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Online-Präsenz für Zukunft stärken

Viele Wiener Buchhändler haben in der Corona-Krise den Online-Handel forciert. Branchenobmann Georg Glöckler will an diesem Thema weiter dranbleiben.

Buchhandel
© Chea01/shutterstock.com

Just zum Welttag des Buches, am 23. April, öffnet die Buchhandlung Herder in der Wollzeile  nach fast sechswöchigem Corona-Shutdown wieder die Pforten. Man hätte zwar schon nach Ostern aufsperren können. Firmenchef Gerhard Zach entschied sich jedoch dagegen: „Es fehlt noch an Frequenz”, sagt er. „Die Menschen sind im Homeoffice, die Gastronomie ist zu, Touristen fehlen”.

Umsatzeinbrüche trotz guter Online-Verkäufe

Die Buchhändler waren unter den ersten, die nach dem Shutdown am 16. März den Online-Verkauf propagiert hatten. Auch bei Herder lief das gut, sagt Zach: „Wir haben allein in den ersten vier Wochen ein Drittel der Paketzahl des gesamten Vorjahres verschickt.” Dennoch - die Umsätze könne das nicht retten. Laut Hauptverband des Österreichischen Buchhandels hat die Branche in der zweiten Märzhälfte mehr als 80 Prozent Umsatzminus hinnehmen müssen. Zach schätzt das Umsatzminus bei Herder auf mindestens zwei Drittel seit Mitte März. „Das können wir heuer sicher nicht mehr aufholen.” Normalbetrieb werde sowieso frühestens ab Herbst herrschen. „Wir haben sonst immer eine Fülle von Veranstaltungen, die sind auch Umsatzbringer. Ebenso die Kongress- und Tagungsbetreuung. Da rechne ich nicht damit, dass das vor 2021 wieder losgeht.” Dennoch versucht Zach, auch Positives in der Corona-Zeit zu finden. So wurde die Buchhandlung Herder in den letzten Wochen einem gründlichen Relaunch unterzogen. „Und wir haben online viele Neukunden gewonnen, die uns weiter erhalten bleiben”, hofft er.

Branchenobmann fürchtet „zweite Welle” für Verlage

Georg Glöckler, Obmann der Wiener Buch- und Medienwirtschaft, spricht den Buchhändlern großes Lob aus, wie sie die letzten Wochen bewältigt haben.

„Der österreichische Buchhandel war sofort zur Stelle, um die Kunden online weiter zu versorgen”
Georg Glöckler

Der Shutdown habe aber auch gezeigt, dass man in Sachen Digitalisierung noch nachrüsten müsse. Glöckler wünscht sich auch ein gemeinsames Agieren der Branche - etwa eine Datenbank, wo der Kunde alle heimischen Buchhändler mit Online-Shop findet. Mit Buchhändler Zach ist er einig, dass die drastischen Umsatzeinbrüche heuer kaum mehr wettgemacht werden können. „April und Mai sind sonst immer umsatzstark. Ob die Kunden im Herbst so viel mehr Bücher kaufen als sonst, ist fraglich.” Die Verlage spüren die Krise etwas zeitverzögert - und doppelt, sagt Glöckler, der selbst drei Verlage in Österreich und Deutschland leitet. Denn es fehlen einerseits die Bestellungen der Buchhändler, weil deren Absätze geringer und die Lager voll sind. Erst kommen werden viele Rücksendungen nicht verkaufter Frühlings- und Oster-Ware. „Da kommt eine zweite Welle auf die Verlage zu”, ist Glöckler überzeugt. Im Herbst werde es dafür ein üppiges Verlagsprogramm geben. „Wie das der Buchhandel aufnimmt, bleibt abzuwarten”.

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