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Promi-Jury kürte in Wien den verrücktesten Schuh Europas:

Der verrückteste Schuh Europas wurde am 26. April im Studio 44 beim Galaabend Award for the Crazy Shoe 2018 Vienna gekürt – von der vielleicht lustigsten Jury des Jahres!

Julia Suppanz (1. Platz für „Queen Bee“) mit Wirtschaftskammer Wien- Vizepräsident Alexander Safferthal und Innungsmeister Mirko Snajd
© Foto Weinwurm - www.fotoweinwurm.at Julia Suppanz (1. Platz für „Queen Bee“) mit Wirtschaftskammer Wien- Vizepräsident Alexander Safferthal und Innungsmeister Mirko Snajdr (rechts).

Beim Sektempfang stimmten sich über 200 Gäste auf einen unvergesslichen Abend ein und plauderten angeregt in großer Vorfreude auf den Wettbewerb. Auch die Crazy Shoe, die leider nicht das Finale erreicht haben, konnten bewundert werden. So verging bei angenehmen Gesprächen, köstlichen Häppchen und einem Glas Sekt die Zeit wie im Fluge und schon begann der spannende Wettbewerb. Ö1-Moderator Bernhard Fellinger führte mit viel Witz und Charme durch das Programm. Als besonderes Highlight läutete unser Schustermichel mit seinem sonoren Klang den Award ein! Und dann gab’s für Mirko Snajdr eine Überraschung! Berufsschuldirektor Gerald Ammer, MA überreichte Innungsmeister Mirko Snajdr als Dank für die großzügige Unterstützung der Berufsschule durch die Landesinnung Wien der Schuhmacher einen vergoldeten Ausbrennamboss. Die Freude war natürlich riesengroß….

Als Einstimmung auf den Award 2018 gab es noch ein kurzes Interview mit dem letztjährigen Sieger, dem Kärntner Bernd Georg Sima.

Aber dann ging es in medias res:

25 Designer haben für diesen Preis eingereicht, der bereits zum elften Mal von der Landesinnung Wien der Schuhmacher vergeben wurde. Beim Finale trug Julia Suppanz‘ Bienen-Schuh „Queen Bee“ den Sieg davon, vor „Ikarus“ von Heinz Müller aus Spittal/Drau und „Der rote Leisten“ von Konrad Kolkwitz, wie die Siegerin ebenfalls aus Deutschland. Auch niederösterreichische und Wiener Wettbewerbsbeiträge bezauberten das Publikum. Die Teilnehmer stammten heuer aus fünf Ländern: Österreich, Deutschland, Finnland, Frankreich und Russland. Nach einer Vorauswahl wurden 15 Wettbewerbsbeiträge im Rahmen einer unterhaltsamen Show von den Designerinnen und Designern persönlich am Catwalk vorgeführt. Die Schuhmacherinnen und Schuhmacher investierten für ihre Einzelstücke, die in Handarbeit gefertigt wurden, bis zu 250 Arbeitsstunden pro Paar!

Prominente Juroren liebten verrückteste Schuhe

Wer hat die originellsten Schuhe? Schauspielerin Katharina Stemberger, Moderator Dieter Chmelar und Modeschöpfer La Hong hatte ebenso die Qual der Wahl wie Modejournalistin Brigitte R. Winkler und Innungsmeister Mirko Snajdr. „Im Schuhmacherhandwerk gibt es so viel kreatives Potenzial. Diesen Ideenreichtum und das Können unseres Berufsstandes zeigt der ‚Award for the Crazy Shoe‘“, sagte Snajdr. Schauspielerin Katharina Stemberger erzählte von ihrer Großmutter, die 35 Paar Schuhe mit jeweils passenden Taschen besaß. Auch Dieter Chmelar, der mit Ehefrau Brigitte gekommen war, kann einem gewissen Schuh-Fetisch etwas abgewinnen: „Auch Schuhe, mit denen man nur Platz nehmen kann, haben etwas zauberhaftes. Ich liebe Liegeschuhe“, bekannte er freimütig. Weitere prominente Gäste wie Tanzschul-Chefin Yvonne Rueff oder Wirtschaftskammer Wien-Vizepräsident Alexander Safferthal waren ebenfalls zum „Crazy Shoe“ gekommen. „Mit Christian Louboutin kann man an einem Abend wie diesem sagen, die Schuhmacher würden es nicht gerade als Kompliment empfinden, wenn der erste Gedanke beim Anblick der Schuhe wäre: Oh, die sehen aber bequem aus“, kommentierte Safferthal launig.

