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Puaschitz: Ohne IT-Infrastruktur geht gar nichts

Besonders der Rückzug ins Home-Office hat der Branche seit dem Lockdown viele Aufträge verschafft, sagt Wiens Branchenobmann Martin Puaschitz.

Martin Puaschitz
© Foto Weinwurm

Die IT-Dienstleister können zufrieden sein: Von drei Prozent Umsatzplus, die die Branche laut Bank Austria im ersten Halbjahr erzielte, können viele anderen Branchen nur träumen. „Am Lockdown-Montag sind die Anfragen ruckartig nach oben geschnellt”, sag Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) und selbst IT-Dienstleister. „Vor allem der Rückzug ins Home-Office hat einen richtigen Schub gebracht, besonders bei jenen Betrieben, die noch nicht vollständig mit Cloud-Lösungen arbeiten.” Mittlerweile stehe das Thema Datensicherheit im Vordergrund. Bei Auftragsprogrammierungen erwartet Puaschitz zeitverzögert eine „kleine Delle”: Geplante Projekte könnten verschoben oder abgesagt werden. „Die Betriebe fragen sich jetzt: Was ist zwar wichtig, aber nicht dringend?” Nachhaltige Auftragsrückgänge erwartet er aber nicht. „Schließlich geht nichts ohne Software und IT-Infrastruktur.”

„Lokal einkaufen sollte auch im digitalen Bereich gelebt werden.”
Martin Puaschitz

Generell habe das Coronavirus in der Wirtschaft für einen nachhaltigen Digitalisierungsschub gesorgt. Puaschitz ist überzeugt, dass Videokonferenzen und Home-Office bleiben werden. Auch der Markt bei Cloud-Dienstleistungen wachse weiter stark. der Branchenobmann sieht vor allem bei Klein- und Mittelbetrieben noch viel Potenzial. „Die Krise hat gezeigt: Wer beim Element Cloud stark ist, war schneller.” Regional einkaufen sollte aber auch in diesem Bereich gelebt werden, appelliert er. Aus Eigennutz, immerhin bestimmt der Standort der Cloud-Infrastruktur, welches Recht gilt. „Und wir haben genug Anbieter in Österreich.” Seit 2018 gibt es ein Zertifikat für heimische Cloud-Dienstleister, das „Austrian Cloud”-Gütesiegel, das für Fachwissen und Qualität der Anbieter steht. Auch der höhere Komfort spricht für die österreichische Lösung: „Wir sind vor Ort, keine anonyme Hotline, und auf Augenhöhe mit den Kunden.”Der Fachkräftemangel ist Dauerthema in der Branche. Der Branchenobmann spricht von „Bedarf ohne Ende” und betont, dass der IT-Sektor breiter werde: Nicht nur „Superspezialisten” wie Programmierer und Systemadministratoren werden gesucht, sondern zunehmend auch Projektmanager. Neben der Nachwuchsarbeit an der Basis ist auch die laufende Weiterbildung der Fachkräfte wichtig, so Puaschitz. Er will Steuererleichterungen für Betriebe, die das forcieren. „Denn Weiterbildung kostet Zeit und Geld.”


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