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Rauchverbot bedroht meine Existenz

Es sind nicht nur Nachtclubs und Shisha-Bars. So wie viele Lokalbetreiber in Wien ist auch Kaffeehaus-Besitzerin Silvia Freistätter vom Rauchverbot betroffen, das ab 1. November gelten wird.

Wolfgang Binder, Obmann der Fachgruppe Kaffeehäuser (r.), und Peter Dobcak, Obmann der Fachgruppe Gastronomie (l.) versprachen Kaffeehaus-Besitzerin Silvia Freistätter, sich auch weiterhin für Nachbesserungen zum Rauchverbot einzusetzen.
© Florian Wieser Wolfgang Binder, Obmann der Fachgruppe Kaffeehäuser (r.), und Peter Dobcak, Obmann der Fachgruppe Gastronomie (l.) versprachen Kaffeehaus-Besitzerin Silvia Freistätter, sich auch weiterhin für Nachbesserungen zum Rauchverbot einzusetzen.

Die Unternehmerin Silvia Freistätter führt ihr „Eso Café“ im 22. Bezirk seit 12 Jahren mit viel Engagement und Herz.

„Es ist mir wichtig, dass es meinen Gästen gut geht. Sie sind zum größten Teil Raucher und mein Kaffeehaus ist mehr als ein Gräzeltreff, es ist ihr zweites Wohnzimmer.“
Silvia Freistätter

Mit den meisten Gästen sei sie per Du, viele haben auch ihre private Handynummer, falls sie mal Hilfe brauchen. Nun macht sich Freistätter aber große Sorgen: „Mit dem Rauchverbot ab November werde ich vermutlich zusperren müssen. Ich werde meine Existenz und meinen Lebensmittelpunkt verlieren“, sagt Freistätter, die aufgrund der Lärmproblematik ihren Schanigarten bereits auf zwei Tische reduzieren musste.

Gastronomen sollen nicht mehr für rauchende Gäste vor Lokal haften

Besorgt zeigt sich auch Wolfgang Binder, Obmann der Fachgruppe Kaffeehäuser, über die „unfaire Rauchverbotsregelung, die weder die Bedürfnisse der Gäste noch die der Anrainer berücksichtigt.“ Die Branche habe sich immer für ein gutes Auskommen zwischen Gastrobesuchern und Anrainern eingesetzt.

„Da Gäste dann nur noch vor dem Lokal rauchen dürfen, sind Konflikte mit den Anrainern vorprogrammiert“
Wolfgang Binder

Er werde sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Gastronomen nicht mehr für die rauchenden Gäste vor dem Lokal haften. „Bei Anzeigen werden wir unseren Mitgliedsbetrieben natürlich zur Seite stehen.“

Nachbesserungen beim Gesetz dringend erforderlich

Für Peter Dobcak, Obmann der Fachgruppe Gastronomie, ist Freistätters Schicksal kein Einzelfall.

„Aufgrund des kompletten Rauchverbots werden neben den 250 Shisha Bars in Wien auch viele Cafés und kleine Lokale schließen müssen.“
Peter Dobcak

Auch wenn die Lokalbesitzer das Rauchverbot akzeptieren, ist er „bestürzt, dass unsere Forderungen nach Ausnahmeregelungen nicht beachtet wurden“. Nachbesserungen beim Gesetz seien dringend erforderlich. So könnten eigene Raucherzellen ohne Service wie in Italien zugelassen werden. „Darüber hinaus müssen die Betriebe zumindest für ihre seit 2017 getätigten Investitionen eine Abgeltung erhalten.“



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