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Ohne Laptop geht jetzt gar nichts: Schüler starten Aktion „Free Notebook”

Drei Schüler des Gymnasium Wieden sammeln ausrangierte Laptops, richten sie her und stellen sie anderen Schülern kostenlos zur Verfügung, die sich kein eigenes Notebook leisten können.

Martin Heimhilcher (l.), Obmann der Wiener Sparte Information und Consulting, Michael Swoboda (r.), Initiator der Aktion „Free Notebook” in der Sparte IC flankieren und unterstützen Bruno Hassa, Philipp Schörkhuber
© Florian Wieser Martin Heimhilcher (l.), Obmann der Wiener Sparte Information und Consulting, Michael Swoboda (r.), Initiator der Aktion „Free Notebook” in der Sparte IC flankieren und unterstützen Bruno Hassa, Philipp Schörkhuber

Bruno Hassa, Tobias Unger und Philipp Schörkhuber analysierten im Zuge ihres Wahlpflichtfachs „Business@School” erst einige Unternehmen, um dann selbst einen Vorschlag für eine Unternehmensgründung zu entwickeln. Im Zuge ihres Projekts sind die Oberstufen-Schüler des Gymnasiums Wieden/Sir Karl Popper-Schule auf die Idee gekommen, alte Notebooks zu recyceln. „Wir haben dann gefunden, dass aus der Idee mehr werden könnte”, erzählt Bruno Hassa. Das alles geschah noch bevor die Corona-Pandemie das Land in eine Ausgangssperre zwang.

„Digitalisierung muss verstärkt zum Leitthema in den Schulen werden. Wir brauchen das digitale Klassenzimmer und jeder Schüler zusätzlich zu den Schulbüchern ein Notebook. Nur so sichern wir die zukünftige digitale Kompetenz.“
Martin Heimhilcher

Distance Learning zeigt Bedarf auf

Von einem Tag auf den anderen wurden im März alle Schüler nach Hause geschickt und der Unterricht auf Distance Learning umgestellt. „Durch die Corona-Krise ist vielen bewusst geworden, wie wichtig Laptops für das Lernen sind”, so Hassa. Fakt ist auch, dass das E-Learning auch nach der Krise weitergehen wird. Eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer wird nun schneller erfüllt, als erwartet. Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Wien, sagt dazu: „Ich bin von der Initiative der drei Schüler begeistert und hoffe, dass die Wiener Betriebe sie tatkräftig unterstützen.” Fakt ist leider auch, dass viele Familien sich keine eigenen Notebooks für ihre Kinder leisten können.

Unternehmer helfen mit

Heimhilcher steht bei dem Projekt Pate, Michael Swoboda steht den drei Burschen mit Rat und Tat bei der Umsetzung zur Seite. So riet er beispielsweise dazu, die Mindestanforderungen, die sie für die Notebooks brauchen, auf der Website bekannt zu gehen. Die Schüler sammeln diese abgeschriebenen und ausrangierten Notebooks und machen sie wieder fit für den Gebrauch. Den Großteil der Laptops bekommen sie von Unternehmen. Sie setzen die Geräte neu auf und installieren das nötige Betriebssystem und die Programme. Danach stellen sie diese Notebooks Schülern, die sich dafür gemeldet haben, kostenlos zur Verfügung. Sie haben bereits eine eigene Website erstellt, wo sich sowohl die Spender der Laptops über die Anforderungen informieren können, als auch Schüler melden können, die Bedarf an Laptops haben. „Bis jetzt haben wir rund 30 Notebooks weitergeben können. Unser Ziel liegt bei 200 Notebooks”, so Schörkhuber. Die drei Schüler opfern dem Projekt einen Großteil ihrer Freizeit, denn ein Schulprojekt ist es schon lange nicht mehr. „Wir machen das gerne, in der Schule kommt man uns sehr entgegen. Auch die Bezirksvorstehung unterstützt uns”, so Hassa weiter.

Sponsoren gesucht

„Wir sammeln im Moment gerade Zusagen für Altgeräte. Dann wollen wir sie gesammelt auf einmal abholen und herrichten. Einzelne Geräte einzusammeln ist zu aufwändig”, erzählt Hassa. Analysieren, optimieren, umsetzen. Die drei Schüler haben bei diesem Projekt viel unternehmerisches Denken gelernt. „Ich würde schon gerne nach der Schule selbstständig tätig sein”, überlegt Hassa. Das Zeug dazu haben sie jedenfalls, denn abseits des Aufrufs zum Spenden der Geräte denken die angehenden Unternehmer schon an die Möglichkeit von finanziellem Sponsoring für ihre Aktion. Also an Betriebe, die sich an den Kosten für Lagerung und Transport der Geräte beteiligen. „Wir wissen, das nach 2022 - wenn alle Schüler und Schülerinnen einen Laptop vom Bundesministerium erhalten haben - diese Initiative Zukunftsperspektive für andere Zielgruppen hat”, so Hassa. So sieht echtes Unternehmertum aus.

 

Achtung!

Unternehmer, die einen ausrangierten Laptop spenden wollen, können sich

informieren unter www.free-nb.at

E kontakt@free-nb.at


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