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Paket-Lieferung mit Blick aufs Klima

Die Wirtschaftskammer Wien hat die steigenden Paketlieferungen evaluiert. Das Ergebnis: Für die Erreichung der Klimaziele müssen Leerfahrten vermieden und Paketboxen aufgestellt werden.

Nie wieder ein „gelber Zettel” von der Post. Für eingeschriebene Briefe muss man nicht mehr zuhause sein, außerdem kann man z.B. den Hausschlüssel hinterlegen oder mittels Einmal-Pin-Code die Abholung eines Willhaben-Verkaufs organisieren.
© Florian Wieser Nie wieder ein „gelber Zettel” von der Post. Für eingeschriebene Briefe muss man nicht mehr zuhause sein, außerdem kann man z.B. den Hausschlüssel hinterlegen oder mittels Einmal-Pin-Code die Abholung eines Willhaben-Verkaufs organisieren.

36 Packerl pro Kopf. So viele Pakete kommen heuer in Wiens Haushalten an. Damit wird dieses Jahr erstmals die magische 100-Millionen-Marke bei Paketlieferungen übersprungen. 2019 wurden Wien-weit knapp 96 Millionen Pakete zugestellt, dieses Jahr werden es mindestens 110 Millionen sein, bis 2025 sollen es sogar 150 Millionen sein.Bequem ist die Lieferung nachhause, sicher ist sie dank kontaktloser Übergabe auch. Die Kehrseite der Medaille sind aber die Treibhausgasemissionen. „Die massive, nicht abwendbare Steigerung beim Paketaufkommen stellt uns mit Blick auf die Klimaziele vor eine Herausforderung”, sagt Alexander Biach, Standortanwalt in der Wirtschaftskammer Wien. Die EU-Klimaziele besagen, dass Österreich bis 2030 36 Prozent der Treibhausgasemissionen einsparen muss. Alleine im Verkehrsbereich bedeutet das eine Reduktion von 8,4 Millionen Tonnen an CO2 oder anderer Treibhausgase. Problematisch sind dabei vor allem die vielen Leerfahrten und die Nicht-Zustellung von Paketen - also die gescheiterten Zustellversuche an Empfänger, die nicht zuhause sind.

Paket-Infrastruktur muss ausgebaut werden, sagt Transport-Spartenobmann Davor Sertic
© Florian Wieser Paket-Infrastruktur muss ausgebaut werden, sagt Transport-Spartenobmann Davor Sertic
Logistik-Professorin Margaretha Gansterer erforscht Strategien für weniger Leerfahrten.
© Florian Wieser Logistik-Professorin Margaretha Gansterer erforscht Strategien für weniger Leerfahrten.
Standortanwalt Alexander Biach hat trotz immer mehr Pakete die Klimaziele im Blick.
© Florian Wieser Standortanwalt Alexander Biach hat trotz immer mehr Pakete die Klimaziele im Blick.

Wissenschaft für digitale Plattformen

Die Wissenschaft nennt Kollaborationen mittels digitaler Plattformen als möglichen Lösungsansatz. „Internationale wissenschaftliche Studien zeigen, dass so 30 bis 60 Prozent an Fahrtstrecken und CO2 Emissionen eingespart werden können”, erklärt Margaretha Gansterer, Vorständin des Instituts für Produktions-, Energie- und Umweltmanagement an der Universität Klagenfurt. Zahlreiche Forschungsgruppen beschäftigten sich international damit, Leerfahrten und überlappende Touren mit Plattformen zu reduzieren. Diese Plattformen setzen aber großes Vertrauen innerhalb der Branche voraus, so Gansterer. Studien zeigen jedoch, dass Dienstleister unterschiedlicher Größe davon profitieren können. Das „Schlucken” kleiner Teilnehmer kann durch entsprechende Mechanismen leicht vermieden werden.

Fest steht: Die Corona-Krise hat den Trend zur Paketlieferung noch weiter befeuert. Vergleicht man das Versandvolumen der Woche vom 6. bis 12. April 2020 mit der Woche vor dem Lockdown, beträgt der Anstieg an versendeten Paketen in Österreich 90 Prozent. „Gerade die Covid-Krise hat gezeigt, dass Paketlieferungen aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken sind. Umso wichtiger ist es, darauf zu reagieren und diesen wichtigen Infrastrukturzweig weiter auszubauen”, sagt Davor Sertic, Obmann der Sparte Transport und Verkehr.

In der Praxis beschäftigt sich das Projekt Logistik 2030+ darum mit diesem Problem. Die Wirtschaftskammern aus Niederösterreich und Wien haben mit Stadt Wien und Land Niederösterreich eine einzigartige Kooperation gestartet, um die Logistik in eine klimaeffiziente Zukunft zu führen. Einer der Punkte, auf die man sich verständigt hat, ist „Nicht-Zustellung und Leerfahrten vermeiden”. Kunden sollen darum künftig zum Beispiel bei der Bestellung Alternativen für den Empfang definieren können - andere Adressen oder auch Paketboxen.

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