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Reisen in Zeiten von Covid-19

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben viele Länder weltweit Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen beschlossen. Von Grenzkontrollen über Testungen und Quarantäneverpflichtungen reichen die aktuellen Einschränkungen. Ein Überblick.

Zahlreiche Länder wie Deutschland, Belgien oder die Schweiz haben Reisewarnungen für Wien ausgesprochen. Die Konsequenz sind Pflichtquarantänen und die Vorlage von negativen PCR-Tests.
© Alexander Lukatskiy/Shutterstock Zahlreiche Länder wie Deutschland, Belgien oder die Schweiz haben Reisewarnungen für Wien ausgesprochen. Die Konsequenz sind Pflichtquarantänen und die Vorlage von negativen PCR-Tests.

Vor allem Wien wurde aufgrund des rapiden Anstiegs der Infektionszahlen von einigen Ländern auf die „rote” Liste gesetzt. So haben Länder wie Deutschland, Belgien, die Schweiz, die Niederlande und Slowenien konkret für Wien eine Reisewarnung ausgesprochen.

Die aktuelle Situation erschwert gleichzeitig auch die Handhabung von Dienstreisen ins Ausland. Denn trotz der vorherrschenden Corona-Pandemie müssen Arbeitgeber ihren Fürsorgepflichten bei Entsendungen nachkommen und Risiken für ihre Mitarbeiter so gut es geht minimieren. Hier ein Überblick zu den aktuellen Reisebeschränkungen, was diese für Reisende aus Wien bedeuten und worauf man derzeit als Arbeitgeber bei der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland besonders achten muss.

Einreisen aus Wien

Den steigenden Corona-Infektionen ist es geschuldet, dass zahlreiche Regionen Wien auf die Rote Liste gesetzt haben. Welche Einschränkungen derzeit für Reisende aus Wien gelt, hier in Kürze.

  • Deutschland:
    Personen, die von Wien nach Deutschland reisen, müssen entweder einen negativen Covid-19-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorweisen können oder sich zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.
  • Schweiz:
    Personen, die von Wien in die Schweiz einreisen, müssen eine zehntätige Quarantäne antreten. Es ist keine Freitestung mit einem negativen Corona-Test möglich.
  • Belgien:
    Hat man sich in den letzten 14 Tagen in Wien aufgehalten, ist in Belgien ein PCR-Test (ausländische Tests werden generell nicht anerkannt) sowie eine 14-tägige Quarantäne verpflichtend. Eine Freitestung ist nicht möglich.
  • Dänemark:
    Reisende, die aus Österreich nach Dänemark zurückkehren müssen sich einem Covid-19-Test unterziehen.
  • Niederlande:
    Rückreisende aus Wien in die Niederlande müssen für zehn Tage in häusliche Quarantäne.
  • Slowenien:
    Personen, die von Wien nach Slowenien reisen, müssen eine zehntägige Quarantäne antreten oder einen negativen Covid-19-Test vorweisen.
  • Rumänien:
    • Einreisende aus Österreich müssen für 14 Tage in Quarantäne. Ab dem achten Tag können sie einen PCR-Test durchführen lassen. Fällt dieser negativ aus, wird die Quarantäne am zehnten Tag aufgehoben. Ausnahmen gelten für Reisende, die weniger als drei Tage in Rumänien bleiben. Für sie reicht bei der Einreise ein bis zu 48 Stunden alter PCR-Test.
  • Einreise nach Österreich:
    Die Einreise nach Österreich aus Ländern für die eine Reisewarnung gilt, ist nur mehr mit einem negativen PCR-Test möglich. Der Test darf maximal 72 Stunden vor Einreise zurückliegen. Aktuell gelten aufgrund der globalen Ausbreitung des Coronavirus Reisewarnungen für insgesamt 37 Staaten. Für 21 Länder und Regionen gelten partielle Reisewarnungen.

