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Sicher ist sicher bei Geschäftsreisen

Was es für Arbeitgeber bei Geschäftsreisen und Entsendungen von Mitarbeitern zu beachten gilt und welche Risiken vorab durch gute Planung minimiert werden können.

Auslandsaufenthalte von Mitarbeitern sind oft mit Risiken verbunden. Um die Sicherheit und Gesundheit der Reisenden gewähren zu können, sollten schon in der Planung einige wichtige Punkte beachtet werden.
© RossHelen/Shutterstock Auslandsaufenthalte von Mitarbeitern sind oft mit Risiken verbunden. Um die Sicherheit und Gesundheit der Reisenden gewähren zu können, sollten schon in der Planung einige wichtige Punkte beachtet werden.

Gerade in Zeiten des Coronaviruses steigt bei Dienstreisen und Entsendungen von Mitarbeitern die Unsicherheit bezüglich der Richtlinien, die Arbeitgeber einzuhalten haben. Um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter bei Dienstreisen und Entsendungen sicherstellen zu können, ergeben sich deshalb besondere Fürsorgepflichten auf Arbeitgeberseite. So müssen Reisewarnungen des Außenministeriums vom Arbeitgeber jedenfalls beachtet werden. Generell sollten schon im Vorfeld mögliche Gefahren evaluiert und entsprechende Vorkehrungen getroffen werden:

Reisesicherheit im Ausland

Verschiedene Faktoren beeinflussen das Reisesicherheitsrisiko von Mitarbeitern. Dazu gehören neben der Sicherheitslage im Reiseland auch die genauen Reisepläne, aber auch das Profil des Unternehmens und des Reisenden. Zum Profil des Reisenden gehören Geschlecht, Nationalität, religiöse Zugehörigkeit und sexuelle Orientierung, aber auch das Alter. Daneben kann auch die geschäftliche und gesellschaftliche Stellung des Reisenden das individuelle Sicherheitsrisiko erhöhen. Auch Aspekte wie die allgemeine Reiseerfahrung, die Kenntnis des jeweiligen Kulturraums und der Sprache sowie das Verhalten des Reisenden haben Einfluss auf dessen Sicherheit. Da das Sicherheitsrisiko auch innerhalb des Reiselandes variieren kann, sollte der genaue Zielort bei der Evaluierung der Sicherheitslage berücksichtigt werden. Eine wesentliche Rolle spielt auch der Entwicklungsstand des Landes -  aber auch, ob sich der Reisende in urbanen Zentren oder abgelegenen Regionen aufhalten wird. Denn nicht nur die Infrastruktur und die Unterbringungsmöglichkeiten spielen dabei eine Rolle, auch Kriminalität und Extremismus sowie klimatische und geografische Faktoren haben Einfluss auf die Sicherheit des Reisenden. Bei den Reiseplänen sollten außerdem andauernde Konflikte, soziale Unruhen, politische Ereignisse aber auch Gefahren aus Naturereignissen berücksichtigt werden.  

Sicherheit am Arbeitsplatz

Mitarbeiter, die ins Ausland gesendet werden, haben auch dort im selben Umfang Anspruch auf sichere Arbeitsbedingungen, wie sie in Österreich vorgegeben sind. Zur Gewährleistung der Sicherheit am Arbeitsplatz bei Auslandseinsätzen sollte deshalb vorab eine Evaluierung des Arbeitsplatzes und der Tätigkeit am Einsatzort durchgeführt werden. Es muss sichergestellt werden, dass alle Arbeitsschutzvorschriften auch bei den Tätigkeiten im Ausland angewandt werden. Es empfiehlt sich auch zu überprüfen, ob die Tätigkeit im Zielland ausgeführt werden kann (z.B. Vorhandensein von klaren Anweisungen und geeigneten Arbeitsmitteln) und ob die notwendige persönliche Schutzausrüstung vor Ort verfügbar ist. Auch die Verfügbarkeit von Arbeitskleidung, die für die klimatischen Verhältnisse vor Ort geeignet ist, beziehungswiese die Möglichkeit der Einfuhr ins Land, sollte vorab geklärt werden.

Zu klären sind vorab außerdem folgende Fragen

  • Liegen Informationen über die Arbeitsschutzvorschriften im Beschäftigungsland vor? 
  • Wurde das Unfallrisiko für die Auslandsreise (Verkehrsunfälle, Arbeitssicherheit auf Baustellen etc.) evaluiert?
  • Wurde eine private Unfallversicherung abgeschlossen? 
  • Gibt es Informationen über arbeitsbedingte Erkrankungen und Berufskrankheiten?
  • Ist der Mitarbeiter mit dem Umgang der Werkzeuge vor Ort vertraut 
  • Sind Gefährdungen durch eingesetzte Gefahrstoffe bekannt?

Medizinische Sicherheit

Je nach Einsatzort- und dauer sind Mitarbeiter während ihres Auslandeinsatzes verschiedenen Risiken ausgesetzt. So können Aufenthalte in Risikoregionen oder Entwicklungsländern Gesundheitsrisiken mit sich bringen. Aber auch in ungefährlichen Regionen können durch Infektionskrankheiten oder extreme klimatische Bedingungen Gesundheitsrisiken entstehen oder bereits vorhandene gesundheitliche Beeinträchtigungen verstärkt werden. Neben dem Einsatzort gilt es daher auch die psychische und physische Verfassung des Reisenden zu evaluieren. Außerdem sollte der Arbeitgeber bereits vorhandene Grunderkrankungen, Alter, Erfahrung des Reisenden sowie das Geschlecht in die Planung miteinbeziehen.

Vor Reiseantritt sollte außerdem die Häufigkeit bestimmter Infektionskrankheiten im Land geklärt werden und eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen werden. Daneben gilt es sicherzustellen, dass der Reisende Zugang zu notwendigen Schutzimpfungen hat. Vor der Mitfuhr von Medikamenten empfiehlt es sich, die Einfuhrbestimmungen für Arzneimittel und auch die hygienischen Bedingungen vor Ort zu ermitteln. Für den Ernstfall sollte schon vorab ein Rückholplan erstellt werden. Außerdem ist die Betreuung der Mitarbeiter vor Ort nach einem Unfall, das Vorhandensein von Ersthelfern sowie eines funktionierenden Rettungssystems vor Ort sicherzustellen. Unbedingt geklärt werden sollte neben der Erreichbarkeit vorhandener medizinischer Einrichtungen im Reiseland auch die Frage nach der Bezahlung von medizinischen Leistungen. Um die Gesundheit anderer Mitarbeiter nicht zu gefährden, ist es ratsam nach der Rückkehr eines Arbeitnehmers aus einem von einer Epidemie betroffenen Gebiet, Auskunft über dessen Zustand einzuholen und gegebenenfalls die nötigen Sicherheitsmaßnahmen anzuordnen.

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