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Ruck: Seidenstraße-Denken in neuen Dimensionen

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

© Pyty/Shutterstock. Gestaltung: wkw/gp

Klein, klein war gestern, jetzt ist Denken in neuen, großen Dimensionen angesagt. Und zwar beim Ausbau der Handelswege zwischen China und Europa. Wo einst die Seidenstraße für florierende Geschäfte sorgte, werden heute mit chinesischen Milliardeninvestitionen Straßen, Bahnstrecken, Häfen und vieles mehr modernisiert und neu errichtet. Entlang der neuen Handelsrouten entstehen Wirtschaftsparks, Industriezonen und eine hochwertige Telekommunikationsinfrastruktur. Bei der neuen Seidenstraße geht es längst nicht nur um den Transport von Waren. Es geht um das vielleicht größte Wirtschaftsprojekt der Menschheitsgeschichte.

Österreich darf nicht als Zuschauer übrigbleiben

Für die österreichische und speziell die Wiener Wirtschaft ist die neue Seidenstraße extrem wichtig, denn rund um die Errichtung der Infrastrukturen werden große Aufträge vergeben. Im Zuge meiner Wirtschaftsmission nach Peking, dem politischen und strategischen Zentrum der Seidenstraßen-Initiative, habe ich die Weichen für einen Zugang unserer Betriebe zu diesem Jahrhundertprojekt gestellt. Unser Abkommen mit der chinesischen Handelsagentur CCPIT stellt sicher, dass die Produkte und Dienstleistungen österreichischer Anbieter bei den verschiedenen Teilprojekten gesehen werden - und Österreich nicht als Zuschauer übrigbleibt. Daher unterstützen wir auch die chinesische Industrie- und Handelsbank ICBC bei der Ansiedlung eines regionalen Headquarters in Wien. Für unsere Stadt ist das ein Riesengewinn - und wir werden noch weniger leicht übersehen.

Hoffe auf Unterstützung der kommenden Regierung

Bei der Anbindung an die neue Seidenstraße hat Österreich im Moment allerdings nicht die besten Karten, weil keine der bisher geplanten Routen durch unser Land führt. Es braucht daher sehr rasch ein kräftiges politisches Engagement für die Verlängerung der Breitspurbahn von der Slowakei in den Großraum Wien. Am neuen Endpunkt sollten optimalerweise ein Logistikzentrum und ein Wirtschaftspark errichtet werden. Die im Osten weit verzweigte Breitspurbahn ist ein Schlüsselelement bei der Entwicklung der neuen Handelswege zwischen China und Europa. Ohne diese Anbindung geht auch die mit der Seidenstraße verbundene Wirtschaftsentwicklung weitgehend an Österreich vorbei. Hier hoffe ich auf die Unterstützung der kommenden Regierung. Ihr muss bewusst sein, dass Dabeisein Wachstum und Danebenstehen gar nichts bringt.

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