Risiken minimieren bei Entsendungen

Gerade in Zeiten von Covid-19 steigt bei beruflichen Reisen ins Ausland und Entsendungen von Mitarbeitern die Unsicherheit bezüglich der Richtlinien, die Arbeitgeber einzuhalten haben. Um die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter bei Dienstreisen und Entsendungen sicherstellen zu können, ergeben sich besondere Fürsorgepflichten auf Arbeitgeberseite. So müssen Reisewarnungen des Außenministeriums vom Arbeitgeber jedenfalls beachtet werden. Zum Inhalt einer Reiswarnung gehört auch, dass den in diesem Gebiet lebenden Österreichern dringend empfohlen wird, das Land zu verlassen. Daher ist davon auszugehen, dass keine dienstliche Verpflichtung des Mitarbeiters besteht, einer Entsendung zu folgen, die ihn in ein Land bzw. in ein Gebiet führt, für das eine Reisewarnung ausgesprochen ist. Generell gilt, dass schon im Vorfeld mögliche Gefahren evaluiert, beurteilt und entsprechende Vorkehrungen getroffen werden müssen. Dazu gehört unter anderem die Pflicht, die Mitarbeiter über Gefahren aufzuklären, und schon im Vorfeld Schutzmaßnahmen zu setzen.

Sicherheit am Arbeitsplatz

Mitarbeiter, die ins Ausland gesendet werden, haben auch dort im selben Umfang Anspruch auf sichere Arbeitsbedingungen, wie sie in Österreich vorgegeben sind. Zur Gewährleistung der Sicherheit am Arbeitsplatz bei Auslandseinsätzen sollte deshalb vorab eine Evaluierung des Arbeitsplatzes und der Tätigkeit am Einsatzort durchgeführt werden. Es muss sichergestellt werden, dass alle Arbeitsschutzvorschriften auch bei den Tätigkeiten im Ausland angewandt werden. Es empfiehlt sich auch zu überprüfen, ob die Tätigkeit im Zielland ausgeführt werden kann und ob die notwendige persönliche Schutzausrüstung vor Ort verfügbar ist.

Medizinische Risiken

Je nach Einsatzort- und dauer sind Mitarbeiter während ihres Auslandeinsatzes verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben dem Einsatzort gilt es daher auch die psychische und physische Verfassung des Reisenden zu evaluieren. Außerdem sollte der Arbeitgeber bereits vorhandene Grunderkrankungen, Alter, Erfahrung des Reisenden sowie das Geschlecht in die Planung miteinbeziehen. Vor Reiseantritt sollte außerdem die Häufigkeit bestimmter Infektionskrankheiten - wie Covid-19 - im Land geklärt werden. Für den Ernstfall sollte schon vorab ein Rückholplan erstellt werden. Auch die Betreuung der Mitarbeiter im Falle einer Erkrankung vor Ort ist sicherzustellen. Unbedingt geklärt werden sollte neben der Erreichbarkeit vorhandener medizinischer Einrichtungen im Reiseland auch die Frage nach der Bezahlung von medizinischen Leistungen.

Reisesicherheits-Faktoren

Nicht nur Covid-19, auch viele andere Faktoren wie Naturkatstrophen, politische Ereignisse oder kulturelle Besonderheiten beeinflussen das Reisesicherheitsrisiko von Mitarbeitern. Wichtig ist es deshalb, neben der Sicherheitslage im Reiseland auch die genauen Reisepläne, aber auch das Profil des Unternehmens und des Reisenden zu evaluieren. Zum Profil des Reisenden gehören Geschlecht, Nationalität, religiöse Zugehörigkeit und sexuelle Orientierung, aber auch das Alter. Daneben kann auch die geschäftliche und gesellschaftliche Stellung des Reisenden das individuelle Sicherheitsrisiko erhöhen. Auch Aspekte wie die allgemeine Reiseerfahrung, die Kenntnis des jeweiligen Kulturraums und der Sprache sowie das Verhalten des Reisenden haben Einfluss auf dessen Sicherheit.

Informationen einholen

Um eine Gefährdungsbeurteilung von beruflichen Reisen durchführen zu können empfiehlt es sich, regelmäßig aktuelle Länder-informationen aus sicherer Quelle wie dem Bundesministerium Europa, Integration und Äußeres (www.bmeia.gv.at) zu beziehen.

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