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Augenoptiker warnen: Sehschwäche am Steuer kann tödlich enden

Der Herbst ist da und damit auch frühe Dunkelheit, lange Dämmerung und rutschiger Asphalt – ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Autofahrer.

Beschichtete Gläser helfen gegen Blendung: links mit, rechts ohne Autofahrer-Brille.
© Rodenstock Beschichtete Gläser helfen gegen Blendung: links mit, rechts ohne Autofahrer-Brille.

„Gerade im Herbst wird die Sehschwäche zur Achillesferse – ein Risiko, das von den meisten Autofahrern völlig unterschätzt wird", sagt Anton Koller, Wiener Landesinnungsmeister der Augenoptiker / Optometristen. Während ältere Autos jedes Jahr „zum Pickerl geschickt" werden, gehen viele Fahrer nur alle paar Jahre zum Augenoptiker / Optometristen, um sich ihr „Pickerl" fürs Auge zu holen. In der Zwischenzeit aufgetretene Sehschwächen, die sonst unauffällig sind, können jedoch im Straßenverkehr tödlich enden. Wenn zudem nachgewiesen wird, dass der Unfallfahrer mit einer mangelnden Korrektur seiner Sehschwäche gefahren ist, kann es zu Problemen mit seiner Versicherung kommen.

Geschätzt 550.000 Autofahrer sind in Österreich mit mangelnder Sichtkorrektur unterwegs 

Das ist aber noch nicht alles: „Nur wenigen Autofahrern ist bewusst, dass Ihre Alltagsbrille im Strassenverkehr eventuell nicht ausreichend ist", sagt Koller. Brillen, die sich beispielsweise für den Arbeitsalltag eignen, schützen noch lange nicht vor den Herausforderungen des Straßenverkehrs. „Oft fällt das schon beim Fahren selbst auf - wenn beispielsweise Straßenschilder in der Nacht und bei Dämmerung spät oder schlecht erkennbar sind", sagt Koller. Aber auch wenn alles in Ordnung erscheint, ist es für Autofahrer sinnvoll, bei der jährlichen Augenkontrolle ihren Augenoptiker / Optometristen zu fragen, ob ihre Alltagsbrille auch zum Autofahren geeignet ist. „Falls nicht, empfehlen wir den Kauf einer speziellen Autofahrer-Brille, die jene Schwächen ausgleicht, welche sich besonders beim Fahren ergeben." Sie bewahrt etwa vor Blendung, gewährt eine klare und kontrastreiche Sicht und schränkt das Blickfeld so wenig wie möglich ein.

Das muss die richtige Brille fürs Auto können

  • Schutz vor Blendung: „Bei LED-Lichtern entgegenkommender Fahrzeuge ist der Blauanteil des Lichtspektrums besonders hoch. Das sorgt für unangenehme Blendung", erklärt Koller. Zwar ist es hilfreich, rechts am entgegenkommenden Fahrzeug vorbeizuschauen, aber nicht immer ausreichend. Spezielle Brillengläser reduzieren dank Veredelung bzw. Beschichtung diesen Blauanteil des durchfallenden Lichts auf ein Minimum. Kontrastsehen und Farbwahrnehmung werden mit Hilfe spezieller Filter verbessert.
  • Gleitsichtgläser: 97 % der Fahrzeit sehen wir in die Ferne bzw. auf Verkehr. Dazwischen aber erfolgt ein sehr schneller Blickwechsel zwischen Straße, Rückspiegel und Armaturenbrett. Je mehr die Alterssichtigkeit fortschreitet, desto schwerer wird dieser Wechsel. Gleitsichtgläser für Autofahrer haben daher einen extra breiten oberen Bereich für die Fernsicht. Dieser ermöglicht auch bei Blicken aus den Augenwinkeln ein noch besseres Sehen.
  • Brillenfassung: Wichtig ist auch die richtige Fassung und Form der Brille. Möglichst dünne Fassungen und Bügel schränken das Blickfeld nicht ein; große Brillengläser sorgen außerdem dafür, dass man jegliches Geschehen im Außen- und Rückspiegel schon mit kleinsten Kopfbewegungen überblicken kann. 

