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Rekordbilanz bei Wiens Kongress-Tourismus

Wiens Tagungsindustrie hat 2018 ihr bislang bestes Jahr mit neuen Rekordwerten. Damit Wien als Tourismusmetropole weiterhin erfolgreich ist, fordert Tourismusobmann Grießler die rasche Umsetzung der dritten Piste am Flughafen Wien und die Schaffung eines Eventboards für die geplante Eventhalle.

V.l.: Markus Grießler, Obmann Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien, Stadtrat Peter Hanke, Norbert Kettner, Direktor WienTourismus, Christian Woroka, Leiter Vienna Convention Bureau.
© PID/David Bohmann V.l.: Markus Grießler, Obmann Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien, Stadtrat Peter Hanke, Norbert Kettner, Direktor WienTourismus, Christian Woroka, Leiter Vienna Convention Bureau.

„Wiens Tagungsindustrie ist ein wichtiger Faktor für die Tourismuswirtschaft und die Tourismusbilanz der Bundeshauptstadt”, sagt Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien. Umso erfreulicher also, dass die Tagungs-Bilanz 2018 mit neuen Rekordwerten glänzte. Die Zahl der Veranstaltungen stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 4685, die Teilnehmer- und Nächtigungszahlen legten um jeweils drei Prozent zu (siehe auch Kasten Seite 7). Zu dem deutlichen Plus beigetragen habe auch der österreichische Vorsitz im Rat der Europäischen Union (EU) im zweiten Halbjahr 2018, der im Vorjahr zu einer Verdoppelung der EU-Meetings in Wien auf 270 Veranstaltungen geführt habe, sagte Norbert Kettner, Direktor des WienTourismus bei der Präsentation der Zahlen. Von den 4685 Veranstaltungen waren laut der vorgelegten Bilanz 1004 internationale Kongresse, 540 nationale Kongresse und 3141 Firmenveranstaltungen, Tagungen und Incentices. 

„Für die neue Eventhalle sollte man schon jetzt ein mit Experten besetztes Eventboard schaffen.”
Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

Hohe Wertschöpfung durch die Meeting-Industrie

Im Vorjahr sei jede achte Gästenächtigung auf Kongresstourismus zurückzuführen gewesen, erklärte Peter Hanke, Wiens Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales. In den letzten zehn Jahren sei die Wertschöpfung der Tagungsindustrie um 63 Prozent gewachsen, 2018 habe ihr Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Österreichs bereits 1,2 Milliarden Euro ausgemacht. Im Vergleich zu den Vorjahren habe es 2018 einen besonders hohen Anteil an ein- und zweitägigen Kongressen gegeben, die internationalen Kongresse verzeichneten 2018 mit 2,78 Tagen die bislang kürzeste Dauer. Die durchschnittliche Dauer nationaler Kongresse sei hingegen mit 1,85 Tagen unverändert geblieben. Internationale Kongresse seien aber dennoch die Cashcow unter den Tagungen und auch weiterhin der stärkste ausschlaggebende Faktor für das wirtschaftliche Gesamtergebnis.Mit einem Anteil von 21 Prozent am gesamten Tagungsaufkommen stellen sie mehr als die Hälfte aller Teilnehmer (56 Prozent), mehr als zwei Drittel des Nächtigungsaufkommens (77 Prozent) und mit jeweils 82 Prozent den Löwenanteil der Wertschöpfung. Für Hotelnächtigungen, Teilnahmegebühren, Konsumation in gastronomischen Betrieben, Eintritte, Shopping oder Transportleistungen gebe der klassische Kongressgast am Tag mit durchschnittlich 541 Euro mehr als doppelt so viel aus wie der Durchschnitt aller Wien-Gäste, der bei 266 Euro pro Tag liegt.

„Jede achte Gästenächtigung in Wien ist auf Kongresstourismus zurückzuführen.”
Peter Hanke, Stadtrat für Finanzen, Wirtschaft, Digitalisierung und Internationales

Für die Akquise von Kongressen und Firmenevents sei der persönliche Kontakt zu Veranstaltern und Verbänden wichtig, betonte Christian Woronka, der das Vienna Convention Bureau (VCB) seit Anfang Februar leitet. Er werde aber künftig auch einen Schwerpunkt bei der digitalisierten Kommunikation setzen. Um Wien noch stärker als Metropole für Corporate Events zu positionieren, zeige das VCB gemeinsam mit der Tagungsindustrie auf seiner Webseite nun auch Event-Showcases, in denen sich die Eventbranche mit inspirierenden Event-Set-ups abseits der Norm präsentieren könne.

