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Schiefer: Tabak muss man als Genussmittel sehen

Rauch- und Tabakwaren sollen nur in Trafiken verkauft werden dürfen, sagt der Obmann der Wiener Trafikanten, Andreas Schiefer. Mit neuen Angeboten will er die Zukunft der Branche sichern.

Andreas Schiefer
© Daniel Schaler

Die Trafiken haben in Wien eine Strukturbereinigung hinter sich. 650 Betriebe zählte das Wiener Gremium zu Jahresende 2019, neun Jahre davor waren es noch 900. Gremialobmann Andreas Schiefer geht davon aus, dass diese Zahl nun annähernd stabil bleibt - auch wenn das Geschäft für die Trafikanten nicht einfacher werde. Zwar habe sich das Gastro-Rauchverbot noch nicht signifikant auf die Umsätze ausgewirkt, „Allerdings merken wir schon, dass es immer schwieriger wird”, sagt Schiefer. Er ist für ein „vernünftiges Miteinander”, das den Einzelnen nicht zu stark einschränkt. Tabak müsse wie Alkohol statt als Sucht- mehr als Genussmittel gesehen werden. „Es sollte jedem Einzelnen überlassen bleiben, wie er damit umgeht.”

Kein Freiverkauf von Rauchersatzprodukten

Klare rechtliche Regeln fordert er dagegen, wenn es um den Verkauf von Rauchersatzprodukten geht, etwa Hanf, Liquids oder Nikotinsalze. Derzeit sind diese frei verkäuflich. „Sie gehören aber in die Trafik”, fordert Schiefer. Es sei nicht einzusehen, warum Rauchersatzprodukte anderen rechtlichen Bestimmungen unterliegen wie Tabakwaren. Auch steuerlich gelten für Rauchersatzprodukte aktuell komplett andere Maßstäbe.

„Die Branche bietet Behinderten eine wichtige Existenzgrundlage.”
Andreas Schiefer, Gremialobmann

Schiefer engagiert sich sehr darin, neue Produktgruppen zu finden, mit denen Trafikanten ihr Angebotsportfolio erweitern können. „Die Stadt verändert sich. Wir werden uns mit verändern müssen - ob wir wollen oder nicht.” Allerdings sei das nicht ganz einfach, denn der Verkauf von Tabak ist monopolisiert und an strenge Vorschriften gebunden. Es gibt einen genauen Katalog der erlaubten Nebenprodukte. Jede Erweiterung wie etwa zuletzt um Mitnehmkaffee muss von der Monopolverwaltung genehmigt werden. Sie managt das Tabakmonopol im Auftrag des Bundes und wird von den Trafikanten finanziert. Mit ihr gebe es aber eine gute Arbeitsbasis, betont Schiefer. Auch die Gestaltung jeder einzelnen Trafik und der Außenauftritt der ganzen Branche müssen überdacht werden. Schiefer will das Genuss-Image stärker betonen und auch das Selbstbewusstsein der Trafikanten stärken. Trafiken bieten nach wie vor eine wichtige wirtschaftliche Existenzgrundlage für Behinderte, in Wien haben rund 60 Prozent der Branchenunternehmer eine Behinderung, „Sie erbringen eine besondere Leistung”, betont er.

Neues einheitliches Ablösesystem

Stolz ist der Obmann, der auch im Bundesgremium engagiert ist, auf die jüngsten Erfolge der Interessenvertretung, etwa das österreichweit einheitliche Ablösesystem bei der Trafik-Weitergabe. Und seit 2019 fließen Überschüsse, die die Monopolverwaltung erwirtschaftet, in einen Fonds, aus dem wiederum Trafikanten unterstützt werden. „Da geht es um rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Geld, das nun wieder der Branche zugute kommt”, sagt Schiefer.

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