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Ruck: Erfolg bei Zuordnung zur Sozialversicherung

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

© wkw

Maximale Sicherheit für Auftraggeber und Auftragnehmer - das war unser erklärtes Ziel beim Sozialversicherungs-Zuordnungsgesetz, das seit 1. Juli gilt. Ein-Personen-Unternehmer (EPU) können seitdem vor Beginn einer Tätigkeit prüfen lassen, ob sie von der Gebietskrankenkasse als Selbstständige oder Unselbstständige eingestuft werden. Das Ergebnis der Prüfung wird per Bescheid festgehalten - bestmögliche Rechtssicherheit ist dadurch gegeben. Auftraggeber können sich dann darauf verlassen, dass es später zu keiner so genannten Umqualifizierung ihres Auftragnehmers kommt, was früher teure Nachzahlungen zur Folge hatte. Das Gesetz gilt für ganz Österreich und basiert auf einem Vorschlag der Wirtschaftskammer Wien. Es ist ein Riesenerfolg. Mehr als 300.000 österreichische EPU und ihre Auftraggeber profitieren davon.

Die früher oft existenzbedrohenden Forderungen der Gebietskrankenkasse sollten damit der Vergangenheit angehören

Vor kurzem haben wir noch mehr in dieser Sache erreicht - nämlich die rückwirkende Anwendung des neuen Gesetzes. Das heißt in der Praxis: Wenn ein Auftrag schon einige Jahre lang läuft und der Auftragnehmer dann von der Gebietskrankenkasse als Angestellter eingestuft wird, werden die von ihm geleisteten Sozialversicherungsbeiträge dem Auftraggeber angerechnet und mindern dessen Nachzahlungen deutlich. Die früher oft existenzbedrohenden Forderungen der Gebietskrankenkasse sollten damit der Vergangenheit angehören.

Freiwillige Prüfung durch Gebietskrankenkasse,

Ich empfehle jedem Ein-Personen-Unternehmer die freiwillige Prüfung durch die Gebietskrankenkasse, wenn er nicht sicher ist, ob in einem konkreten Fall eine selbstständige oder unselbstständige Tätigkeit vorliegt. Seine Arbeitsbeziehung zu seinem Auftraggeber baut er damit auf einem stabilen Fundament.

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