Verrückte Exponate

Alle 15 Wettbewerbsbeiträge, die an diesem Abend präsentiert wurden, zeichnen sich nicht nur durch völlig verrücktes Design aus, sondern sind auch sehr aufwändig und fachkundig gestaltet. „Im Schuhmacherhandwerk gibt es so viel kreatives Potenzial. Diesen Ideenreichtum und das Können unseres Berufsstandes wollen wir mit dem ‚Award for the Crazy Shoe‘ zeigen“, sagt Innungsmeister Mirko Snajdr. So staunten unsere Gäste und natürlich besonders die Juroren über folgende Crazy Shoe:

Bonfire

Dieser Schuh steht in Flammen! „Bonfire“, zu Deutsch Freuden- oder Leuchtfeuer, symbolisiert den Farbverlauf eines Feuers, der Absatz erinnert an ein Stück Kohle. Der Entwurf stammt von Verena Leichnitz von der Schuhfachschule Pirmasens.

Fairytale

Christina Dengel von der Schuhfachschule Pirmasens kreierte mit „Fairytale“ einen Schuh, der mit – handgefertigten – magischen Figuren wie Meerjungfrauen und Feen dekoriert ist.

Schuhe gehen um die Welt 

Daniel Scheidl und Stefan Haitzer erreichten bereits 2016 den 3. Platz beim „Crazy Shoe“. Heuer treten sie im Team mit Bettina Siebinger an: Zu dritt fertigten die Niederösterreicher einen Schuh, der optisch der „globalen Realität“ entspricht. Die Weltkugel wurde aus Styropor, Hartschaum und weiteren Materialien handgefertigt. Der Schuh wurde von Laufstegmodell Doris Kosik vorgeführt.

Viennoletten

Der Wiener Allroundkünstler Johann Rumpf zeigt beim „Award fort he Crazy Shoe 2018“ eine neue Seite seines künstlerischen Schaffens. Von einem alten Schuhpantoffel ausgehend baute er Stück für Stück mit Balsa- und Sperrholz sowie mit Glasplättchen die „Viennoletten“ und bemalte sie in typischem „Rumpf-Stil“.

Virsut

18 Meter Lederstreifen, in 80 Stücke geschnitten. Das war das Ausgangsmaterial von Nora Harald aus Helsinki, als sie ihr Schuhpaar „Virsut“ gestaltete. Vorbild für dieses Design waren Schuhe aus Birkenruten, die man in finnischen Wäldern leicht sammeln kann. Diese traditionellen Birkenruten-Schuhe wurden früher zu Hause, in der Arbeit, zu Feiern oder auch in der Sauna getragen. Die Birkenruten-Schuhe konnte man nur wenige Wochen tragen, bis sie buchstäblich auseinanderfielen, wobei das weichgelaufene Material danach noch zur Reinigung von Böden benützt wurde. Und auf dem Laufsteg  gab es eine besondere Überraschung – Nora Harald „trompetete“ stilecht „in Birke“….

Baumarkt Sibille

Marc Blankenagel von der Schuhfachschule Pirmasens baute diese Sandalette fast ausschließlich mit Utensilien aus dem Baumarkt: Als Absatz dienten Teile eines Aluminiumrohrs, Drahtseile bilden das Grundgerüst des Schuhs, weiters wurden Fächerscheiben, Straß und Straußenfedern verwendet.

Saint Munditia

Cosima Pamina Rautenberg aus Karlsruhe entwarf diese Schuhe im Rahmen ihrer Bachelorarbeit. Als die Designerin durch Österreich, Deutschland und die Schweiz reiste, fiel ihr auf, dass die Kirche es mit ihren Kostbarkeiten so hält wie so manche Frau mit ihren „Schätzen“: Sie werden nur zu besonderen Anlässen herausgeholt, sonst verweilen sie in Schränken. Deshalb nannte sie ihre Schuhe „Saint Munditia“, nach der Katakombenheiligen im „Alten Peter“ in München, die auch die Schutzpatronin der alleinstehenden Frauen ist.

Amazonia

14 Tage arbeitete Ruth Schulz von der Schuhfachschule Pirmasens an diesen Schuhen. Der Papagei, der darauf dargestellt ist, erinnert an die Urwälder des Amazonas. Sie verwendete dafür eine Vielzahl an Materialien – von Federn über Fimo bis hin zu Glasaugen und Gelenkfedern.