Neuer Lehrberuf Eventkaufmann

„Der Messe- bzw. Tagungsgast von heute ist sehr anspruchsvoll. Das Entertainment bei bzw. rund um eine Firmentagung, einen Kongress oder eine Messe ist heutzutage fast genauso wichtig für ein positives Gasterlebnis wie die Tagung selbst”, betonte auch Grießler.  Deshalb müsse die Eventinfrastruktur Wiens im gleichen Ausmaß wie die Tagungsinfrastruktur wachsen. Auch die von der Stadt geplante Mega-Arena werde sich daher positiv auf den Kongresstourismus auswirken, ist Grießler überzeugt. Er fordert als Maßnahme zur Unterstützung der Eventhalle die Einführung eines Eventboards - eines Expertenpools, der sich um die Akquisition und Unterstützung neuer Events für Wien kümmert. Die WK Wien arbeite auch an der Einführung des neuen Lehrberufs Eventkaufmann, der eine kaufmännische mit einer technischen Ausbildung kombinieren werde. Wesentlich für die Tagungsmetropole Wien sei auch die rasche Umsetzung der dritten Piste am Flughafen Wien - drei Viertel der Kongressgäste reisen mit dem Flugzeug an. Dass Wien als Tagungsort international so stark punkten könne, sei aber auch der guten Infrastruktur geschuldet. Dazu zählen laut Grießler auch die mehr als 100 Hotels in Wien, die über Tagungsmöglichkeiten verfügen. „Diese Betriebe, die ein Viertel des Gesamtangebots, darstellen, tragen mit ihren laufenden Investitionen enorm viel dazu bei, dass Wien als Meeting-Destination State-of-the-Art bleibt.” Auch heuer wird wieder in die Tagungsinfrastruktur investiert. Es werde Renovierungsarbeiten in einigen großen Tagungshotels geben, das Austria Center Vienna (ACV) werde für einen Großumbau im Sommer vier Monate gesperrt, sagte Woronka. Trotz der dadurch  bedingten Einschränkungen im Veranstaltungskalender sei man auch für das Tagungsjahr 2019 zuversichtlich. Die größte Fachtagung 2019  - der Europäische Radiologenkongress mit 30.000 Teilnehmern - hat bereits stattgefunden. Die nächsten Großkongresse mit jeweils 10.000 Teilnehmern sind Internationale Leberkongress im April und der Jahrestreffen der Europäischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Embryologie Ende Juni.

Forderungen der WK Wien

Die Wirtschaftskammer Wien setzt sich für faire Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer der Tourismusbranche und für den Ausbau des touristischen Angebots ein. Dazu zählt laut Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der WK Wien auch die von der Stadt geplante Eventhalle, mit der eine Forderung der WK Wien umgesetzt wird. Für die Eventhalle fordert Grießler die Einsetzung eines Eventboards als Expertenpool, der sich um Akquisition und Unterstützung neuer Events in Wien kümmert. Die Eventhalle wird sich laut Grießler auch positiv auf den Kongresstourismus auswirken. Damit es zu fairen Rahmenbedingungen am Beherbergungsmarkt kommt, fordert Grießler eine unbürokratische bundesweite Registrierungspflicht für private Beherberger und eine rechtlich verankerte Auskunfts- und Informationspflicht von Plattformen wie Airbnb. Dies seien wesentliche Punkte, um Wettbewerbsverzerrungen auszuräumen - speziell im Bereich von Steuern, Abgaben und Sozialversicherung. Auch bei Auflagen solle es gleiches Recht für alle Anbieter geben. Damit der Tourismus im Allgemeinen und die Meeting-Industrie im Speziellen weiter wachsen können, fordert Grießler auch die rasche Umsetzung der dritten Piste am Flughafen Wien, die ein wesentlicher Infrastrukturfaktor für den Standort ist.

 

  • 4885 Kongresse, Firmenveranstaltungen und Incentives fanden 2018 in Wien statt -eine Steigerung um 15 Prozent zum Vorjahr.

  • 613.000 Tagungsteilnehmer besuchten 2018 Wien, um drei Prozent mehr als 2017.

  • 1.925.000 Nächtigungen wurden 2018 dank Tagungsteilnehmern in Wien verbucht, ebenfalls ein Plus von drei Prozent im Vergleich zu 2017.

  • 21.500 Arbeitsplätze sicherte Wiens Meeting-Industrie 2018 österreichweit ab - ein Plus von rund 500 Arbeitsplätzenim Vergleich zu 2017.

  • 1,198 Milliarden Euro trugen die in Wien abgehaltenen Meetings 2018 zum Bruttoinlandsprodukt bei. Damit stieg auch der Wertschöpfungsbeitrag um drei Prozent.


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