th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Pfusch gefährdet die Gesundheit

Pfusch in Dienstleistungs-Branchen ist ein großes Problem für korrekt arbeitende Betriebe. Aber auch für den Konsumenten sind Billiganbieter gefährlich, sagt Petra Felber, Innungsmeisterin der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure

Kosmetik
© Valua Vitaly - Fotolia.com

Pfusch verursacht wirtschaftlichen Schaden und ruiniert den Ruf der betroffenen Branche. Dem Wiener Gewerbe entgehen jährlich einige Millionen Euro, weil es mit den Billigangeboten nicht mithalten kann. Stark betroffen von den unlauteren Geschäftspraktiken sind vor allem die Dienstleistungs-Branchen der reglementierten Berufe. Dazu gehören Fußpflege, Kosmetik, Piercen und Tätowieren, Massage sowie Nagelstudios. „Unsere Betriebe können mit den Billigangeboten nicht mithalten, denn Ausbildung und Hygienebestimmungen kosten Geld und Zeit”, erklärt Petra Felber, Innungsmeisterin der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure der Wirtschaftskammer Wien. Neben dem wirtschaftlichen Schaden, den Pfuscher in der Branche anrichten, werden auch Konsumenten in Gefahr gebracht. „Der Konsument begibt sich bei einem Pfuscher oft unbewusst in die Gefahr, dort nicht nur minderwertige Leistung zu erhalten, sondern sich auch mit Infektionskrankheiten anzustecken”, so Felber. Ein Beispiel aus der Praxis: „Bei einem Pfuscher, der ohne Ausbildung und Berechtigung Tätowierungen anbietet, kann sich der Konsument ernsthafte Krankheiten holen.” 

„Vielen Konsumenten sind die Gefahren beim Pfuscher nicht bewusst.”
Petra Felber, Innungsmeisterin

Die notwendigen Hygienevorschriften (Unbedenklichkeitsbescheinigung) werden nicht eingehalten und es ist nicht gewährleistet, dass nur die europaweit erlaubten Farben verwendet werden. „Gewerbliche Betriebe dagegen übernehmen die Kosten zur Sicherheit und Gesunderhaltung, wie z.B. Verhinderung der Übertragungsmöglichkeiten von Bakterien, Pilzen und Viren - wie Hepatitis B und C oder HIV”, so die Innungsmeisterin. Und das gelte für alle Dienstleistungen die „unter die Haut gehen”, wie z.B. auch Permanent-Make-up. Grund genug für Felber, den Kampf gegen Pfusch zu verstärken. „Unsere Mitglieder nehmen viel Geld in die Hand: für eine gute Ausbildung mit Prüfung, anerkanntem Abschluss, der laufenden Weiterbildung und den täglichen Hygienemaßnahmen.” Schwarze Schafe richten wirtschaftlichen Schaden an und zerstören das Image der Branche, das ist „nicht zu tolerieren”.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Meinung
Hotel

Chance auf fairen Wettbewerb vertan

Enttäuscht reagiert Hotellerie-Obfrau Andrea Steinleitner auf die Ortstaxen-Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Sharing-Portal HomeAway. Faire Wettbewerbsbedingungen schauen anders aus. mehr

  • Meinung
geld

Leichter versteuern

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien mehr

  • Meinung
Landkarte mit Pin auf Wien

Ein besseres Wien

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien mehr