Melting Flesh

Einen schleimigen, angsteinflößenden und ekelerregenden Schuh wollte Marco Salvadè von der Schuhfachschule Pirmasens kreieren – was ihm mit „Melting Flesh“ (zu Deutsch: „schmelzendes Fleisch“) gut gelungen ist. Der Schuh wurde mit Kompressionsstrümpfen aufgebaut, welche über den Leisten mit Brandsohle gestülpt und dann rundum verstärkt wurden. Das „schmelzende Fleisch“, das darauf angebracht wurde, besteht aus einer Mischung aus Latex und Acrylfarbe in verschiedenen Rottönen.

Birds paradise

Elena Savelyeva aus Russland ist ein großer Fan des japanischen Malers Ohara Koson, der sich mit klassischen Themen wie Blumen und Vögel beschäftigte. Und genau das spiegelt sich auch in diesen Stiefeln „Birds paradise“ wider. Zur Herstellung der Stiefel bemalte Savelyeva zuerst Leinen-Canvas, dann bestickte sie das Leinen mit Bändern, Pailletten, Glasperlen und handgemalten Blumen.

Im Zauberwald

Der Schuh von Julia Schatz ist eine Hommage an den Wald. Für die Herstellung des Schuhs wurden primär Materialien aus dem Wald verwendet, beispielsweise Kiefernholz als Plateau und Äste als Absätze. Zudem modellierte die Schülerin der Schuhfachschule Pirmasens alle Pilze selbst aus Fima, wobei Eierschwammerl oder Fliegenpilz detailgetreu nachgebildet wurden. Da es sich um einen „Zauberwald“ handelt, darf eine märchenhafte Figur wie der Froschkönig nicht fehlen.

1.000 dice

Roman Tissen von der Schuhfachschule Pirmasens stellte die Sohle dieses Schuhs ganz aus Spielwürfeln her. Das verspielte Design steht auch sonst ganz im Zeichen der Würfel, es wurden mit Würfeln bedrucktes Leder, bunte Schnürsenkel und buntes Nähgarn verwendet.

Und jetzt zu den drei Erstplatzierten:

1.Preis crazy shoe award
© www.fotoweinwurm.at
Platz 1: Queen Bee
Julia Suppanz von der Schuhfachschule Pirmasens in Deutschland wurde von Bienen und ihrem Lebensraum inspiriert, als sie ihre Crazy Shoe „Queen Bee“ designte. Die Biene kommt als Applikation am Schuh und in der Wabenform des Absatzes zum Ausdruck.
2.Preis crazy shoe award
© www.fotoweinwurm.at
Platz 2: Ikarus
Heinz Müller, selbständiger Orthopädieschuhmacher aus Spittal/Drau, trat heuer mit „Ikarus“ an, einem Schuh, der seine Träger scheinbar schweben lässt. Er führte den Schuh selbst vor. In Schuh und Untergestell sind mehrere Lagen Carbon eingearbeitet die „Federn“ bestehen aus Alublech. Der Arbeitsaufwand lag bei über 250 Stunden.
3.Preis crazy shoe award
© www.fotoweinwurm.at
Platz 3: Der rote Leisten
Dieser Schuh ist eine Hommage an das Schuhmacher-Handwerk. Konrad Kolkwitz von der Schuhfachschule Pirmasens kreierte Stiefel-Pumps, deren „Bauteile“ alle die Form von Leisten haben. Selbst der Absatz wurde aus einem CNC-gefrästen Leistenrohling gefertigt.


Crazy Shoes: Aufwändige Produktion der Einzelstücke in Handarbeit

Die originellen Exponate wurden von ausgebildeten Schuhmachern, Designern, Künstlern oder von SchülerInnen der Schuhfachschule Pirmasens gestaltet. So erklärt Julia Suppanz was sie zu ihrem Crazy Shoe „Queen Bee“ inspirierte und wie er handwerklich entstand: „Dieser Schuh wurde von Bienen und ihrem Lebensraum inspiriert, die Biene kommt etwa in der Sechseckform der Wabe zum Ausdruck, die den Absatz bildet. Aber auch der symbolische Wert der Bienenkönigin sollte verkörpert werden. In Europa tauchte der Absatz erstmals im 16. Jahrhundert auf und war bis zur Französischen Revolution, die die Absätze wieder abschaffte, ein Zeichen von Wohlstand und Adel. Die Höhe richtet sich nach dem Adelsstand. So sollte die Absatzhöhe dieser Schuhe die höher gestellte Position der Bienenkönigin repräsentieren. Die verwendeten Materialien sind Metallicziegenleder, Rinds- und Schweineleder, Fichtenholz, Metallicgold Acrylfarbe, Netzstoff, Gummi, Perlen, Pailletten und Samtband. Der gesamte Zeitaufwand der Fertigung lag bei rund 45 Stunden.“


Award for the Crazy Shoe 2018

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