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Dobcak: Schluss mit dem Bürokratie-Dschungel in der Gastronomie

Enorme Auflagen machen den Gastronomen das Leben schwer. Es ist höchste Zeit, die Entbürokratisierung endlich auf Schiene zu bringen.

Kellner mit Bier
© wkw

Überbordende Bürokratie in der Gastronomie. Ein Vergleich mit der TV-Show „Ich bin ein Star - holt mich hier raus” liegt für Peter Dobcak, Obmann der Wiener Gastronomie, klar auf der Hand. „In der Show müssen Teilnehmer im australischen Dschungel zwei Wochen gegen Grässlichkeiten der Natur ankämpfen. Bei uns in Wien geht es in der Gastronomiebranche jedoch viel härter zu.” Denn die „Schikanen, denen Wiener Gastronomen ausgesetzt sind”, dauern nicht nur zwei Wochen an, sondern nehmen kein Ende. „Die Kennzeichnung der Allergene in Speisekarten, extrem überzogene Hygienevorschriften und spontane Überprüfungen des Arbeitsinspektorats zur besten Geschäftszeit sind nur einige Beispiele dafür, was Gastronomen ertragen müssen”, ärgert sich Dobcak. Vom Bürokratieabbau sei im vergangenen Jahr also nicht zu merken gewesen. Das Gegenteil sei der Fall, kritisiert Dobcak: „Aufgrund der enormen Auflagen ist es für Gastronomen sehr schwierig geworden, ihrer Tätigkeit nachzugehen.”

„In der Wiener Gastronomie geht es härter zu als im Dschungel.”
Peter Dobcak, Obmann der Wiener Gastronomie

Wirte sind keine Juristen

Alle Vorschriften zu kennen und im Bürokratie-Dschungel den Überblick zu bewahren, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit”, sagt Dobcak. Denn Wirte seien keine Juristen, sondern Gastronomen. Die Fachgruppe Gastronomie arbeite bereits mit Hochdruck an Vorschlägen zur Entbürokratisierung. „Diese Vorschläge werden wir in Kürze präsentieren”, betont Dobcak.


Wiens Gastronomie

In Wien gibt es insgesamt fast 8000 Gastronomiebetriebe mit 18 unterschiedlichen Betriebsarten.


Einge Beispiele:

  • Die größte Gruppe mit knapp 1700 sind Restaurants.

  • „Freie Gewerbe Verabreichung von Speisen und Ausschank von Getränken” machen 880 der Betriebe aus.

  • 730 gehören zur Kategorie „Bars, Tanzlokale und Diskotheken”.



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