Tipps der Augenoptiker: So fahren Sie sicher!

Wussten Sie schon?

Ihr Sehvermögen verändert sich laufend: Wer mit 18 Jahren eine Sehüberprüfung für den Führerschein hatte, sieht unter Umständen mit 28 Jahren bereits viel schlechter. Potenzielle Fehlsichtigkeiten (insbesondere Kurzsichtigkeit) sollten daher jährlich beim Augenoptiker / Optometristen überprüft und korrigiert werden. Folgende Symptome lassen auf eine Verschlechterung der Sehkraft schließen: häufiges Blinzeln, trockene Augen, häufige Kopfschmerzen, Sehprobleme im Dunkeln, Schwierigkeiten beim Lesen.

Alterssichtigkeit ab 40: Ab dem 40. Lebensjahr steigt die Gefahr der Alterssichtigkeit. Die Nahsicht leidet, aber auch andere Probleme wie die Nachtblindheit treten auf. Die laufende Kontrolle ist umso wichtiger, da gerade ältere Menschen nach Unfällen oft in Verdacht geraten, ihre schlechte Sicht sei mit schuld. Wer den Nachweis einer vor kurzem erfolgten Sehüberprüfung mit sich führt, hat es bei solchen Verdachtsmomenten einfacher.

Nachtblindheit: Sie sehen in der Dämmerung oder Nacht schlecht? Das kann eine altersbedingte Erscheinung sein (dagegen hilft die richtige Brille), aber auch eine "echte" Nachtblindheit, die u.a. genetische Ursachen haben kann. Bei dieser sind die Stäbchenzellen in der Netzhaut geschädigt – eine sehr ernste Angelegenheit, wegen der Sie sich Rat beim Ophthalmologen holen sollten. Ob es nur eine altersbedingte Verschlechterung der Sicht ist, kann ein Augenoptiker / Optometrist feststellen.

Eine eigene Autofahrer-Brille ist sinnvoll, um spezifische Problemfelder bei der Fahrt auszugleichen. Wichtig ist bei der jährlichen Überprüfung die Frage an den Augenoptiker / Optometristen, ob sich die Alltagsbrille im Einzelfall auch für die Fahrt eignet, oder ob eine Autofahrer-Brille nötig ist. Die Brille reduziert dank Veredelung und Polarisationsfilter die Blendung durch entgegenkommende Fahrzeuge, erleichtert den Wechselblick dank Gleitsicht und bietet ein weites Blickfeld.

Eine Reservebrille im Fahrzeug mitzuführen, ist gesetzlich nicht vorgeschrieben! Es ist aber dennoch empfehlenswert, eine dabei zu haben, für den Fall, dass die primäre Brille kaputt wird oder aus einem anderen Grund nicht verwendet werden kann.

Das sagt das Gesetz: Ab 36 € kostet die Strafe, wenn man das erste Mal ohne den im Führerschein angegebenen Sehbehelf im Auto erwischt wird. Bei wiederholtem Fahren "ohne" kann die Lenkberechtigung entzogen werden. Übrigens gilt das auch, wenn man Kontaktlinsen trägt, im Führerschein aber ausschließlich Brillen eingetragen sind: Wer auf einen anderen Sehbehelf umsteigt, sollte diesen daher auf jeden Fall auch im Führerschein vermerken lassen.

Ist Ihr Fahrzeug herbsttauglich? Überprüfen Sie gerade jetzt Scheibenwischer und Lichter auf Funktionstüchtigkeit. Vergessen Sie dabei nicht, die Innenseiten der Autoscheiben – diese zu putzen, wirkt oft Wunder!

Lassen Sie Ihre Brille nicht im Auto liegen – die Temperaturschwankungen führen zu Materialschwächen. 

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