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Pawlick: Baumeister braucht Experten-Image

Die Wiener Bauinnung will den Baumeister als Experten für alle Bau-Fragen positionieren - vor allem bei den Entscheidungsträgern der öffentlichen Hand, sagt Innungsmeister Rainer Pawlick.

Rainer Pawlick
© Foto Weinwurm/www.fotoweinwurm.at

Eine noch zufriedenstellende Auftragslage, aber anhaltend enormer Preisdruck: So fasst Rainer Pawlick, Innungsmeister des Wiener Baugewerbes, die aktuelle Situation in seiner Branche zusammen. Nicht nur Konkurrenten aus Osteuropa setzen die heimischen Unternehmen nach wie vor mit Dumpingpreisen unter Druck.

„Nach Wien arbeiten auch alle anderen Bundesländer herein. Umgekehrt sei das jedoch schwierig, weil andere Gemeinden zuerst auf ihre eigenen Betriebe schauen würden. In Wien genießen die hier ansässigen Baubetriebe diesbezüglich keine Unterstützung”
Rainer Pawlick

Er wünscht sich generell mehr Verständnis und eine faire Behandlung der Betriebe durch die Behörden, „auf der Baustelle und am Betriebsstandort”, betont er. Weiterhin aktuell ist auch die Forderung der Innung nach fairen Auftragsvergaben - Stichwort Vergabe an Best- statt an Billigstbieter. Als essenzielle Grundlage dafür wertet Pawlick die bessere Vernetzung mit den Entscheidungsträgern in der Stadtverwaltung - eines der Innungsziele. „Das ist auch wichtig, um bei rechtlichen Bestimmungen von Anfang an mitreden zu können.”

Werbe-Banner und Güte-Ziegel

Die Interessen der gesamten Branche stehen auch bei den neuen Imagemaßnahmen der Innung im Fokus. Da sind zum einen Banner mit markigen Werbesprüchen in Vorbereitung, die die Mitgliedsbetriebe kostenlos bekommen und etwa auf Baustellenzäunen affichieren können. Ab 2020 soll es den „Güte-Ziegel” geben: Einen gebrannten Tonziegel mit Baumeister-Logo und -Wappen, den diese gut sichtbar bei ihren Bauprojekten einbauen können. Dieser Güte-Ziegel soll sich als Qualitätszeichen etablieren, so das Vorhaben. „Generell ist es unser Ziel, den Baumeister als Universalfachmann und Experten für alle Bau-Fragen zu positionieren”, betont Pawlick.

Vorbildfunktion bei Lehrlingsausbildung

Mit Serviceleistungen wie dem Gratiszugang zur zur Weisungsdatenbank der Wiener Baupolizei oder einem kostenlosen Normenpaket für die Betriebe unterstützt die Innung ihre Mitgliedsbetriebe im Berufsalltag.Jedes Unternehmen hat kostenfreien Zugang zu 200 Normen pro Jahr. „Bei diesem Thema war unsere Innung Vorreiter”, ist Pawlick stolz. „Bisher haben wir unseren Betrieben Normen im Wert von 7,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt”. Vorbildfunktion habe seine Branche auch in Sachen Lehrlingsausbildung. Die bundesweite Neuaufstellung der Bauberufe ab Jänner 2020 sei „ein Meilenstein in der Fachkräfteausbildung” (siehe auch Kasten unten). Mit der Digitalisierung der Lerninhalte, E-Learning-Plattformen und der Ausstattung der Lehrlinge mit Tablets wird dem Nachwuchs zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglicht. „Ich denke, damit sind wir Vorreiter in der Lehrlingsausbildung in Österreich und Europa”, betont der Innungsmeister.

Baulehre 2020

Ab 1. Jänner 2020 wird die Ausbildung in den Bau-Lehrberufen noch attraktiver: Die Ausbildungsinhalte der dreijährigen Lehrberufe werden modernisiert, ihre Bezeichnung geändert. Dazu werden neue, vierjährige Kader-Lehrberufe eingeführt. Allen Bau-Lehrlingen stehen dann auch digitale Lernmethoden zur Verfügung. Dafür erhält jeder Baulehrling ab dem zweiten Lehrjahr ein Gratis-Tablet - bereits seit diesem Berufsschuljahr.

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