte Störung beweisen (z.B. unbefugtes Betreten der angemieteten Wohnung durch den Vermieter). Das Recht auf Besitz, Eigentum, Redlichkeit und Unredlichkeit des Besitzes oder etwaige Entschädigungsansprüche werden nicht verhandelt. Man kann, muss sich aber nicht von einem Anwalt vertreten lassen und Behauptungen zur Störung schriftlich oder mündlich zu Protokoll geben. Schriftlich überreichte Klagen sind als Besitzstörungsklagen zu bezeichnen. Das Verfahren wird aufgrund der Dringlichkeit der Erledigung besonders schnell abgewickelt.

 

Das könnte Sie auch interessieren

Beiträge eines Arbeitgebers an die Betriebliche Vorsorgekasse sind im Ausmaß von 1,53 Prozent des monatlichen Bruttoentgelts lohnsteuerfrei.

Wie wirken sich BV-Beiträge auf die Lohnsteuer aus?

Tausende Wiener Unternehmer lassen sich von den Experten der Wirtschaftskammer Wien beraten. Ein Auszug der aktuellen Fragen. mehr

Öffnungszeiten

Weihnachtsöffnungszeiten kompakt: Am 8. Dezember heuer geschlossen

Rund um Weihnachten und Silvester gelten bei den Öffnungszeiten Sonderregelungen. Neu ist heuer, dass am 24. Dezember Betriebe mit Dienstnehmern bereits um 13 Uhr schließen müssen. Und weil der 8. Dezember heuer auf einen Sonntag fällt, dürfen Geschäfte an diesem Tag nicht offengehalten werden. mehr